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04. Februar 2020 07:48; Akt: 04.02.2020 07:49 Print

Australisches Parlament gedenkt der Feuer-​​Opfer

Das australische Parlament hat in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause an die Opfer der seit Monaten wütenden Buschfeuer erinnert. Alle News im Ticker.

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Das Wichtigste in Kürze:

• In Australien wüten seit Monaten schwere Brände, besonders im Südosten des Kontinents.

• Mehr als 12 Millionen Hektar wurden zerstört.

• Mindestens 33 Menschen kamen ums Leben, Tausende Häuser brannten nieder.


Newsticker:

Dienstag, 4. Januar 2020

07.47 Uhr – «Schwarzer Sommer»: Australisches Parlament gedenkt der Feuer-Opfer

Das australische Parlament hat in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause an die Opfer der seit Monaten wütenden Buschfeuer erinnert. Premierminister Scott Morrison sprach am Dienstag in Canberra von einem «schwarzen Sommer». Im Publikum saßen Angehörige der Feuerwehrleute, die im Einsatz ums Leben gekommen waren.

Die Brände und die Gefahr seien noch nicht vorbei, so Morrison. «Der Rauch des verbrannten Buschlandes, der uns die Brust zugeschnürt hat, sagte uns, dass das alles nicht richtig war.» In seiner Rede zeigte sich Morrison sichtlich bewegt, als er über die Trauerfeier für einen Feuerwehrmann sprach. Der konservative Regierungschef war als Krisenmanager kritisiert worden, auch weil er mitten während der Brände Urlaub auf Hawaii machte. Als Kohle-Förderer geriet er in der Klimawandeldebatte unter Druck.

Insgesamt sind bei den Bränden in Australien seit September schon mehr als 12 Millionen Hektar Land verwüstet worden, etwa ein Drittel der Fläche Deutschlands. Mindestens 33 Menschen kamen ums Leben, Tausende Häuser wurden zerstört. Dutzende Feuer brennen noch immer, davon eines in der Nähe von Canberra.


Freitag, 31. Januar 2020

4.22 Uhr – Canberra ruft Notstand aus

Wegen der Buschbrände ist in der australischen Hauptstadt Canberra der Notstand ausgerufen worden. Der Chefverwalter der Hauptstadtregion, Andrew Barr, teilte am Freitag mit, der Notstand gelte so lange wie Canberra in Gefahr sei.

Mit dem Notstand werde das stärkstmögliche Signal an die Bevölkerung gesandt, dass sie sich und ihre Familien gegen die Feuer wappnen müssten. Die Meteorologen sagten für den späteren Freitag eine neue Hitzewelle in Canberra voraus, welche für eine weitere Ausbreitung der Feuer sorgen könnte.

Demnach könnten die Flammen Vororte der Hauptstadt mit insgesamt rund 400.000 Einwohnern erreichen. Es handelt sich um den ersten Notstand in der australischen Hauptstadtregion seit 17 Jahren. Damals zerstörten Feuer dort fast 500 Häuser.


Donnerstag, 30. Januar 2020

4.22 Uhr – Tanzender Feuerwehrmann

Ein tanzender australischer Feuerwehrmann hat im Internet eine wachsende Fangemeinde. Chris Rumpf aus dem von den aktuellen Bränden schlimm betroffenen Bundesstaat New South Wales stellte kurze Clips auf die Video-Plattform TikTok. Mehr als 500.000 Mal gab es für ihn ein «Gefällt mir». Er hat auch schon einige Kollegen mit seinem Tanzfieber angesteckt, wie in Videos zu sehen ist.

In einem BBC-Bericht erzählte Rumpf, dass es den Feuerwehrleuten zu schaffen macht, wenn sie im Einsatz Leuten begegnen, die durch die Brände alles verloren haben. Die Tanzvideos helfen nach seinen Worten, die Laune etwas zu heben. «Ich denke, das hat funktioniert.» Seine Feuerwehrstation schwärmte schon vor einigen Wochen auf Facebook vom Können ihres Kollegen. Und: «Wir lieben unseren Job und nehmen ihn ernst... aber wenn sich eine Möglichkeit auftut, zu tanzen...dann tanzen wir!»

@chrisrumpf

after a log week, time to head back to Grafton from our temp home of HMAS Albatross, thanks boys #firies #trending #foryourpage #bushfires2019 #frnsw

♬ Золото ( Rakurs & Ramirez Remix) - Kartashow/Мари Краймбрери

4.22 Uhr – Untersuchungen angkündigt

Der am schlimmsten von den Buschbränden betroffene australische Bundesstaat New South Wales will die Katastrophe offiziell untersuchen lassen – auch mit Blick auf die Rolle des Klimawandels. In den nächsten sechs Monaten sollen unabhängige Experten in die betroffenen Gebiete reisen. Es soll auch darum gehen, wie die Behörden auf die Brände vorbereitet waren und wie sie reagiert haben. Es sei wichtig, «jeden Stein umzudrehen», sagte die Regierungschefin des Bundesstaats, Gladys Berejiklian, am Donnerstag.


Dienstag, 28. Januar 2020

11.03 Uhr – Feuer nahe Canberra

Es gibt immer noch Feueralarm in Australien: Im Dorf Tharwa und entlang einiger Straßen südlich der Hauptstadt Canberra sind die Bewohner am Dienstag aufgerufen worden, sich sofort in Sicherheit zu bringen, da es in einem Nationalpark brannte. Bald werde es zu gefährlich zum Autofahren, warnte die Katastrophenschutzbehörde. Laut der Feuerwehr wird es einige Zeit dauern, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Es sollten auch Löschflugzeuge eingesetzt werden. Es brannten nach Behördenangaben etwa 4700 Hektar, eine Fläche von etwa 6600 Fußballfeldern.


