Ausschreitungen in Berlin

01. August 2021 20:02; Akt: 01.08.2021 20:05 Print

«Querdenker» greifen Polizei an – 500 Festnahmen

Hunderte Impfgegner zogen am Sonntag durch Berlin. Dabei kam es zu mehreren Auseinandersetzungen mit der Polizei. Diese fuhr mit einem Wasserwerfer auf.

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In Berlin haben am Sonntag Tausende Menschen aus der «Querdenker»-Szene trotz Verbots gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Dabei kam es auch zu Angriffen gegen Einsatzkräfte. Dabei wurden laut der Berliner Polizei Absperrungen ignoriert und teilweise überrannt. Einsatzkräfte seien angegriffen worden, erklärte die Polizei.

Demonstrierende hätten versucht, die Polizeikette zu durchbrechen und Beamte herauszuziehen. Am Großen Stern drohte die Polizei demnach mit einem Wasserwerfer. Nach drei Lautsprecherdurchsagen löste sich die Versammlung dort auf, hieß es weiter. Schließlich zerstreuten sich die Demonstrantinnen und Demonstranten, so die Polizei Berlin auf Twitter.

Es drohen, bis zu 1000 Euro Strafe

Später hätten sich Gruppen im Stadtteil Schöneberg auf verschiedenen Straßen bewegt, dafür seien aber die Fahrbahnen nicht gesperrt worden. Die Polizei versuchte, «zeitnah den Verkehr zu regeln».

Die Beamten nahmen der «Bild»-Zeitung zufolge rund 500 Menschen fest. Die Einsatzkräfte hätten außerdem Platzverweise erteilt, Personalien aufgenommen und Anzeigen gefertigt. Die Teilnahme an einer verbotenen Versammlung sei eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 1000 Euro Bußgeld bestraft werden könne, wurde betont.

Versammlung war untersagt worden

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte am Samstag mehrere geplante Demonstrationen aus dem Kreis der «Querdenken»-Bewegung verboten. Gegen das Verbot einer der Veranstaltungen war auch ein Antrag auf den Erlass einer einstweiligen Anordnung beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingereicht worden, den dieses am Sonntag aber ablehnte.

Ein Autokorso war genehmigt worden, an diesem wollten die Protestler ursprünglich zu Fuß oder im Reisebus teilnehmen. Weil dies nicht ging, versammelten sie sich zunächst im Stadtteil Charlottenburg und zogen dann in Gruppen durch die Straßen der Stadt.

(L'essentiel/DPA/kle)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Valchen am 02.08.2021 17:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gesin Ech och esou!

  • Valchen am 01.08.2021 21:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dess Kéier, 15,000 ! Weivill sin Et der Nächsten Kéier?! Daat hält net op!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Valchen am 02.08.2021 17:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gesin Ech och esou!

  • Valchen am 01.08.2021 21:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dess Kéier, 15,000 ! Weivill sin Et der Nächsten Kéier?! Daat hält net op!

    • @Valchen am 01.08.2021 23:08 Report Diesen Beitrag melden

      Ben hier Politiker jo och net,se sollen et wéi de johnson maan a färdeg!!

    • Flummien am 02.08.2021 09:22 Report Diesen Beitrag melden

      Dofir mussen d'Politiker awer Réckgrad hunn an dat ass ganz selten ginn.

    • packtiech am 02.08.2021 12:07 Report Diesen Beitrag melden

      richteg Flummien!

    • Realist am 02.08.2021 14:52 Report Diesen Beitrag melden

      15.000 von 3,645 Millionen Einwohner in Berlin? Also 0,4 Prozent? Und wie viele von den 15.000 sind noch aus anderen Städten angereist?

    • @Realist am 02.08.2021 17:49 Report Diesen Beitrag melden

      Und?? Viele trauen sich nicht auf die Strasse um protestieren zu gehen...Also wer jetzt noch nicht merkt was läuft der kann nicht sehr intelligent sein!!!

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