Justice for «Justice»

06. Mai 2018 13:13; Akt: 06.05.2018 13:15 Print

Pferd verklagt seine frühere Besitzerin

Möglicher Präzedenzfall im US-Bundesstaat Oregon: Dort klagt eine Tierschutz-Organisation im Namen eines Pferdes gegen dessen frühere Besitzerin.

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Justice (dt. Gerechtigkeit) hieß früher Shadow und wird mit seinen acht Jahren wohl bald der außergewöhnlichste Kläger in den USA sein. Justice ist nämlich ein Pferd und wird seine frühere Besitzerin verklagen. Vor Gericht zieht das Pferd allerdings nicht selbst, sondern die Tierschutzorganisation «Animal Legal Defense Fund» tut es in seinem Namen, wie lokale Medien berichten.

Hengst Justice wurde im März 2017 vom Gelände von Gwendolyn V. gerettet. Die 51-Jährige ließ das Tier den ganzen Winter über ohne Unterstand und Futter im Freien. Die Folge: «Er war extrem abgemagert – ungefähr 140 Kilo unter dem Körpergewicht für ein Pferd», sagte Anwalt Matthew Liebman, der Justice vertritt, gegenüber dem TV-Sender ABC. Außerdem habe das Tier an einer Penis-Erfrierung gelitten, die monatelang unbehandelt geblieben sei.

100.000 Dollar gefordert

Justice hat sich inzwischen durch die Pflege von Tierschützern erholt, doch das Pferd wird wohl aufgrund seiner gesundheitlichen Schäden ein Leben lang auf Pflege und ärztliche Versorgung angewiesen sein. Dafür will der «Animal Legal Defense Fund» nun 100.000 US-Dollar von dessen früherer Besitzerin erstreiten. Diese empfindet die Klage als «empörend».

Doch die besondere rechtliche Lage im US-Bundesstaat Oregon könnte es es ermöglichen, dass Justice als Kläger anerkannt wird. Denn das Höchstgericht des Bundesstaates hat in einem früheren Urteil entschieden, dass Tiere geschädigte Opfer eines Verbrechens werden können. «So wie wir das sehen, haben Tiere bereits gesetzlich geschützte Rechte», sagt Tier-Anwalt Liebman und ist zuversichtlich.

(L'essentiel/chi)

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