Montag, 27. Januar 2020

5.22 Uhr – Schlechte Noten

Der australische Premierminister Scott Morrison hat für sein Krisenmanagement bei den Buschbränden schlechte Noten von den Wählern bekommen. In einer Umfrage lag die Zustimmungsrate für den Chef der konservativen Liberalen lediglich bei 32 Prozent, wie die Zeitung Sydney Morning Herald am Montag berichtete.

Die Regierungschefs der von den Feuern besonders betroffenen Bundesstaaten Victoria und New South Wales schnitten demnach deutlich besser ab: Daniel Andrews kam auf 58 Prozent Zustimmung, Gladys Berejiklian auf 55 Prozent. Auffällig auch: 62 Prozent der Befragten meinten, die australische Regierung unternehme nicht genug gegen den Klimawandel – laut der Zeitung waren das etwas mehr als im März 2019.


Freitag, 24. Januar 2020

5.06 Uhr – Sechs Feuerwehrleute verunfallt

In Australien sind sechs Feuerwehrleute bei einem Unfall im Einsatz gegen die Buschfeuer schwer verletzt worden. Ihr Löschfahrzeug verunglückte am Donnerstagabend in Eurobodalla im Bundesstaat New South Wales, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Die sechsköpfige Besatzung konnte noch selbst aus dem Feuerwehrauto steigen. Die Verletzungen seien nicht lebensgefährlich, hieß es weiter. Die Feuerwehrleute wurden in ein Krankenhaus gebracht.


Donnerstag, 23. Januar 2020

7.28 Uhr – Absturz

Beim Absturz eines Löschflugzeugs im Brandgebiet von Australien sind nach Behördenangaben drei Menschen ums Leben gekommen. Das Flugzeug sei nahe Cooma etwa 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Canberra verunglückt, sagt der Feuerwehrchef Shane Fitzsimmons am Donnerstag vor Reportern. Zuvor hatten Hubschrauber bei der Suche nach der vermissten Maschine in den Bergen des Bundesstaats New South Wales geholfen.

Ein Löschflugzeug im Einsatz. (Symbolbild)

5.31 Uhr – Canberras Flughafen geschlossen

Bei den Buschbränden in Australien gibt es noch keine Entwarnung. Der Flughafen der Hauptstadt Canberra musste wegen der nahen Feuer am Donnerstag schließen. Es landeten oder starteten keine Flugzeuge mehr, wie die staatliche Katastrophenschutzbehörde mitteilte.

Im Süden des Flughafens brannte ein Feuer, für das der Notfall ausgerufen wurde. Die Bewohner in mehreren Vororten der Stadt im Südosten des Kontinents sollten Schutz suchen, hieß es. Der Flughafen von Canberra wird eher für Inlandsflüge genutzt. Das wichtigste Drehkreuz Australiens ist Sydney.

Der Brand hatte am Mittwoch begonnen. Grasflächen auf beiden Seiten des Flughafens fingen Feuer. Es herrschten zudem starker Wind und Hitze von mehr als 40 Grad. Der Terminal musste laut dem Flughafen aber nicht evakuiert werden. Am Donnerstag brach ein weiteres Feuer in der Nähe aus, für das eine tiefere Warnstufe galt.

Die Feuerwehr von Canberra – dort leben rund 390.000 Menschen – warnte, dass das Feuer für alle gefährlich sei. Für viele Menschen sei es zu spät, die Gegend zu verlassen, sie sollten sich einen sicheren Ort suchen. Autofahren sei extrem gefährlich und könne tödlich enden.


Mittwoch, 22. Januar 2020

11.16 Uhr – Spinnen im Anmarsch

Nach Buschbränden, Überflutungen und golfballgroßen Hagelkörnern jetzt auch noch das: Wie der Australian Wildlife Park in New South Wales am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite schreibt, seien die Bedingungen durch die nassen Tage gefolgt von heißem Wetter zurzeit perfekt für die Trichternetzspinne. Die Aktivität der Tiere, die sehr giftig sind, sei in den letzten Tagen markant angestiegen. Ein Biss kann auch für den Menschen tödlich enden.

0.17 Uhr – Jagdhunde spüren hilflose Koalas auf

Speziell ausgebildete Hunde helfen zurzeit, überlebende Koalas in Australiens Buschbrandgebieten ausfindig zu machen. Erste Einsätze zeigten laut der Umweltschutzorganisation WWF, dass die Hunde dabei wesentlich schneller sind als Menschen. Helfer installieren dann Wasserspender, damit die Koalas versorgt sind. Koalas gehören zu den Symboltieren Australiens und sind von den Bränden besonders bedroht. Sie leben auf Bäumen, ernähren sich ausschließlich von energiearmem Eukalyptus und sind deshalb meist träge und zu langsam, um vor Flammen zu fliehen.

In einem Wald nahe der Ortschaft Maryvale im Bundesstaat Queensland sind die beiden Jagdhunde der Rasse English Springer Spaniel mit den Namen Taz und Missy im Einsatz. Insgesamt sollen bei den australischen Feuern schon mehr als eine Milliarde Tiere umgekommen sein. Das volle Ausmaß der Schäden ist wohl bis zum Abklingen der Brände nicht abschätzbar.


Montag, 20. Januar 2020

7.15 Uhr – Golfballgroße Hagelkörner

In Australien spielt das Wetter verrückt. Starker Regen und Gewitter sind über Teile der Brandgebiete im Südosten Australiens gezogen. In der Hauptstadt Canberra gingen am Montag stellenweise Hagelkörner so groß wie Golfbälle nieder, ähnlich wie am Vorabend in Melbourne.

