Analyse von 71.000 Proben

16. November 2021 21:03; Akt: 16.11.2021 21:09 Print

Schweden war Exporteur des Coronavirus

Die schwedische Corona-Strategie hat dazu beigetragen, dass das Virus in andere Länder getragen werden konnte.

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Schwedens zurückhaltende Corona-Strategie hat einer Studie zufolge dazu beigetragen, dass das Virus in andere Länder getragen werden konnte. Zu diesem Ergebnis kommen Forschende der Universität Uppsala in Schweden, des Norwegischen Instituts für öffentliche Gesundheit und der Universität Sydney in Australien. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift «Eurosurveillance» veröffentlicht.

«Schweden war im ersten Jahr der Pandemie ein Nettoexporteur des Sars-CoV-2-Virus in unsere nordischen Nachbarländer», sagte John Pettersson von der Universität in Uppsala am Dienstag dem schwedischen TV-Sender SVT. Das Land hatte zu Beginn im Gegensatz zu den anderen skandinavischen Ländern kaum Maßnahmen ergriffen, um eine Verbreitung des Virus zu stoppen. Die Folge waren hohe Ansteckungszahlen, die letztendlich auch die Mutation des Virus begünstigten.

Infektionsketten mit Ursprung in Schweden

Der Studie zugrunde liegt die Analyse von 71.000 Patientenproben, anhand derer eine Art genetischer Stammbaum für die Ausbreitung des Virus in den nordischen Ländern erstellt werden konnte. Es stellte sich heraus, dass Infektionsketten mit Ursprung in Schweden in mehreren Hundert Fällen die Landesgrenzen überschritten.

«Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Schwedens Eindämmungsstrategie einen Einfluss auf die epidemiologische Situation im Land und in der gesamten nordischen Region hatte», heißt es in der Studie. Man müsse allerdings berücksichtigen, dass Schweden – wie auch Dänemark – ein Transitland sei.

Schon früher Kritik aus den eigenen Reihen

Bereits im Juli 2021 äußerten sich schwedische Ärztinnen und Ärzte sowie Forschende kritisch über den von Schweden in der Pandemie eingeschlagenen Weg. In einem offenen Brief führten sie aus, dass der laxe Umgang mit dem Virus zu einer «beunruhigenden» Todesrate geführt habe. Man habe dem Rest der Welt ein Beispiel gegeben, wie man nicht mit einer tödlichen Infektionskrankheit umgehe.

(L'essentiel/fee/DPA)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marco P. am 16.11.2021 23:32 Report Diesen Beitrag melden

    In einer Krise suchen die Intelligenten nach Lösungen und die Dummen nach Schuldigen. Heute sind es ausnahmsweise die Schweden, weil sie auf Menschenverstand gesetzt haben. Morgen sind es wieder die "Nicht gegen Covid19 Geimpften". Ich gehe davon aus dass mehr Virusmaterial innerhalb Luxemburg und seinen Nachbarländern ausgetauscht wurde, als von Schweden aus in die Welt getragen wurde. 2009 Versagte die Politik und heute wiederholt es sich. Mit dem Unterschied, dass nach 2009 der größte Teil vom Impfstoff verbrannt wurde und heute dieser mit aller Gewalt an die Bevölkerung verabreicht wird.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Marco P. am 16.11.2021 23:32 Report Diesen Beitrag melden

    In einer Krise suchen die Intelligenten nach Lösungen und die Dummen nach Schuldigen. Heute sind es ausnahmsweise die Schweden, weil sie auf Menschenverstand gesetzt haben. Morgen sind es wieder die "Nicht gegen Covid19 Geimpften". Ich gehe davon aus dass mehr Virusmaterial innerhalb Luxemburg und seinen Nachbarländern ausgetauscht wurde, als von Schweden aus in die Welt getragen wurde. 2009 Versagte die Politik und heute wiederholt es sich. Mit dem Unterschied, dass nach 2009 der größte Teil vom Impfstoff verbrannt wurde und heute dieser mit aller Gewalt an die Bevölkerung verabreicht wird.

    • bada dum ts am 17.11.2021 11:05 Report Diesen Beitrag melden

      ja erlebe soviel gewalt an freitagen beim spaziergang abends,nicht zu fassen !!!!!!!!!!!marche blanche wird unterdrückt!!!!!!!!

    • Claude am 17.11.2021 12:51 Report Diesen Beitrag melden

      Oh Marco mer schwätzen nach eng Kéier wanns du vun der Intensivstatioun zreck bass.

    • packtiech am 17.11.2021 15:37 Report Diesen Beitrag melden

      Claude 98% vun den Infizéierten hun et iwwerliewt!

    • (D)Rob am 17.11.2021 17:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      ich bin einer davon und war nicht auf Intensivstation!

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