Terror in Neuseeland

15. März 2019 06:59; Akt: 15.03.2019 21:09 Print

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In zwei Moscheen der neuseeländischen Stadt Christchurch sind Schüsse gefallen. Die Polizei bestätigt mehrere Todesopfer.

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Das Wichtigste in Kürze:

Bei einem Attentat auf zwei Moscheen in Christchurch starben mindestens 49 Menschen. Dutzende weitere wurden verletzt.

Große Teile der Stadt wurden abgeriegelt und Schulen geschlossen.

Vier Personen wurden festgenommen. Drei Männer und eine Frau. Nach jetzigem Kenntnistand gibt es keine weiteren Verdächtigen.

Nach jetzigem Kenntnistand gibt es keine weiteren Verdächtigen. Ein festgenommener Täter wird des Mordes angeklagt. Gegen zwei weitere Verdächtige wird ermittelt. Eine Person steht in keinem Zusammenhang mit den Angriffen.

Ein «Held» Ein Augenzeuge des Angriffs in der Linwood-Moschee sagte gegenüber nzherald.co.nz, ein junger Mitarbeiter habe sich einem Angreifer in den Weg gestellt. «Er, ein Held, sah eine Möglichkeit und konnte ihm die Waffe entreißen. Dann verfolgte er den Angreifer. Dieser konnte jedoch mit weiteren Personen in einem Wagen fliehen.» Von welchem Schützen die Rede ist, ist unklar.

Klimademo während Anschlag Im Zentrum von Christchurch fand zum Zeitpunkt des Anschlags gerade eine Schülerdemo für den Klimaschutz statt. Premierministerin Jacinda Ardern war vor Ort und lobte die Jugend für ihr Engagement. Später musste sie den Tag als einer der dunkelsten in der Geschichte Neuseelands deklarieren. Der Stadtrat richtete eine Hotline für besorgte Eltern ein, die nach ihren Kindern suchten.

Trump Auch US-Präsident Donald Trump hat in einem Tweet seine Anteilnahme ausgedrückt.

Queen Die Queen hat sich ebenfalls zum Terroranschlag in Neuseeland geäußert:

Noch kein Opfer identifiziert
Bisher ist keiner der Toten identifiziert. In der Masjid-al-Noor-Moschee waren zum Zeitpunkt des Anschlags Muslime aus aller Welt zum Gebet versammelt. Unter ihnen waren nach Angaben des indonesischen Außenministers Retno Marsudi sechs Indonesier. Drei von ihnen waren demnach in Sicherheit, nach den anderen wurde noch gesucht. Unter den Verletzten waren auch ein Saudi-Araber, zwei Malaysier sowie mehrere Jordanier.

Insgesamt 48 Verletzte wurden im Krankenhaus von Christchurch behandelt, darunter auch kleine Kinder. Andere Gläubige entkamen knapp dem Angriff. Unter ihnen waren Mitglieder des pakistanischen Kricket-Teams, deren Mannschaftsbus gerade bei der Moschee ankam, als die Schüsse fielen. Seine Spieler hätten gesehen, wie «blutende Menschen aus der Moschee kamen», berichtete Manager Khaled Mashud. Vorsichtshalber seien alle dann im Bus in Deckung gegangen.

Weitere Augenzeugen berichteten, dass einige der Opfer in der Hauptmoschee aus nächster Nähe erschossen wurden und unter den Toten auch Kinder sind.

Attentäter war offenbar in Pakistan
Einem Facebook-Eintrag zufolge, der jedoch nicht verifiziert ist, soll Brennton Tarrant erst vor wenigen Monaten nach Pakistan gereist sein. In dem Post beschreibt er Pakistan als wunderbaren Ort, an dem die gutherzigsten und gastfreundlichsten Menschen der Welt leben. Viele Touristen würden Pakistan jedoch meiden, weil es schwierig sei ein Visa zu bekommen. Er hoffe, dass die Regierung notwendige Veränderungen in die Wege leitet, damit mehr Menschen die Schönheit Pakistans erleben könnten. Der Großteil der Bevölkerung Pakistans sind Muslime.