Autos und Häuser wurden demoliert. Das Wetteramt warnte am Montag vor heftigem Wind und schweren Gewittern für Regionen in den Bundesstaaten New South Wales, Victoria und Queensland. Auch Sturzfluten seien möglich. Bei den Buschfeuern, die seit Monaten wüten, starben seit September 29 Menschen.


Samstag, 18. Januar 2020

1.57 Uhr – Millionenhilfe für Tourismus

Nach den verheerenden Buschbränden greift die australische Regierung der heimischen Tourismusbranche mit Millionen-Geldern unter die Arme. Dies kündigte sie am Sonntag an. Für den Wiederaufbau des Fremdenverkehrs, der vor der «größten Herausforderung der Geschichte» stehe, seien 76 Australische Dollar (rund 48 Millionen Euro) vorgesehen, sagte Regierungschef Scott Morrison.

Das Geld stamme aus einem eigens ins Leben gerufenen nationalen Fonds für den Wiederaufbau nach den Buschbränden, der einen Umfang von zwei Milliarden Dollar hat. Bereits vor wenigen Tagen hatte Morrison 50 Millionen Dollar aus diesem Fonds dem Schutz der Tierwelt gewidmet.

Der australische Tourismus befürchtet in diesem Jahr nach Berechnungen der Verbände Einbußen von rund 4,5 Milliarden Australischen Dollar (2,8 Milliarden Euro) durch die verheerenden Buschbrände.


Freitag, 17. Januar 2020

21.59 Uhr – Heftiger Regen

Das seit Monaten von Dürre und riesigen Bränden heimgesuchte Australien kämpft nun auch mit Wetterextremen anderer Art. Heftiger Regen überflutete am Samstagmorgen im Bundesstaat Queensland mehrere Autobahnen und Straßen, wie die Polizei mitteilte.

In einigen Gegenden fielen demzufolge bis zu 33 Zentimeter Niederschlag. Das Wetterbüro warnte vor lebensgefährlichen Springfluten. An der Goldküste südlich von Brisbane mussten zwei Menschen aus den Fluten gerettet werden.

Regen alleine reicht nicht

In Queenslands südlichem Nachbarstaat New South Wales fiel in nördlichen Gegenden ebenfalls Regen, er begünstigte die Löscharbeiten vieler der 75 derzeit im Staat lodernden Buschfeuer. 25 der Brände seien aber weiter außer Kontrolle, teilte die Feuerbehörde von New South Wales, RFS, mit.

Das extreme Regenwetter hatte auch Folgen für die Kandidaten der RTL-Dschungelshow «Ich bin ein Star, holt mich hier raus!». In der live aus Australien ausgestrahlten Folge bekamen die C-Promis am Samstagmorgen (Ortszeit) den Dauerregen und die Unwetter zu spüren. Das Lager wurde überspült. Die Camper mussten mehrere Stunden in kleinen Holzhütten verbringen, auch die Brücken auf der Anlage waren gesperrt.


Donnerstag, 16. Januar 2020

12.20 Uhr – Freude über Regen

Der Regen hat die Brände in der betroffenen Region eingedämmt. Darüber freut sich nicht nur die Feuerwehr, sondern auch ein Farmer. Im Video, das sein Sohn auf Reddit veröffentlicht hat, feiert er den Niederschlag.

Rain in Australia! Woohoo! from r/Damnthatsinteresting

3.10 Uhr – Regen und Gewitter

Starke Gewitter mit heftigen Regenfällen haben am Freitag die Buschbrände an der australischen Ostküste im Zaum gehalten. Die Niederschläge sorgten zudem für etwas Erleichterung bei den Landwirten, die unter der anhaltenden Dürre leiden.

Der Regen in den Bundesstaaten Victoria, New South Wales und Queensland, die zu den am stärksten betroffenen Gegenden zählen, soll laut Vorhersagen noch das ganze Wochenende anhalten.

Die Niederschläge löschen laut Feuerwehr zwar nicht alle Brände, helfen aber dabei, sie einzudämmen. «Wir drücken die Daumen, dass das in den kommenden Tagen so weitergeht», twitterte die Feuerwehr von New South Wales.


Donnertag, 16. Januar 2020

7.40 Uhr – Tod durch Trinken

Das traurige Schicksal von Koala Arnie soll Menschen darauf aufmerksam machen, wie den Tieren auf die richtige Weise zu helfen ist. Arnie erlitt kleine Verbrennungen an den Pfoten, was ihn nicht getötet hätte. Es war die Art und Weise, wie Menschen ihm zu trinken gaben: nämlich aus ihren Trinkflaschen, wie unter anderem Daily Mail berichtet. Das Wasser geriet in die Lungen des Tieres, was zu einer Lungenentzündung und schließlich zu seinem Tod geführt hat.

Wenn jemand einem Koala etwas zu trinken geben wolle, solle er das Wasser in eine Schüssel füllen, sodass das Tier mit dem Kopf nach unten trinken könne. Dies sei der sichere Weg. Normalerweise würden die Tiere den größten Teil ihres Flüssigkeitsbedarfs mit den Verzehr von Eukalyptusblättern decken. Mit den extrem heißen und trockenen Bedingungen, die wegen der Waldbrände herrschen, sei ihr Wasserbedarf jedoch höher.


