Tiere des Drogenbosses

02. Dezember 2015 21:41; Akt: 02.12.2015 21:41 Print

Pablo Escobars Nilpferde bedrohen Dörfer

Seit dem Tod des kolumbianischen Drogenbosses ist dessen Nilpferdherde auf 60 Stück angewachsen – und völlig verwildert.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Giraffen, Strauße, Antilopen, Nashörner, Nilpferde: Der kolumbianische Drogenkönig Pablo Escobar, dem die Netflix-Serie «Narcos» gewidmet ist, betrieb auf seinem Anwesen Hacienda Napoles im kolumbianischen Puerto Triunfo einen ganzen Zoo. Nach Escobars Tod 1993 durften die Flusspferde bleiben – und vermehrten sich. 60 Tiere sollen es inzwischen sein.

Eine Dürre hat die Tiere jetzt aus dem Magdalena-Fluss gezwungen. Der Hunger trieb zwei der Nilpferde in die umliegenden Dörfer, wie BBC berichtet. Anwohner sichteten die beiden neben Rindern grasen und durch Ortschaften streunen (siehe Video unten).

6 Schwimmbecken, Autorennbahn, Stierkampf-Arena

Behörden warnen, sich den Säugetieren nicht zu nähern und diese nicht zu reizen. Biologen sollen die Nilpferde betäuben und an einen Ort bringen, wo die Tiere keine Gefahr für die Menschen darstellen – allenfalls auch im Ausland. Dafür haben die Spezialisten in den USA spezielle Betäubungsgewehre für 7000 Dollar gekauft. Weiter wollen die kolumbianischen Behörden die Bullen sterilisieren, um eine Ausbreitung der Tiere zu verhindern. Dazu soll konfisziertes Drogengeld verwendet werden.

Ursprünglich hatte sich Escobar vier Nilpferde aus Afrika für seine 63 Millionen Dollar teure Hacienda Napoles ins Land geschmuggelt, drei Weibchen und ein Männchen. 2007 sichteten die Anwohner zum ersten Mal ein Nilpferd außerhalb seines Anwesens.

Vier Nilpferde aus Afrika geschmuggelt

Neben dem Zoo gab es auf dem 3000-Hektar-Landsitz, den Escobar 1979 kaufte, 20 künstliche Seen, sechs Schwimmbecken, eine Autorennbahn, eine Stierkampf-Arena und eine Flugpiste. Für seinen Sohn ließ er Dinosaurierfiguren aufstellen.

Nachdem die Polizei den Kopf des Kokain-Imperiums erschoss, verwilderte das Anwesen, viele Tiere starben. 2008 verwandelte der Staat einen Teil der Hacienda Napoles in den größten Themenpark von Südamerika, die meisten Zootiere verlegte man in andere Tierparks. Die Flusspferde durften im Magdalena-Fluss bleiben.

Nilpferde in Doradal bei Puerto Triunfo:

(Quelle: Youtube)

(L'essentiel/cfr)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.