Kapitän fehlte

05. September 2019 11:00; Akt: 05.09.2019 13:47 Print

Passagier fliegt Easyjet-​​Maschine selbst

In Manchester hatte ein Easyjet-Flieger wegen Personalmangels Verspätung. Zufällig war ein Pilot an Bord, der mit seiner Familie in die Ferien wollte. Er übernahm kurzerhand das Steuer.

Im Flugzeug erklärte Bradley den Passagieren, dass er nach Alicante fliegen werde. (Video: Michelle Hannah Potts)

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Michael Bradley wollte am Sonntag eigentlich nur mit seiner Frau und seinem Sohn nach Alicante in die Ferien fliegen. Von Manchester aus sollte sie ein Easyjet-Flieger dorthin bringen. Doch am Flughafen musste die Familie feststellen, dass die Maschine nicht pünktlich abheben konnte, wie britische Medien berichten. Grund dafür: Wegen Personalmangels war kein Pilot da.

Seine Frau habe ihm einen Klaps gegeben und gesagt, der Flug habe zwei Stunden Verspätung, weil der Kapitän fehle, sagte Bradley zu «Manchester Evening News». Doch er ist selbst Pilot bei Easyjet.

«Oh, Ihr Pilot fehlt»

Also habe er beim Unternehmen angerufen und erklärt, dass er seine Lizenz und seine ID bei sich habe und wirklich gern in die Ferien fliegen möchte. Falls man ihn brauche, er sei bereit. «Sie sagten, sie rufen mich zurück», erklärte er später gegenüber den restlichen Passagieren die Planänderung. 38 Sekunden später sei der Rückruf gekommen und man habe ihn angefleht, das Flugzeug nach Alicante zu fliegen. Er sei zwar nicht in Uniform gekleidet, «aber wenn es für Sie okay ist, dass Ihr Pilot heute so aussieht, fliegen wir nach Alicante».

Bei den Passagieren löste Bradleys spontaner Einsatz Beifall aus. Er hatte ihnen gerade zwei Stunden Verspätung erspart. Eine Passagierin schrieb auf Facebook, dass ihr Flug als verspätet angezeigt wurde, als sie am Flughafen ankam. Dann stand plötzlich «Gate schließt». Sie habe sich beeilen müssen. Als sie dann am Gate fragte, was los sei, habe man ihr gesagt: «Oh, Ihr Pilot fehlt, aber ein Mann, der auf ihrem Flug ist, wird das Flugzeug fliegen.»

Was ist mit der Sicherheit?

Schuld an der Verspätung war ein Problem mit der Luftverkehrsüberwachung in Frankreich, wie ein Sprecher von Easyjet gegenüber den «Manchester Evening News» erklärt. Man sei sehr dankbar, dass Bradley angeboten habe, den Flug zu übernehmen. «So konnten die Kunden an ihr Ziel gelangen und es zeigt die Hingabe und das Engagement unserer Crew.» Die Sicherheit stehe an oberster Stelle, alles sei nach den Richtlinien abgelaufen, da Bradley seine Lizenz und seinen Ausweis dabei hatte. Außerdem sei er ausgeruht gewesen, da er schon vier Tage frei hatte. Trotzdem sei der Fall außergewöhnlich.

(L'essentiel/vro)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • kaa am 05.09.2019 16:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An deen Passagéier/Pilot hat genau deen type rating fir déi Maschinn?

  • Dan am 05.09.2019 14:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech kann mer virstellen, dass se do och selwer drun geduecht hun... Am Zweifel... den Mann muss jo och erem eng Kéier Heem^^

  • Peter Meier am 05.09.2019 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    Und wie kam der Flieger wieder von Alicante weg? Und wenn er nicht verrostet ist, dann steht er da noch heute?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • kaa am 05.09.2019 16:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An deen Passagéier/Pilot hat genau deen type rating fir déi Maschinn?

  • Dan am 05.09.2019 14:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech kann mer virstellen, dass se do och selwer drun geduecht hun... Am Zweifel... den Mann muss jo och erem eng Kéier Heem^^

  • Peter Meier am 05.09.2019 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    Und wie kam der Flieger wieder von Alicante weg? Und wenn er nicht verrostet ist, dann steht er da noch heute?

    • Schrauber am 05.09.2019 15:48 Report Diesen Beitrag melden

      Der wird dort zerlegt und kommt mit dem LKW zurück. Das wird ein Re-import für die EU,wie der Parmaschinken aus Holland.

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