Mittwoch, 15. Januar 2020

3.48 Uhr – Autralien Open

Wegen starker Rauchbelastung infolge der Buschbrände haben sich auch am Mittwoch wieder Spiele der Qualifikationsrunde für die Australian Open in Melbourne verzögert. Der Beginn der Matches wurde um mindestens drei Stunden nach hinten verschoben.

Trainingseinheiten waren ebenfalls betroffen, wie die Organisatoren gleichentags mitteilten. Die Luftbedingungen würden laufend kontrolliert und weitere Entscheide nach Rücksprache mit Medizinern, Wetterexperten und Umweltschutzbehörden getroffen, hieß es zudem in einem Tweet.


Dienstag, 14. Januar 2020

13.54 Uhr – Rauchwolken

Mit einer Satelittenflotte hat die Nasa die Rauchwolken der lodernden Brände in Australien analysiert. Wie es von der Raumfahrtbehörde heißt, sei es wahrscheinlich, dass die Rauchwolken eine «vollständige Runde» um den Globus machen. Die Rauchwolken von Ende Dezember seien bereits auf dem halben Weg über die Erde gereist und hätten die Luftqualität in anderen Ländern negativ beeinträchtigt. In Neuseeland wurden mehrere Gletscher in Folge der Buschfeuer braun. In Südamerika wurde die Sonne rot gefärbt.

9.44 Uhr – Hilfe abgelehnt

Die Wetterkarte sagt in den nächsten Tagen Regen voraus. Für die staatliche Feuerwehr ein Hoffnungsschimmer, wie die State's Rural Fire Service auf Twitter schreibt: «Für uns wäre Regen wie Geburtstag, Weihnachten, Jahrestag und Hochzeitstag zusammen.»

8.28 Uhr – Hilfe abgelehnt

Wie Die Presse schreibt, hat Australien die Hilfe von europäischen Feuerwehrleuten im Kampf gegen die verheerenden Buschbrände vorerst abgelehnt. EU-Kommissar Maros Sefcovic teilte dies am Montag im Europaparlament mit. Laut australischer Regierung sei eine Unterstützung derzeit nicht nötig.

7.26 Uhr – Luft sehr ungesund

Die Brände auf dem Kontinent haben die Luftqualität von Melbourne rekordverdächtig schlecht gemacht. Für die Bewohner war es der zweite Tag in Folge mit besonders dicker Luft. Ihnen wurde geraten, drinnen zu bleiben. Der Qualm löste im Stadtgebiet Feuermelder aus. Fernsehbilder zeigten, dass die Leute Schutzmasken trugen.

Über Nacht sei die Luft in Melbourne «weltweit am schlechtesten» geworden, sagte der zuständige Gesundheitsbehörden-Chef Brett Sutton am Dienstag Reportern. Laut der internationalen Datenbank IQ Air war die Luft in Australiens zweitgrößter Stadt «sehr ungesund».

4.38 Uhr – Schlechte Luft am Australian Open

Die Qualifikationsspiele sowie Trainingseinheiten im Rahmen der Australian Open sind aufgrund der schlechten Luftqualität vorübergehend unterbrochen worden. Der Rauch der in Australien wütenden Buschbrände hüllte den Austragungsort Melbourne am Vormittag in dichten, grauen Dunst. Tennis Australia erklärte, dass sich die Bedingungen vor Ort verbessern und ständig überwacht würden.

«Weitere Entscheidungen werden anhand von Daten vor Ort und in enger Abstimmung mit unserem medizinischen Team, dem Bureau of Meteorology und Wissenschaftlern der EPA Victoria getroffen.»

Die Umweltschutzbehörde (EPA) hielt die Bewohner der Stadt dazu an, drinnenzubleiben und Fenster geschlossen zu halten. Die Turnierveranstalter gaben vergangene Woche bekannt, dass das Turnier im «unwahrscheinlichen Fall extremer Rauchbedingungen» auf die drei überdachten Stadien und acht Hallenplätze des Melbourne Parks beschränkt würde.


Montag, 13. Januar 2020

13.24 Uhr – Futter vom Himmel

Weil das Futter in gewissen Teilen von Australien aufgrund der Waldbrände knapp wird, füttern Wildhüter unter anderem Wallabys mit Karotten und Süßkartoffeln aus der Luft.

7.03 Uhr – Größtes Feuer unter Kontrolle

Die Feuerwehr in Australien hat nach langem Kampf den größten der dort seit Monaten tobenden Buschbrände unter Kontrolle gebracht. Die Feuerwehr im Bundesstaat New South Wales teilte am Montag mit, sie habe das gigantische «Gospers Mountain Fire» nahe der Millionenmetropole Sydney eingedämmt.

Das Feuer war Ende Oktober im Wollemi-Nationalpark ausgebrochen. Es schloss sich mit anderen Feuern zu einem Mega-Brand zusammen und vernichtete eine Fläche von mehr als 800.000 Hektar – eine Fläche größer als Österreich.

6.32 Uhr – Premier unbeliebt wie nie

Der australische Premierminister Scott Morrison hat während der seit Monaten tobenden Buschbrände deutlich an Popularität verloren: Die Zustimmungswerte sind so tief wie nie in seiner anderthalbjährigen Amtszeit.

Seit Anfang Dezember fielen sie um 8 Punkte auf 37 Prozent, wie aus einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage der konservativen Zeitung The Australian hervorgeht. Oppositionsführer Anthony Albanese von der Labor-Partei überholte den Chef der konservativen Liberalen: 46 Prozent der Befragten hätten lieber ihn als Premier.

