Der Gesundheit zuliebe

09. August 2015 10:23; Akt: 09.08.2015 10:41 Print

Sagen Sie «Nein» zu dieser Wurst!

Kann man angebranntes Fleisch essen oder sollte man es besser wegwerfen? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Doch die Antwort darauf ist klar.

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Egal ob Bratwurst oder Steak: Gegrilltes Fleisch schmeckt einfach gut. Und einfach zuzubereiten ist es auch. Dennoch sollte man das brutzelnde Grillgut nicht allzu lange aus den Augen lassen: Schwitzt es auch nur ein paar Minuten zu lang auf dem Rost, wird es schwarz.

«Das macht doch nichts», sagen die einen. «Schneid das bloß weg, das gibt Krebs», retournieren die anderen, ganz empört. Einig werden sie sich die Parteien selten. Dabei hat nur eine Seite Recht.

Krebserregende Stoffe

Vor dem Verzehr sollte tatsächlich sämtlicher Russ entfernt werden. Denn beim Grillen von eiweißhaltigen Lebensmitteln wie Fleisch bilden sich – neben anderem – auch sogenannte heterozyklische aromatische Amine, die laut Forschern des Deutschen Krebsforschungszentrums im Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Dickdarmkrebs stehen.

In der Studie, an der rund 4500 Personen teilnahmen, litten diejenigen, die Gegrilltes gerne rassig mögen, doppelt so häufig an sogenannten Adenomen, Geschwülsten, die Darmkrebs ankündigen, als die, die schwarze Stellen grundsätzlich entfernen.

Die Menge machts

Eine weitere Gefahr geht vom Rauch aus, wie es in einem Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit heißt. Denn darin sind sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK, enthalten, die ebenfalls Krebs auslösen können. Sie entstehen beispielsweise, wenn Fett oder Marinade ins Feuer tropfen oder das Fleisch mit Bier abgelöscht wird.

Dennoch muss niemand aufs Gegrillte verzichten. Denn einerseits lassen sich die Schadstoffe mit einfachen Tricks reduzieren (siehe Box). Andererseits nimmt laut einem Bericht des Bundesamts für Gesundheit die Zufuhr der einzelnen Stoffe zu, aber die mittlere Gesamtbelastung des Menschen werde «nur bei ganz extremen Verzehrgewohnheiten deutlich erhöht».

In diesem Sinne: Guten!

(L'essentiel/fee)

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