Brunnen-Drama

28. Februar 2019 22:15; Akt: 28.02.2019 22:21 Print

Vorwürfe im Fall Julen: Sind die Retter schuld?

Böser Verdacht nach dem Brunnendrama in Spanien. Der kleine Julen soll erst durch die Arbeiten der Retter gestorben sein. Das behauptet ein neuer Bericht.

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Foto der Rettungsarbeiten. (Bild: picturedesk.com)

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Das Schicksal des zweijährigen Julen im spanischen Totalán hat ganz Europa schockiert. Er stürzte in ein 71 Meter tiefen Brunnenschacht. Nach zwei Wochen fieberhaften Arbeitens konnten ihn die Rettungskräfte nur noch tot bergen.

Ein erster Obduktionsbericht nach dem Unglück kam zu dem Ergebnis, dass Julen ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten hat. Zeitungen berichteten damals, dass der Zweijährige entweder sofort tot war oder noch am Tag des Sturzes gestorben sei. Der Aufprall habe ihn wohl getötet.

Widersprüchlicher Bericht

Dem widerspricht nun ein Bericht, den die Anwälte des Finca-Besitzers vorlegten, auf dessen Grundstück sich das Loch befand. Sie sehen die Schuld ausgerechnet bei jenen Menschen, die Julen zu retten versuchten.

Der Bericht will festgestellt haben, dass das Kind nicht durch den Sturz, sondern erst durch die Rettungsarbeiten starb. Aus den vorhandenen Informationen, beispielsweise Videoaufnahmen, könne man sich «erlauben anzunehmen», dass Julen «während der Rettungsarbeiten» starb.

Konkret hat der Bericht ein Werkzeug im Visier, das in den ersten Stunden nach Julens Sturz verwendet wurde. Mit einer Spitzhacke sollte ein Erdklumpen gelockert werden, der den Schacht blockierte: «Der Einsatz mit der Spitzhacke, insgesamt zehn Schläge, zwischen 17.30 Uhr und 21.00 Uhr am Unglückstag (Julen stürzte um 14 Uhr in den Schacht), ist das einzige, was die körperlichen Wunden am Kopf und am Schädel des Minderjährigen verursachen konnte», heißt es im Bericht. Auch schreibt der Bericht von «acht Haaren des Kindes, drei davon mit Wurzel», die an einer Spitze des Werkzeugs vorhanden gewesen sein sollen.

(L'essentiel/red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Saupreis am 28.02.2019 23:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieso sind jetzt mit mal die Retter Schuld? der Junge ist 70 Meter im freien Fall gefallen, und hat sich beim Aufprall das Genick gebrochen und sich schwere Kopfverletzungen zugezogen, so das er sofort starb.

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  • Menni am 28.02.2019 23:27 Report Diesen Beitrag melden

    Mars Sonden können wir sicher landen und steuern aber eine Rettungsaktion in tiefen Brunnen mit evtl Robotern, nix. Wenn über 20000 illegale Bohrlöcher in Spanien existieren, müsste man doch auch endlich über geeignete Hilfsmittel verfügen ... Auch Tieren werden diese Bohrlöcher zum Verhängnis! Sehr traurige Geschichte!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Menni am 28.02.2019 23:27 Report Diesen Beitrag melden

    Mars Sonden können wir sicher landen und steuern aber eine Rettungsaktion in tiefen Brunnen mit evtl Robotern, nix. Wenn über 20000 illegale Bohrlöcher in Spanien existieren, müsste man doch auch endlich über geeignete Hilfsmittel verfügen ... Auch Tieren werden diese Bohrlöcher zum Verhängnis! Sehr traurige Geschichte!

  • Saupreis am 28.02.2019 23:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieso sind jetzt mit mal die Retter Schuld? der Junge ist 70 Meter im freien Fall gefallen, und hat sich beim Aufprall das Genick gebrochen und sich schwere Kopfverletzungen zugezogen, so das er sofort starb.

    • Fonsi am 01.03.2019 08:43 Report Diesen Beitrag melden

      Richtig. Wovon soll der Junge denn die 2 Wochen gelebt haben falls er den Sturz überlebt hätte.

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