Der 51-Jährige steht derzeit wegen seines Krisenmanagements in der Kritik. Während der Feuer reiste Morrison in die Ferien nach Hawaii, bei einem Besuch im Brandgebiet wurde er als Idiot beschimpft. Auch in der Klimawandel-Debatte gerät der Förderer der Kohleindustrie zunehmend unter Druck. Demonstranten hatten vergangene Woche unter anderem seinen Rücktritt gefordert, bei Twitter lautete dazu ein Schlagwort «SackScomo» («FeuertScoMo»).

Morrison reagierte in einem Fernsehinterview am Wochenende: Er sehe nun ein, dass der Klimawandel auch Auswirkungen habe und für längere, heißere und trockenere Sommer verantwortlich sei. Er deutete eine Änderung der Politik an, um Emissionen zu reduzieren. Außerdem sagte Morrison dem Sender ABC, im Nachhinein wäre er nicht in den Hawaii-Urlaub gegangen.


Sonntag, 12. Januar 2020

20.37 Uhr – Trick der Aborigines

Eine 50.000 Jahre alte Technik könnte Katastrophen dieses Ausmaßes künftig verhindern – und zwar die Verbrennungspraktik der Aborigines. Wie Bill Gammage, ein Professor der Australian National Universtity, gegenüber CNN erklärt, würden die Aborigines jeweils aktiv kleine, nicht allzu intensive Brände legen und das Land so von potenziellen Brandquellen befreien. Die kleinere Intensität der Brände würde die Auswirkungen auf Insekten und Tiere, die das Land bevölkern, vermindern und die Bäume sowie deren Blätter schützen.

Laut Gammage kommt es darauf an, zu spüren und zu wissen, wann man ein Feuer legt, wie lange es brennen darf und dass man die Wetterbedingungen einschätzen kann. Er habe beobachtet: «In jenem Teil des Landes, in dem die Aborigines das Sagen haben, gibt es keine großen Brände», so Gammage.

Der Klimawandel werde künftig Brände begünstigen. Deshalb sei es wichtig, bei den Ureinwohnern zu lernen, wie man sein Land besser bewirtschaften und pflegen kann.

11.44 Uhr – Petition

Auf Change.org wurde eine Petition lanciert, die fordert, dass Koalas nach Neuseeland übergesiedelt werden sollen. So soll verhindert werden, dass die Population weiter abnimmt. Bisher haben über 4000 Menschen unterschrieben, wie Stuff berichtet. Die Idee erntet jedoch nicht nur Beifall: In der Vergangenheit hat das Ansiedeln australischer Tiere in Neuseelands Wildnis große Schäden angerichtet. So wurden im 19. Jahrhundert etwa Opossums ausgesetzt, die als Nahrungs- und Pelzquelle dienen sollten. Heute gelten die Tiere als Plage, da sich ihre Population explosionsartig erhöht hat.

(Bild: Getty Images)

11.03 Uhr – Megafeuer unter Kontrolle

Nach zweieinhalb Monaten hat die Feuerwehr nach eigenen Angaben einen der riesigen Brände im Südosten Australiens unter Kontrolle gebracht. Das von einem Blitzeinschlag ausgelöste «Megafeuer» nordwestlich von Sydney hatte seit Ende Oktober auf einer Fläche von mehr als einer halben Million Hektar gewütet.

Bis die Flammen eingedämmt worden seien, habe es wegen ungünstiger Wetterbedingungen länger gedauert als erwartet, schrieb die örtliche Feuerwehr von Hawkesbury auf Facebook. Dank des Einsatzes der schwer arbeitenden Mannschaft sei es am Sonntag gelungen.

Eine Entwarnung ist diese Meldung aber nicht: Die Buschfeuer-Zeit werde noch einige Monate dauern, schreibt die Feuerwehr.

2.19 Uhr – Scott Morrison

Der wegen seines Umgangs mit der Katastrophe in der Kritik stehende australische Regierungschef Scott Morrison kündigte am Sonntag an, die Regierung erwäge die Einrichtung einer Untersuchungskommission zu den Bränden. «Ich denke, das wird nötig sein», sagte er dem Sender ABC. Er werde entsprechende Schritte einleiten.

Morrison, ein entschiedener Verfechter fossiler Energien, kündigte auch an, die Emissionsziele würden «sich entwickeln». Eine Verringerung der umfangreichen Kohleexporte seines Landes schloss er aber aus.

Australiens Regierungschef Scott Morrison. (9. Januar 2020) (Bild: Keystone/Mick Tsikas)

«In den kommenden Jahren werden wir unsere Politik auf diesem Gebiet, die Emissionen noch weiter zu reduzieren, weiter entwickeln», sagte Morrison. Dies werde «ohne CO2-Steuer, ohne Strompreiserhöhung und ohne Stilllegung der traditionellen Industrien» geschehen.

Zuletzt hatte es in Australien vermehrt Proteste gegen die Politik Morrisons gegeben. Am Freitag gingen in Sydney und Melbourne erneut zehntausende Menschen auf die Strassen und forderten die Regierung auf, mehr gegen die Klimaerwärmung zu unternehmen und Australiens massiven Kohleexport zurückzufahren.

2.17 Uhr – Feuerwehrmann stirbt

In Australien ist am Samstag ein Feuerwehrmann beim Kampf gegen die verheerenden Waldbrände ums Leben gekommen. Damit stieg die Zahl der Opfer auf mindestens 27. Der Feuerwehrmann starb im Einsatz im Bundesstaat Victoria, wie die Behörden mitteilten. Er wurde vermutlich während der Löscharbeiten von einem Baum erschlagen.


