Missbrauchsfall Lügde

04. Juli 2019 11:37; Akt: 04.07.2019 12:30 Print

Polizei ermittelt weiteren Verdächtigen

Die Polizei ermittelt im Zusammenhang mit dem hundertfachen Missbrauch von Lügde einen weiteren mutmaßlichen Täter. Erneut wird der Campingplatz durchsucht.

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Im Missbrauchsfall von Lügde gibt es einen neuen Beschuldigten. Der 57 Jahre alte Mann aus Steinheim bei Höxter sei durch eine Vernehmung eines minderjährigen Opfers in den Fokus der Ermittlungskommission «Eichwald» geraten, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Gegen ihn sei aufgrund der Zeugenaussage ein Verfahren wegen schweren sexuellen Missbrauchs eingeleitet worden.

Die Ermittler hatten am Mittwoch die Parzelle des Mannes auf dem Campingplatz in Lügde an der Grenze von Nordrhein-Westfalen zu Niedersachsen durchsucht. Die Durchsuchung werde am Donnerstag fortgesetzt, teilten sie mit. Dabei werde nach Beweismitteln gesucht.

Über Webcam zu Gewalttaten angestiftet

Der Strafprozess um den hundertfachen sexuellen Missbrauch von Kindern auf dem Campingplatz ging unterdessen am Donnerstag vor dem Landgericht Detmold weiter. Dabei sollten weitere Opfer und Angehörige vernommen werden. Zum Auftakt in der vergangenen Woche hatten alle Angeklagten Geständnisse abgelegt.

Vor Gericht stehen noch zwei Angeklagte, ein 56-Jähriger aus Lügde und ein 34-Jähriger aus Steinheim. Das Verfahren gegen einen dritten Angeklagten, einen 49-Jährigen aus dem niedersächsischen Stade, war am zweiten Verhandlungstag abgetrennt worden.

Die angeklagten Deutschen sollen ihre Opfer auf dem Campingplatz an der Landesgrenze zu Niedersachsen auch wiederholt vergewaltigt haben. Der 49-Jährige aus Stade soll an Webcam-Übertragungen teilgenommen haben und teilweise zu den Gewalttaten angestiftet haben. Bei den Ermittlungen waren mehr als 40 Opfer identifiziert worden. Angeklagt wurden die Gewalttaten gegen 34 minderjährige Opfer.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Julie am 05.07.2019 06:38 Report Diesen Beitrag melden

    Die Geschichte ähnelt der belgischen Dutroux, schlampige Polizeiermittlungen sind gewollt weil "wichtige" Persönlichkeiten am Skandal beteiligt sind, eine andere Erklärung gibt es kaum

Die neusten Leser-Kommentare

  • Julie am 05.07.2019 06:38 Report Diesen Beitrag melden

    Die Geschichte ähnelt der belgischen Dutroux, schlampige Polizeiermittlungen sind gewollt weil "wichtige" Persönlichkeiten am Skandal beteiligt sind, eine andere Erklärung gibt es kaum