Todesstrafe

20. Oktober 2020 11:09; Akt: 20.10.2020 13:09 Print

Sie schnitt einer Frau das Baby aus dem Bauch

In den USA hat eine Frau 2004 einer anderen Frau das Baby aus dem Bauch geschnitten – sie wollte es ihr stehlen. Dafür verhängt das Bundesgericht nun die erste Todesstrafe seit 67 Jahren.

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In den USA hat sich 2004 ein schreckliches Verbrechen zugetragen. Eine 34-Jährige aus Kansas hatte damals eine 23-jährige schwangere Frau ermordet und ihr danach das Baby aus dem Bauch geschnitten.

Beim Opfer handelte es sich um die Hundezüchterin Bobbie Jo Stinnett. Die Täterin, Lisa Montgomery, hatte sich unter dem falschen Namen Darlene Fischer ausgeben. Sie gab an, dass sie einen Welpen kaufen wollte. Nichts ahnend ließ Stinnett Montgomery in ihr Zuhause – mit fatalen Folgen. Montgomery würgte die Hundezüchterin, bis sie das Bewusstsein verlor. Mit einem Küchenmesser schnitt sie der im achten Monat schwangeren Frau das Baby aus dem Bauch.

Wie Newsweek schreibt, kam das Opfer während der Prozedur noch einmal zu Bewusstsein und soll versucht haben, sich zu wehren. Montgomery würgte die Frau daraufhin erneut und flieh mit dem Baby vom Tatort. Die Frau flog auf, das Baby hatte sie als ihr eigenes ausgegeben. 2007 wurde sie von einem Gericht in Missouri zum Tode verurteilt.

Wie durch ein Wunder überlebte das Baby die Schreckenstat. Nach der Verhaftung von Montgomery wurde das Mädchen von seinem Vater groß gezogen. Sie ist heute 16 Jahre alt.

Anwältin plädierte für milderes Strafmaß

Vor Gericht plädierte Montgomerys Anwältin für mildernde Umstände für ihre Klientin und versuchte eine Todesstrafe zu verhindern. «Stinnett Montgomery leidet an einer Geisteskrankheit. Als Kind wurde sie schwerstens missbraucht.» Montgomerys Mutter soll selbst unter Alkoholismus und unter einer Geisteskrankheit gelitten haben. Diese soll sie als kleines Mädchen zum Sex gezwungen haben. «Lisa Montgomery wurde von einer ganzen Männergang vergewaltigt. Ein Trauma, das sie nie überwunden habe», so ihre Anwältin.

Am 8. Dezember soll die mittlerweile 52-jährige Mörderin per Giftspritze hingerichtet werden. Es ist die erste Hinrichtung einer Frau seit 67 Jahren in den USA. In den Bundesstaaten hat es zwar mehrere Hinrichtungen von Frauen gegeben, doch auf Ebene des Bundesgerichts ist es die erste Exekution seit 1953.

(L'essentiel/Bianca Lüthy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pia am 20.10.2020 13:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ass net z'entschëllegen an déi gerecht Strof!

  • Saupreis am 21.10.2020 07:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin sehr für Menschenrechte. Sie sind unser höchstes Gut. Dennoch bin ich der Meinung das jemand, der die Menschenrechte anderer nicht respektiert, selber auch kein Recht auf Menschenrechte haben darf. Darum bin ich dafür auch in Europa die Todesstrafe wieder einzuführen

  • Un festival am 21.10.2020 12:41 Report Diesen Beitrag melden

    C'est vrai c'est inadmissible seuls des hommes sont condamnés à mort, enfin une entorse à ce complot féministe.... Bon je rigole, c'est de l'humour, un moyen de faire comprendre aux féministes qu'il faut savoir mettre de l'eau dans son vin. Sinon j'adore le comme qui se dit humain mais réclame la peine de mort en Europe. On est humain, on croit à la vie et bien cela implique que l'on ne tue pas : c'est cela la différence entre les assassins et nous, pas d'excuse, la vie est sacrée. Sinon on pourra toujours trouver une bonne excuse pour tuer.

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  • Un festival am 21.10.2020 12:41 Report Diesen Beitrag melden

    C'est vrai c'est inadmissible seuls des hommes sont condamnés à mort, enfin une entorse à ce complot féministe.... Bon je rigole, c'est de l'humour, un moyen de faire comprendre aux féministes qu'il faut savoir mettre de l'eau dans son vin. Sinon j'adore le comme qui se dit humain mais réclame la peine de mort en Europe. On est humain, on croit à la vie et bien cela implique que l'on ne tue pas : c'est cela la différence entre les assassins et nous, pas d'excuse, la vie est sacrée. Sinon on pourra toujours trouver une bonne excuse pour tuer.

  • Saupreis am 21.10.2020 07:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin sehr für Menschenrechte. Sie sind unser höchstes Gut. Dennoch bin ich der Meinung das jemand, der die Menschenrechte anderer nicht respektiert, selber auch kein Recht auf Menschenrechte haben darf. Darum bin ich dafür auch in Europa die Todesstrafe wieder einzuführen

  • Pia am 20.10.2020 13:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ass net z'entschëllegen an déi gerecht Strof!