Samstag, 11. Januar 2020

7.05 Uhr – «Immense Gefährdung»

Die Gesundheit der von den Buschbränden in Australien betroffenen Bevölkerung dürfte aus Sicht eines deutschen Arztes nicht nur wegen des Rauchs leiden. Auch die extreme Hitze könnte den Menschen zu schaffen machen. Rauch plus Hitze sei «eine immense gesundheitliche Gefährdung», sagte der Lungenspezialist Leif Sander von der Charité in Berlin. «Extremtemperaturen sind eine zusätzliche Belastung, vor allem für chronisch kranke Patienten.»

Die Feuer in Australien führten dazu, dass in der Küstenmetropole Sydney die berühmte Oper von Rauch umhüllt war. Die Luft war nach Angaben der Gesundheitsbehörden zum Teil bedrohlich schlecht. In der rund 300 Kilometer entfernten Hauptstadt Canberra trugen die Menschen Schutzmasken. Die Rauchfahne erreichte Anfang der Woche sogar das 11 000 Kilometer entfernte Chile und Argentinien.

«Was man weiß, ist, dass sich während solcher Ereignisse mehr Menschen im Krankenhaus vorstellen, dass sich Beschwerden verschlimmern und dass solche Ereignisse gesundheitliche Langzeiteffekte haben können», sagte Sander. Letzteres gelte vor allem für ungeborene Kinder und Kleinkinder. (SDA)

7.00 Uhr – Mega-Brand

Die hohen Temperaturen und starker Wind machen den Feuerwehrleuten in den Brandgebieten Australiens weiterhin schwer zu schaffen. An den Grenzen der beiden Bundesstaaten New South Wales und Victoria vereinten sich in der Nacht auf Samstag drei Brände zu einem «Mega-Brand», der eine Fläche von mehr als 600.000 Hektar umfasste.

In einigen der von den verheerenden Buschbränden betroffenen Gebieten erreichten die Temperaturen am Freitagabend 44 Grad, Windgeschwindigkeiten von 90 Kilometern wurden dazu registriert. Ab Samstag allerdings wurde eine Abkühlung erwartet.

In der Nacht auf Samstag mussten Bewohner der Stadt Wodonga wegen der Brände in Sicherheit gebracht werden. In New South Wales waren mehr als 3500 Feuerwehrleute im Einsatz. Dort loderten am Samstagmorgen noch immer über 140 Brände. (SDA)

4.36 Uhr – Blue Montains

Mark Greenhill, Bürgermeister der Region Blue Mountains, westlich von Sydney, ist zum ersten Mal seit langem wieder glücklich, schreibt er auf Facebook. «Da fällt komisches Zeug vom Himmel! Regen!» Zwar würde es in den Blue Mountains immer noch brennen, «wir haben vermutlich noch ein paar anstrengende Tage vor uns. «Aber für den Moment, genießt den Regen.»

Gepostet von Mayor Mark Greenhill am Freitag, 10. Januar 2020


Freitag, 10. Januar 2020

12.24 Uhr – Bier-Nachschub

Die Küstenstadt Mallacoota, im Bundesstaat Victoria, ist wegen den Buschfeuern von der Aussenwelt abgeschnitten. Trotzdem ist für Bier-Nachschub gesorgt. Neben Lebensmitteln erhielten die Einwohner auch 3000 Liter Bier, wie der Nachrichtensender CNN meldet. Eine Brauerei sorgte für die Bierversorgung, als bekannt wurde, dass dem lokalen Pub das Bier ausgeht.

10.02 Uhr – Notfall-Alarm

Im Südosten Australiens haben 240.000 Menschen per Handy einen Notfall-Alarm erhalten. Wer noch könne, solle die betroffenen Gebiete verlassen, sagte der Katastrophenschutz-Leiter des Bundesstaats Victoria, Andrew Crisp, am Freitag.

In solchen Textnachrichten erfahren die Bewohner, welche Orte von Evakuierungen betroffen sind und ob sie vor den Flammen fliehen müssen. In dem Staat mussten bereits in der vergangenen Woche 67.000 Menschen ihre Häuser verlassen.

7.16 Uhr – DiCaprio gibt 3 Millionen

Leonardo DiCaprio reiht sich in die Gruppe von Stars, welche Australien mit einer großzügigen Spende unterstützen möchten. Drei Millionen Dollar wir seine Umweltorganisation «Earth Alliance» als finanzielles Hilfsmittel zur Brandbekämpfung beisteuern. Dafür sei der «Australia Wildfire Fund» lanciert worden, teilt die Organisation auf Social Media mit.

04:31 Uhr – «Weit entfernt vom Ende dieser Krise»

Durch eine erneute Hitzewelle und starken Wind drohen die ohnehin verheerenden Buschfeuer in Australien noch einmal angefacht zu werden. Premierminister Scott Morrison sagte am Freitag, in den östlichen Bundesstaaten werde ein schwieriger Tag erwartet. «Wir sind weit entfernt vom Ende der Krise und dieser Katastrophe.»

Vorhergesagt wurden für Freitag Höchsttemperaturen von 40 Grad und mehr, dazu wurde Wind mit Geschwindigkeiten von 90 Kilometern pro Stunde erwartet. Betroffen davon sollen vor allem ländliche Gebiete sein, wo die Brände bereist seit Weihnachten wüten.

04.24 Uhr – 240.000 Menschen evakuieren

Australische Behörden haben wegen der verheerenden Waldbrände 240.000 Menschen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Am Freitag wird vielerorts wieder mit Temperaturen von über 40 Grad und wechselnden Winden gerechnet. Das könnte die mehr als 150 Feuer an der Ostküste weiter anheizen. 27 Menschen sind den Bränden bereits zum Opfer gefallen, Tausende haben ihre Häuser verloren. «Wer kann, sollte gehen», sagte Andrew Crisp, der die Rettungsmassnahmen im Bundesstaat Victoria verantwortet.


