Im Jemen

10. Februar 2019 13:43; Akt: 10.02.2019 13:48 Print

Siamesische Zwillinge sterben nach zwei Wochen

Zwei Wochen alt wurden die siamesischen Zwillinge Abdelchalek und Abdelrahim im Jemen. Am Samstag starben sie, weil eine Behandlung im Ausland nicht möglich war.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die vor zwei Wochen im Kriegsland Jemen geborenen siamesischen Zwillinge sind am Samstag gestorben. Das teilten die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen mit, die die jemenitische Hauptstadt Sanaa kontrollieren. Die Brüder Abdelchalek und Abdelrahim besaßen jeder eigene Herzen und Lungen, teilten sich aber den Rumpf, eine Niere und hatten nur zwei Arme und zwei Beine.

Den Ärzten in Sanaa fehlte es nach eigenen Angaben an der nötigen Ausstattung, um die beiden Jungen trennen zu können. Der Chef der Kinderabteilung von Sanaas Al-Thawra-Krankenhauss, Faisal al-Babili, bat deshalb in der vergangenen Woche um ausländische Hilfe. Ein saudi-arabisches Ärzteteam bot an, die Jungen zu behandeln. Allerdings konnten die Zwillinge bis zu ihrem Tod nicht ausgeflogen werden.

Gesundheitssystem ist zusammengebrochen

Der Flughafen von Sanaa ist wegen des Konflikts im Jemen für Zivilflugzeuge geschlossen. Der Luftraum des Landes wird von Saudi-Arabien und seinen Verbündeten, die gegen die Huthi-Rebellen Krieg führen, kontrolliert und blockiert.

Die Rebellen machten die saudi-arabische Militärkoalition für den Tod der Zwillinge verantwortlich. Sie habe sich geweigert, den Flughafen von Sanaa zu öffnen und den Kindern eine Behandlung zu ermöglichen, hieß es in einer Erklärung.

Der Krieg im Jemen dauert bereits seit 2015 an. Nach Uno-Angaben wurden seither bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, unter ihnen tausende Zivilisten. Das Gesundheitssystem ist zusammengebrochen und kann Spezialbehandlungen nicht leisten.

(L'essentiel/vro/sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.