Busunglück in Madeira

18. April 2019 19:12; Akt: 18.04.2019 19:20 Print

So sicher sind Reisebusse im Urlaub

Bei einem Busunglück auf Madeira sind am Mittwoch 29 Menschen ums Leben gekommen. War der Bus unsicher – und worauf muss ich als Reisender achten?

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Ein Reisebus stürzte am Mittwoch auf der portugiesischen Insel Madeira eine Böschung hinunter und prallte auf ein Haus. 29 Menschen verloren dabei ihr Leben.

Wie konnte es zu diesem schrecklichen Unfall kommen? Entsprach der Reisebus den Sicherheitsstandards – und wie kann ich als Tourist im Ausland erkennen, ob mein Reisebus sicher ist?

Johannes Hübner, Sicherheitsbeauftragter des Internationalen Bustouristikverbandes (RDA), äußerst sich zum Unglück.

Herr Hübner, laut einem Experten der «Welt» sollen die Verhältnisse in Portugal prekär sein: Straßen würden nicht gewartet und es fehle an finanziellen Mitteln.

Diese Erkenntnisse haben wir nicht – im Gegenteil: Gerade auf Madeira und in anderen Touristen-Destinationen gibt es wegen der steigenden Qualitätsnachfrage der Kreuzfahrt-Reedereien überwiegend hochmoderne Reisebusse nach aktuellen europäischen Sicherheitsstandards.

Wie sieht es mit «südländischen» Reisebussen aus? Sind diese sicher oder weniger sicher als österreichische Reisebusse?

Reisebusse in südlichen Ländern Europas sind nach unseren Erfahrungen nicht weniger sicher als hiesige Reisebusse.

Wie sieht es mit dem Unfallbus aus? Wurde dieser ordnungsgemäß gewartet?

Der verunfallte Bus war ein fünf Jahre alter Irizar-Reisebus mit neuester Sicherheitstechnik.

Die Hauptuntersuchungs-Intervalle (HU) sind gleich wie überall: jährliche Hauptuntersuchung und halbjährliche Zwischenuntersuchung. Jeder Reisebus wird im Sechs-Monats-Zyklus überprüft.

Nachzuweisen sind diese mit den HU-Aufklebern am Heck.

Werden die Fahrer auch geprüft?

Die Fahrer müssen nach EU-Standard alle fünf Jahre ihren Führerschein erneuern. Eine Gesundheitsuntersuchung gehört auch dazu. Die Lenk- und Ruhezeiten entsprechen ebenfalls den EU-Normen.

Auf was müssen Reisende achten, wenn sie in den Ferien in einen Bus steigen?

Man sollte auf einen guten, sauberen Zustand achten und darauf, dass der Bus keine Risse in Frontscheibe oder Fenstern hat. Wichtig sind zudem intakte Spiegel, ein gutes Reifenprofil und die beiden Prüfplaketten am Heck, die mit Jahreszahl und Monatssegment leicht erkennbar sind. In Frankreich, Spanien und Italien ist in der Frontscheibe auch noch der Versicherungsnachweis eingeklebt.

(L'essentiel/maz)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.