Donnerstag, 9. Januar 2020

16.30 Uhr – Fight Fire With Money

Auf Facebook verkündeten die Metal-Ikonen von Metallica, dass sie gemeinsam mit der Stiftung «All Within My Hands» rund 500.000 US-Dollar an die Feuerwehrleute in den betroffenen Gebieten spenden werden.

Mehr Infos dazu finden Sie in diesem Artikel.

8.57 Uhr – Luxemburg hilft

Millionen Tiere sind bereits im australischen Feuer gestorben. Überall auf der Welt stellen sich Menschen eine Frage: «Was kann ich bloß tun?»

In Luxemburg haben Freiwillige eine ungewöhnliche Antwort gefunden: Sie nähen Beutel für verwaiste Kängurus und häkeln Nester für Vögel, deren Lebensraum zerstört wurde. Damit spenden sie etwas, das man gar nicht kaufen kann.

Den ganzen Artikel finden Sie hier.

Ohne Muttertier benötigen Känguru-Babys einen speziellen Beutel-Ersatz, um überleben zu können.

8.38 Uhr – Weitere Evakuierungen

Eine weitere Massen-Evakuierung ist geplant. Betroffen ist der bevölkerungsreiche Südosten des Landes, wo die Hitzewelle zurückkehrt. Die Behörden befürchten, dass dadurch die Flammen neu entfacht und mehrere Städte und Ortschaften bedroht werden.

«Wenn Sie Anweisungen erhalten wegzugehen, dann müssen Sie weggehen», sagte der Regierungschef des Bundesstaats Victoria, Daniel Andrews, am Donnerstag in einer Fernsehansprache. «Es ist gefährlich, in diesen Ortschaften zu sein. Wir können Ihre Sicherheit nicht garantieren.» Der Appell richtet sich erneut auch an die Einwohner des Küstenorts Mallacoota. Dort waren zuletzt Tausende von Menschen gestrandet.

7.47 Uhr – Hitzerekord

Nie ist es im derzeit von verheerenden Buschfeuern geplagten Australien wärmer und trockener gewesen als im vergangenen Jahr. «2019 war das wärmste Jahr in Australien seit Beginn der Aufzeichnungen mit einer nationalen Durchschnittstemperatur, die 1,52 Grad über dem langjährigen Mittel lag», teilte das Amt für Wetterkunde in seinem jährlichen Klimabericht am Donnerstag mit. Bislang habe der Rekord bei 1,33 Grad über dem Durchschnitt gelegen, aufgestellt im Jahr 2013. Dabei reicht der Vergleichszeitraum bis 1910 zurück.

Mehr Infos dazu finden Sie in diesem Artikel.


Mittwoch, 8. Januar 2020

19.53 Uhr – Strafanzeigen wegen Brandstiftung

Die Waldbrände sind hauptsächlich durch Dürre und extreme Hitze verursacht wurde. Dennoch sind 183 Menschen – darunter 40 Jugendliche – direkt oder indirekt für die Brände verantwortlich, wie die New South Wales Police mitteilte. Die rechtlichen Schritte reichen von Verwarnungen bis hin zu Strafanzeigen. 24 Personen werden beschuldigt, absichtlich Buschfeuer im Bundesstaat New South Wales gelegt zu haben.

Die Polizei geht derzeit hart gegen das landesweite Feuerverbot vor. Am Sonntag wurde ein Mann angeklagt, weil er nach der Verwendung eines Werkzeugs ein Feuer in Mount Druitt entfacht haben soll, so die Polizei von New South Wales. Drei weitere Personen wurden beschuldigt, letztes Wochenende gegen das Feuerverbot verstoßen zu haben. Die Feuerwehr löschte Brände in zwei verschiedenen Städten, nachdem Feuer zu Kochzwecken gezündet worden waren.

Hunderte Millionen Tiere sind in den seit Monaten tobenden Buschbränden verendet, Koalas sterben massenweise. (Bild: AP)

9.02 Uhr – Metallica

Die Heavy-Metal-Band Metallica will den Opfern der Buschbrände 750.000 US-Dollar zukommen lassen. Auch andere Promis, wie der Sänger Elton John oder der Schauspieler Chris Hemsworth, haben für Australien gespendet. «Die Zerstörung und die verheerenden Folgen für Australien brechen uns das Herz», schrieb Metallica auf Twitter.

Mehr Infos dazu finden Sie in diesem Artikel.

8.46 Uhr – Kamele

Australien lässt in den kommenden Tagen zirka 10.000 Kamele von Jägern abschießen. Dies berichtet die Zeitung The Australian. Wegen der extremen Dürre werden die Herden im Kampf ums Wasser zur Plage. Sie dringen auf Farmen ein und hinterlassen dort Verwüstungen. Vor allem im Inneren des Landes versuchen die Kamele Wasser zum Beispiel aus Klimaanlagen zu trinken.

Mehr Informationen dazu finden Sie in diesem Artikel.


Dienstag, 7. Januar 2020

15.38 Uhr – Asche am Strand

Am Boydtown Beach in Australien wurde Asche an den Strand geschwemmt.

13.41 Uhr – Dschungelcamp

Wegen der Buschbrände fordert SPD-Politiker Karl Lauterbach die Ausstrahlung des Dschungelcamps auf RTL abzublasen. «Ich finde es angemessen, während dieser Brände die Sendung Dschungelcamp, die ich persönlich aber auch grundsätzlich entbehren könnte, dort nicht weiter zu drehen», so der 56-Jährige zu Bild.

