Heisshunger-Attacken

02. März 2016 09:22; Akt: 02.03.2016 09:25 Print

Schlafmangel führt zu Fressflash wie beim Kiffen

Wer zu wenig schläft, ist nicht nur müde, sondern leidet auch unter Heißhunger. Schuld ist die Erhöhung des Pegels eines körpereigenen Cannabinoids.

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Schlaf ist nicht nur angenehm, sondern auch wichtig: Bekommt man zu wenig davon, sind beispielsweise geistige Leistungseinbussen die Folge. Außerdem erhöht Schlafmangel das Erkältungsrisiko drastisch.

Auch ist bekannt, dass Menschen, die sich zu wenig Ruhezeit gönnen, häufiger zu viele Kilos auf den Hüften haben und Fast Food gesunden Leckereien vorziehen. Dies, weil Schlafmangel jene Areale in unserem Gehirn hemmt, die uns zu vernünftigem Handeln befähigen. Die Belohnungszentren hingegen bleiben aktiv.

Schlafmangel wirkt wie Hasch

Das ist aber nicht der einzige Grund, wie Forscher der University of Chicago im Fachjournal «Sleep» berichten. Ihnen zufolge sorgt Schlafmangel für einen längerfristigen Anstieg des körpereigenen Cannabinoids 2-AG im Blut.

«Der Schlafmangel scheint das Endocannabinoid-System zu beeinflussen, also dasselbe System, an dem der aktive Bestandteil des Marihuanas ansetzt», schreibt Studienleiterin Erin Hanlon. Und ähnlich wie Haschisch die Esslust erhöht und zu wahren Fressorgien führen kann, scheint auch der Schlafmangel über einen erhöhten Spiegel des körpereigenen Cannabinoids 2-AG unseren Appetit zu manipulieren. Deshalb fällt es übermüdeten Personen schwer, diesen Gelüsten zu widerstehen.

(L'essentiel/fee)

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