Der Mann, der das Moscheen-Attentat auf Kamera festhielt, war einst Personal Trainer in Grafton, einer Stadt im australischen Bundesstaat New South Wales, wie ABC News berichtet. Er sei ein sehr engagierter Trainer gewesen, wie Gym Managerin Tracy Gray gegenüber dem Portal sagt. Bewohner von Grafton berichten, Brennton sei als ganz normaler, gücklicher Junge aufgewachsen.

Polizeieinsatz
Die Polizei ist derzeit bei einem Grundstück in Dunedin vor Ort, wie sie auf Twitter vermeldet. Dies ist ein Ort, der im Zusammenhang mit den Ereignissen in Christchurch stehe, heisst es weiter. Als Vorsichtsmassnahme wurden die Gebäude in der unmittelbaren Umgebung evakuiert.

Angehörige warten verzweifelt
Vor den angegriffenen Moscheen stehen verzweifelte Menschen, die nach ihren Angehörigen suchen. Die Polizei hat auf Twitter darauf hingewiesen, Tote oder Vermisste Personen in einem Formular zu melden.

Angeklagter
Die Person, gegen die wegen Mordes Anklage erhoben wurde, ist Ende 20. Laut der Polizei wurden zudem zahlreiche Waffen sichergestellt.

Todesopfer
41 Personen wurden in der Moschee im Stadtzentrum getötet, sieben weitere in der Linwood-Moschee. Eine Person starb im Krankenhaus.

Tat war gut geplant
Ob es einen zweiten Schützen gab, ist derzeit noch unklar. Die Polizei will keine Spekulationen kommentieren. Die Tat sei «sehr sorgfältig durchplant» gewesen.

Kinder verletzt
Unter den Verletzten seien auch Kinder, so Polizeikommissar Mike Bush.

49 Tote
An einer Pressekonferenz bestätigt die Polizei 49 Tote. Von den vier Verhafteten werde nur einer des Mordes angeklagt. Einer habe nichts mit der Tat zu tun, die anderen würden befragt. Unter den Verhafteten befindet sich auch eine Frau.

30 Tote in einer Moschee
Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern sagte gegenüber den Medien, dass in der Linwood-Moschee 10 Menschen starben, drei davon standen vor der Moschee. In der Masjid-al-Noor-Moschee im Stadtzentrum starben 30 Menschen. 20 Menschen wurden schwer verletzt. Man habe keinen Grund anzunehmen, dass es weitere Verdächtigte gibt.

Explosionen bei Zugstation
Eine Spezialeinheit der Polizei hat in Auckland zwei kontrollierte Explosionen veranlasst. Dafür wurde ein Bombenroboter eingesetzt. Wegen zwei verdächtiger Taschen musste die Zugstation Britomart evakuiert werden.

Fahnen auf Halbmast
Der australische Premierminister Scott Morrison lässt die Fahnen in seinem Land auf Halbmast wehen.

48 Verletzte

Auf keiner Watchlist
Laut Premierministerin Jacinda Arden standen die vier festgenommenen Tatverdächtigen nicht auf einer Terror-Watchlist.

Mindestens 40 Tote
Die Premierministerin hat die Zahl der Toten nach oben korrigiert: Mindestens 40 Menschen sind bei den Anschlägen ums Leben gekommen. Zunächst gingen lokale Medien von 27 Opfern aus.

Täter ist rechtsextremer Der Moschee-Angriff im neuseeländischen Christchurch ist nach Angaben des australischen Regierungschefs Scott Morrison von einem rechtsextremen Australier verübt worden. Der Angriff sei von einem «extremistischen, rechtsgerichteten, gewalttätigen Terroristen» verübt worden, sagte Morrison am Freitag. Dieser sei ein in Australien geborener Staatsbürger seines Landes.

Täter
Laut dem australischen Premierminister ist der Schütze Australier.

Neun Opfer
Die Angriffe waren in der Masjid-al-Noor-Moschee im Stadtzentrum und in einer Moschee im Vorort Linwood verübt worden. Örtliche Medien berichteten von bis zu neun Todesopfern.

Sprengsätze gefunden
Nach den Angriffen auf zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch sind vier Verdächtige festgenommen worden. Es handle sich um drei Männer und eine Frau, sagte Polizeichef Mike Bush. Bei den Angriffen habe es eine «bedeutende Zahl» an Todesopfern gegeben. An den Fahrzeugen der Angreifer seien Sprengsätze gefunden worden, die von der Armee entschärft worden seien.