Am 10. Januar startet die 14. Staffel von «Ich bin ein Star, holt mich hier raus». Jedoch gelten wegen der Buschbrände verschärfte Sicherheitsregeln. Es gibt zwei Alarmsysteme für den Notfall, außerdem seien alle Campbewohner darüber informiert worden, wie sie sich zu verhalten hätten, um einen Brand zu verhindern, wie T-Online.de berichtet. Dazu gehöre, dass nur noch um die Kochstelle geraucht werden darf und Zigaretten müssten in verschließbaren Boxen entsorgt werden. Das Essen werde außerdem erstmals nicht am Lagerfeuer, sondern auf einem Gasfeuer gekocht.

9.33 Uhr – Känguru-Retter

Filmemacher Sam McGlone kämpft derzeit mit seiner Familie gegen die Brände in der Nähe seiner Heimatstadt Braidwood. Dabei fand McGlone auch ein Baby-Kanguru. Er postete ein Video der Rettung des kleinen Tieres auf Instagram. Er wickelte das Baby in ein Tuch und brachte ihm Wasser. Am Ende des Videos sagt er: «Ich habe ihn heute aus dem Feuer gerettet. Wir haben dich, Kumpel, keine Sorge, jetzt habe ich dich.»

5.36 Uhr – Wieder 40 Grad erwartet

Etwas Regen und kühlere Temperaturen haben die Arbeit der Feuerwehrleute bei den Bränden im Südosten Australiens etwas erleichtert. Aber auch diese Woche soll es wieder teilweise 40 Grad und heißer werden.

Der Feuerwehrchef des Bundesstaates New South Wales, Shane Fitzsimmons, sagte am Dienstag, die mehr als 2600 Helfer nutzten die «günstigen Bedingungen», um sich vorzubereiten, bevor die Brandgefahr am Freitag voraussichtlich wieder steigen dürfte.

Entwarnung sei zudem nicht in Sicht, sagte er. Vielmehr werde befürchtet, dass die Feuer in Australien noch Monate dauerten. An der Grenze von New South Wales und Victoria bewegten sich zwei Brände aufeinander zu, so dass ein Riesenfeuer entstehen könnte, hieß es. In der isolierten Küstenstadt Mallacoota warteten obendrein noch hunderte Menschen darauf, per Schiff gerettet zu werden.

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Beobachter am 12.01.2020 14:11 Report Diesen Beitrag melden

    Redaktion blockiet mal Leser Kommentare. Leutverarscherei pur!!!

  • Julie am 09.01.2020 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Kamele erschiessen, dann aber gleich auch den Kamel Mensch, der Mensch ist und bleibt die unwürdigste und grausamste Spezies der Evolution, jedes Lebewesen sollte das gleiche Recht und die gleichen Chancen haben, 24 tote Menschen "stehen" 1 Milliarde tote Tiere gegenüber, reicht das nicht ? jetzt noch Tiere mutwillig umbringen ?

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  • Kritiker am 12.01.2020 08:34 Report Diesen Beitrag melden

    Buschbrände in Australien gab es schon zu Zeiten, als es das Wort "Umwelt" noch gar nicht gab. Das diese nun extrem zugenommen haben, liegt nicht alleine nur in der Natur, sondern es liegen nachweislich "Brandstiftungen" vor. Welch eine menschliche Schizophronie - auf der einen Seite den Planeten Erde retten zu wollen - auf der anderen Seite tausende von Kamelen zu erschießen - weil diese zu viel Wasser saufen. Was ist mit den saufenden Politiker???

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Die neusten Leser-Kommentare

  • not so green am 13.01.2020 12:43 Report Diesen Beitrag melden

    Aborigines-​​Trick könnte Großbrände verhindern, wenn nicht in Australien wie auch hier die Grünen sehr hohe Geldstrafen verhängen wenn man solche Brände legt.( Da könnte ja CO2 in die Luft gelangen.) Andererseits wird dem Süden Australiens das Wasser abgedreht damit die Fracking Konzerne genügend Wasser haben um ihr Business weiter zu führen. Geld, Ideologie und Realität passen eben nicht immer zusammen. Danach leidet wie immer Mensch und Natur.

  • Beobachter am 12.01.2020 14:11 Report Diesen Beitrag melden

    Redaktion blockiet mal Leser Kommentare. Leutverarscherei pur!!!

  • Kritiker am 12.01.2020 08:34 Report Diesen Beitrag melden

    Buschbrände in Australien gab es schon zu Zeiten, als es das Wort "Umwelt" noch gar nicht gab. Das diese nun extrem zugenommen haben, liegt nicht alleine nur in der Natur, sondern es liegen nachweislich "Brandstiftungen" vor. Welch eine menschliche Schizophronie - auf der einen Seite den Planeten Erde retten zu wollen - auf der anderen Seite tausende von Kamelen zu erschießen - weil diese zu viel Wasser saufen. Was ist mit den saufenden Politiker???

    • Jempy am 14.01.2020 15:09 Report Diesen Beitrag melden

      ........erschiessen......

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  • Julie am 09.01.2020 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Kamele erschiessen, dann aber gleich auch den Kamel Mensch, der Mensch ist und bleibt die unwürdigste und grausamste Spezies der Evolution, jedes Lebewesen sollte das gleiche Recht und die gleichen Chancen haben, 24 tote Menschen "stehen" 1 Milliarde tote Tiere gegenüber, reicht das nicht ? jetzt noch Tiere mutwillig umbringen ?

    • pitti am 10.01.2020 11:20 Report Diesen Beitrag melden

      Das ist genau wie in Luxusburg unfähige Regierungen.

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