Unheimlich

17. Juni 2018 14:43; Akt: 17.06.2018 14:43 Print

Queen schenkt Harry und Meghan ein Spukhaus

Zur Hochzeit schenkte die Queen ihrem Enkel Harry und seiner Frau Meghan ein royales Spukhaus.

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Am 19. Mai gaben sich Prinz Harry und die ehemalige Schauspielerin Meghan Markle das Jawort. Die Großmutter von Harry, Queen Elizabeth II., hatte für die beiden ein außergewöhnliches Hochzeitsgeschenk: Das York Cottage, ein geschichtsträchtiges Haus auf dem Gelände der königlichen Residenz Sandringham House in der englischen Grafschaft Norfolk, dem Landsitz der Royals.

Der Geist eines verstorbenen Prinzen

Auf dem Gelände befindet sich neben dem York Cottage auch noch Anmer Hall, das Prinz William und Kate gehört. Das York Cottage war ursprünglich als «Bachelors Cottage» bekannt und beherbergte unverheiratete Gäste auf Sandringham.

Einer der Junggesellen im York Cottage war Prinz Albert Victor Christian Edward, Duke of Clarence and Avondale, kurz Prinz Eddy genannt. Er lebte gegen Ende des 19. Jahrhunderts im Landhaus – und verstarb auch dort.

Ausschweifender Lebensstil

Prinz Eddy hatte eine Neigung zu Alkohol, Tabak und Prostituierten, sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich schon in frühen Jahren, was nicht nur auf den Konsum diverser Drogen zurückzuführen war, sondern auch auf mindestens eine Geschlechtskrankheit.

Am 14. Januar 1892, nach seiner einwöchigen Geburtstagsparty, starb Prinz Eddy mit nur 28 Jahren an einer Lungenentzündung im York Cottage. Aus Trauer über den Tod ihres Sohnes beließ seine Mutter, Prinzessin Alexandra von Dänemark, sein Zimmer so, wie es bei seinem Tod war.

Das Wasser auf dem Nachttisch wurde regelmäßig aufgefrischt, die Seifen ausgetauscht. Das geht aus alten Aufzeichnungen über die Haushaltspflichten im York Cottage hervor. Die Prinzessin, die Eddy eigentlich hätte heiraten sollen, wurde seinem Bruder versprochen.

Der Geist der Vergangenheit

Prinzessin Maria von Teck und der jüngere Bruder von Prinz Eddy, George V., hatten sechs gemeinsame Kinder – und die konnten es laut Aufzeichnungen kaum erwarten, aus dem York Cottage auszuziehen. Der Geist des verstorbenen Prinz Eddy sei einfach zu präsent.

1963 starb George V. – und seit da hat niemand mehr im York Cottage gewohnt. Einige der Räume werden als Verwaltungssitz für das Sandringham Estate genutzt, der Rest ist offiziell ein Ferien-Landsitz. Dort wohnen wollte aber in den vergangenen 55 Jahren niemand.

(L'essentiel/mst)

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