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06. April 2020 19:02; Akt: 06.04.2020 19:08 Print

Ozeane könnten sich bis 2050 vollständig erholen

Eine Studie wagt einen optimistischen Ausblick: Hält sich die internationale Gemeinschaft an gewisse Weisungen, können die Meere in den kommenden Jahrzehnten regenerieren.

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Eine aktuelle internationale Studie legt dar, dass die Ökosysteme der Meere bis 2050 wiederhergestellt werden können. Die Untersuchung, an der sich einige der weltweit führenden Meeresbiologen beteiligten, sei «richtungsweisend und bahnbrechend», so die Wissenschaft.

An der Ozean-Studie beteiligten sich Forscher aus vier Kontinenten, zehn Ländern sowie 16 Universitäten. Die Biologen erstellten anhand von bereits erfolgreichen Naturschutz-Maßnahmen einen «Fahrplan», wie die Weltmeere noch innerhalb der Spanne einer menschlichen Generation gerettet werden könnten. Hält sich die internationale Gemeinschaft an die empfohlenen Schritte, könne die ganze Bandbreite der Meeresfauna wiederhergestellt werden, so die Untersuchung. Die Ergebnisse der Studie «Rebuilding Marine Life» wurden kürzlich im Nature-Journal veröffentlicht.

Pulsierender oder irreversibel gestörter Ozean?

«Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir zwischen dem Erbe eines widerstandsfähigen und pulsierenden Ozeans oder einem irreversibel gestörten Ozean wählen können» so Carlos Duarte, Professor für Meereswissenschaften, gegenüber einer Wissenschafts-Plattform.

Obwohl der Mensch in der Vergangenheit die Unterwasser-Artenvielfalt stark dezimiert hat, fanden die Forscher Hinweise auf die bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit des Meereslebens. Zudem zeichnet sich eine Verschiebung des Artensterbens ab: In einigen Fällen konnten sich Arten in den ersten zwei Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts sogar erholen.

Klimawandel muss eingedämmt werden

«Unsere Studie dokumentiert die Wiederherstellung von Meerespopulationen, Lebensräumen und Ökosystemen mithilfe früherer Schutzmaßnahmen. Unsere Arbeit bietet spezifische, evidenzbasierte Empfehlungen, um bewährte Lösungen weltweit anzuwenden», so Duarte.

Ein Schlüsselelement für den Erfolg des «Fahrplans» ist die Eindämmung des Klimawandels durch Reduzierung der globalen Treibhausgasemissionen. Das Ziel, die Artenvielfalt der Ozeane wieder aufzubauen, könne nur gelingen, wenn die ehrgeizigsten Ziele des Pariser Klima-Abkommens erreicht würden, so die Studie.

«Wir haben ein enges Zeitfenster, um der Generation unserer Enkelkinder einen gesunden Ozean zu hinterlassen und wir verfügen über das Wissen und die Werkzeuge, um dies zu tun», so der Professor für Meeresbiologie. Es sei keine Option, die Herausforderung nicht anzunehmen und die kommenden Generationen zu einer Zukunft mit stark beschädigten Weltmeeren zu verurteilen, so Duarte.

(L'essentiel/jd)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Daniel am 06.04.2020 23:47 Report Diesen Beitrag melden

    Der Klimawandel ist nicht aufzuhalten und findet sogar laut der europäischen Raumfahrtbehörde ESA auf dem Mars statt. Dennoch muß sich der Mensch nachhaltiger auf diesem Planeten verhalten und Ressourcen schonen. Was mich aber an vielen selbsternannten "Experten" stört sind deren Forderungen, die bei logischer Überlegung so gar nicht umsetzbar sein, z.B. werden bei der E-Mobilität immer die E-Autos bejubelt, die Probleme der Stromproduktion und des Transports zur Ladestation völlig ignoriert.

  • Maxim am 07.04.2020 11:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann et sou weidergeht wei fierdrunner dann rem net mei.

  • Pia am 07.04.2020 10:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ech wënschen et dem ganze Planéit!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Maxim am 07.04.2020 11:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann et sou weidergeht wei fierdrunner dann rem net mei.

  • Pia am 07.04.2020 10:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ech wënschen et dem ganze Planéit!

  • Léon am 07.04.2020 09:41 Report Diesen Beitrag melden

    Impossible l’être humain détruit tout ce qu’il touche au nom de l’argent ça c’est la réalité

  • Daniel am 06.04.2020 23:47 Report Diesen Beitrag melden

    Der Klimawandel ist nicht aufzuhalten und findet sogar laut der europäischen Raumfahrtbehörde ESA auf dem Mars statt. Dennoch muß sich der Mensch nachhaltiger auf diesem Planeten verhalten und Ressourcen schonen. Was mich aber an vielen selbsternannten "Experten" stört sind deren Forderungen, die bei logischer Überlegung so gar nicht umsetzbar sein, z.B. werden bei der E-Mobilität immer die E-Autos bejubelt, die Probleme der Stromproduktion und des Transports zur Ladestation völlig ignoriert.