Täter filmte Tat
Im Internet kursieren ein Video und verschiedene Botschaften, die angeblich vom Täter stammen. Zuverlässig überprüfen ließ sich das zunächst nicht. Darauf sind Waffen, zahlreiche verletzte Menschen sowie am Boden liegende Personen zu sehen. Wie örtliche Medien berichten, soll der Schütze seinen Angriff live gestreamt haben. Inzwischen wurden die Aufnahmen aus dem Netz entfernt.

Abgeriegelt
Die Stadt riegelte wegen der unklaren Lage alle staatlichen Gebäude ab. Neben Schulen wurden auch das Rathaus, die städtische Bücherei und Museen geschlossen. Bürgermeisterin Lianne Dalziel appellierte an die 350'000 Einwohner, die Innenstadt zu meiden. Dalziel sagte: «Alle sind geschockt. Ich hätte nie gedacht, dass so etwas hier passieren kann.»

Ministerpräsidentin
Neuseelands Ministerpräsidentin Jacinta Ardern spricht von einem der dunkelsten Tage für das Land. Sie könne die Zahl der Toten nicht beziffern, aber die Bilder zeigten, dass dies ein ernsthafter Vorfall sei. Die Polizei habe einen Verdächtigen verhaftet, aber es gebe möglicherweise noch weitere. Neuseeland sei die Heimat derjenigen Menschen, die Opfer der Attacke geworden seien. Zugleich sprach sie den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. Sie kündigte an, noch am Freitag selbst nach Christchurch zu fliegen.

Täter
Den Zeugen zufolge handelt es sich bei dem Täter um einen weißen Mann, der Helm und kugelsichere Weste trug. Mit seiner automatischen Waffe soll er immer wieder in die Menschenmenge geschossen haben.

Polizei warnt
Die Polizei sprach in einer Video-Nachricht, die über die sozialen Netzwerke verbreitet wurde, von einer «sehr ernsten und tragischen Serie an Ereignissen». Zugleich appellierte sie an die Bevölkerung, zuhause zu bleiben. Wegen der Gefahrenlage rief die Polizei für ganz Neuseeland dazu auf, keine Moschee zu betreten.

UPDATE - SERIOUS FIREARMS INCIDENT IN CENTRALGepostet von New Zealand Police am Donnerstag, 14. März 2019

Festnahmen
Der Polizei zufolge gab es auch eine Festnahme. Unklar blieb, ob es sich dabei um den mutmaßlichen Täter handelt und, ob es Komplizen gibt. Zur Festnahme hiess es weiter: «Wir haben eine Person in Gewahrsam. Aber wir sind nicht sicher, ob es da noch andere Leute gibt».

Die Schüsse fielen demnach in zwei verschiedenen Moscheen der Stadt mit 350.000 Einwohnern auf der Südinsel des Pazifikstaats.

Zwei Moscheen betroffen
Nach Augenzeugenberichten hatte ein Mann zunächst in einer Moschee in der Innenstadt um sich geschossen, wo sich Hunderte Muslime zum Freitagsgebet versammelt hatten. Später fielen auch noch in einer anderen Moschee Schüsse. Die Lage war auch Stunden nach den ersten Schüssen noch unklar.

Die ersten Schüsse fielen nach Augenzeugenberichten gegen 13.45 Uhr Ortszeit (01.45 Uhr MEZ). In der Moschee waren demnach mehr als 300 Gläubige.

Mehrere Tote
Bei einem bewaffneten Angriff auf Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch hat es nach Angaben der Polizei mehrere Tote gegeben. Ein Polizeisprecher bestätigte am Freitag «verschiedene Todesfälle». Genauere Zahlen nannte er allerdings nicht. Nach neuseeländischen Medienberichten wurden mindestens neun Menschen getötet.

(L'essentiel/uten/sda/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • svendorca am 15.03.2019 09:47 Report Diesen Beitrag melden

    einfach pervers,beim gang in die Moschee/Kirche niedergemetzelt zu werden..

Die neusten Leser-Kommentare

  • svendorca am 15.03.2019 09:47 Report Diesen Beitrag melden

    einfach pervers,beim gang in die Moschee/Kirche niedergemetzelt zu werden..