«Innerlich verblutet»

15. August 2019 12:01; Akt: 15.08.2019 12:04 Print

Nora (15) hungerte eine Woche, bevor sie starb

Nach zehn Tagen wurde die Leiche der 15-jährigen Nora in einem abgelegenen Gebiet in Malaysia gefunden. Laut der Polizei soll sie knapp eine Woche alleine im Dschungel überlebt haben.

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Nach der Autopsie der im Dschungel entdeckten Leiche einer 15-jährigen Londonerin sieht die malaysische Polizei keine Anzeichen für Fremdeinwirkung. Das Mädchen sei an einer von Hunger und Stress ausgelösten inneren Blutung gestorben, teilte der örtliche Polizeichef Mohamad Mat Yusop am Donnerstag mit.

Es gebe auch keine Hinweise auf eine Vergewaltigung, betonte er. Die 15-jährige Nora Quoirin habe an «extremem Stress» und unter Hunger gelitten, so Yusop. Eine Blutung im Magen-Darm-Trakt habe zu ihrem Tod geführt.

Seinen Angaben zufolge starb das Mädchen vor zwei oder drei Tagen. Demnach sei es nicht unwahrscheinlich, dass die 15-Jährige knapp eine Woche im Dschungel überlebte. Das Mädchen galt seit dem 4. August als vermisst. Ihre nackte Leiche wurde schließlich nach zehn Tagen am Dienstag im Wald gefunden.

Mehr als 350 Menschen an der Suche beteiligt

Nora Quoirin war am 3. August mit ihrer französisch-irischen Familie in der Ferienanlage eingetroffen. Nach ihrem Verschwinden gingen ihre Eltern von einer Entführung aus, die Polizei sprach hingegen von einem Vermisstenfall. Ihre Familie betonte, sollte die Jugendliche alleine weggelaufen sein, wäre dies sehr ungewöhnlich für sie. Die 15-Jährige war lernbehindert und in ihrer Entwicklung zurückgeblieben.

Mehr als 350 Menschen beteiligten sich an der Suche in dem dichten Dschungel rund um das Dusun Resort nahe der Hauptstadt Kuala Lumpur. Hubschrauber, Drohnen und Spürhunde kamen zum Einsatz. Auch Polizisten aus Großbritannien, Irland und Frankreich unterstützten die Ermittlungen. Ein Hinweis aus der Bevölkerung führte schließlich zum Fund der Leiche.

Ihre Familie hatte für Hinweise zu Noras Verbleib 50.000 malaysische Ringgit (10.600 Euro) geboten. «Nora ist unser erstes Kind. Seit dem Tag ihrer Geburt ist sie verletzlich», erklärten die Eltern. Sie «ist ein Schatz für uns und unsere Herzen brechen».

(L'essentiel/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jean am 15.08.2019 20:55 Report Diesen Beitrag melden

    Mit allem respekt für die Verbliebenen,auf einen Schatz passt man auf,noch mehr wenn es sich um ein leicht behindertes Mädchen handelt,noch dazu in einem fremden Land in einer doch nicht ungefärlichen Umgebung.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jean am 15.08.2019 20:55 Report Diesen Beitrag melden

    Mit allem respekt für die Verbliebenen,auf einen Schatz passt man auf,noch mehr wenn es sich um ein leicht behindertes Mädchen handelt,noch dazu in einem fremden Land in einer doch nicht ungefärlichen Umgebung.