Ärztepfusch

12. Januar 2015 13:31; Akt: 12.01.2015 13:40 Print

Organ-​​Entnahme in letzter Sekunde gestoppt

Den Ärzten in einem deutschen Krankenhaus ist bei einer Organ-Entnahme ein schwerer Fehler unterlaufen. Das fiel ihnen erst im Operationssaal auf.

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In Deutschland lief eine Organspende nicht nach Plan. (Bild: DPA)

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Der Vorfall ereignete sich in einem Krankenhaus im Raum Bremen/Bremerhaven. Anfang Dezember sei dort eine Organspende in letzter Minute abgebrochen worden, berichtet die «Süddeutsche Zeitung». Grund: Der Hirntod des Patienten war nicht nach den vorgeschriebenen Regeln diagnostiziert worden – der Patient war also möglicherweise gar nicht tot.

Der Fehler wurde erst im Operationssaal bemerkt. Die Ärzte hatten bereits den Bauchraum des vermeintlich Verstorbenen geöffnet, als sie die Organ-Entnahme abbrachen. Hätten die Ärzte die Operation fortgeführt, hätten sie sich womöglich der Tötung schuldig gemacht.

Beatmung einfach eingestellt?

Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) bestätigt der «Süddeutschen» «Unklarheiten in Bezug auf die Hirntoddiagnostik bzw. ihre Dokumentation». Die bei der Bundesärztekammer angesiedelte Überwachungskommission sei informiert worden. Was genau geschah, als die Ärzte den Fehler bemerkten, ist nicht klar.

Der Zeitung wurde jedoch zugetragen, dass die Ärzte die Beatmung des Patienten einfach eingestellt hätten. Weiter heißt es, dass die Spende – laut Dokumentation der DSO – aufgrund von «Herz-/Kreislaufversagen» abgebrochen wurde.

(L'essentiel/woz)