Texas

18. Juli 2018 14:48; Akt: 18.07.2018 15:11 Print

Opfer flehen vergeblich um Gnade für Mörder

Christopher Young bereute seine Tat. Selbst die Angehörigen seines Opfers hatten ihm vergeben. Dennoch ist der 34-Jährige hingerichtet worden.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema

In Texas ist am Dienstagabend ein Mörder hingerichtet worden, obwohl sogar die Familie seines Opfers um seine Begnadigung gebeten und sich für eine lebenslange Haftstrafe ausgesprochen hatte. Der 34-jährige Christopher Young hatte im November 2004 im Alter von 21 Jahren den 55-jährigen Ladenbesitzer Hasmukh Patel erschossen, als er dessen Geschäft in San Antonio ausrauben wollte.

Kurz vor der Hinrichtung hatte die zuständige Behörde ein Gnadengesuch abgelehnt, berichtet CNN. Young wurde ein tödlicher Medikamentencocktail verabreicht, um 18.38 Uhr wurde er für tot erklärt. Er ist bereits der achte Verurteilte, der 2018 in Texas hingerichtet wurde.

Sohn des Opfers besuchte Young

Der Mord wurde damals mit einer Überwachungskamera aufgezeichnet. Young hatte seine Tat Spiegel online zufolge nie bestritten, aber betont, er habe unter Kokain- und Alkoholeinfluss gestanden.

In seinem Schlusswort sagte Young, er liebe die Familie des Ladenbesitzers, «so wie sie mich lieben». Die Familie wohnte der Hinrichtung nicht bei. Mitesh Patel, der Sohn des Opfers, hatte Young am Tag vor seiner Hinrichtung besucht. «Er ist nicht der Mensch, der er vor 14 Jahren war», betonte Patel und äußerte sein Bedauern darüber, dass das Gnadengesuch abgelehnt worden war. Es tue ihm auch für Youngs Familie leid.

Früher, so Patel, habe er die Todesstrafe gerecht gefunden, heute wisse er: «Zwei Fehlentscheidungen ergeben keine richtige Entscheidung.» Youngs Tochter verliere ihren Vater, und er wisse, wie sich das anfühle, sagte der Sohn des Opfers.

(L'essentiel/mlr)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.