Schlafforschung

05. August 2020 15:09; Akt: 05.08.2020 15:17 Print

So wirst du einen «Social Jetlag» los

Sie kommen nur schwer aus dem Bett und fühlen sich oft müde? Dann leiden Sie unter dem Phänomen des «Social Jetlags».

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Der Schlafrhythmus ist bei jedem Menschen unterschiedlich.

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Montag Morgen, das bedeutet für viele von uns schlecht gelaunt und müde zu sein. Und das, obwohl wir doch am Wochenende ausgeschlafen haben. Die Ursache dafür könnte das Phänomen des «Social Jetlags» sein. Dahinter steckt die sogenannte innere Uhr.

Sie bestimmt, wann körperliche oder geistige Tätigkeiten zu besten Ergebnissen führen, wann Blutdruck und Körpertemperatur steigen und wann der Verdauungsapparat auf Nahrung eingestellt ist.

Ingesamt wird zwischen drei Typen von Menschen unterschieden

1. Der Morgentyp

Dieser Typ ist meist schon um sechs Uhr morgens in geistiger Topform und erreicht seine körperliche Höchstleistung am frühen Nachmittag. Am Abend wird er hingegen früh müde und übersteht deshalb Konzerte, Theaterbesuche oder Partys nur mit Mühe.

2. Der Abendtyp

Aufgrund der traditionellen Konventionen in der Arbeitswelt quälen sie sich morgens meist aus dem Bett, obwohl ihre innere Uhr noch auf Schlaf steht. Das Frühstück kann ihnen schwer im Magen liegen, denn auch der Verdauungsapparat ist noch nicht bereit, Nahrung aufzunehmen. Spättypen sind geistig erst richtig auf der Höhe, wenn andere bereits ihr Tagestief haben. Am späten Abend bringen sie ihre besten sportlichen Leistungen und Partys bis zum Morgengrauen überstehen sie ohne Probleme.

3. Der Misch-Chronotyp

Diese Menschen haben ihr geistig- kreatives Hoch am späten Vormittag und ein Tief am frühen Nachmittag. Ihre optimale Zeit für sportliche Betätigung ist spätnachmittags bis abends.

Dauerhafter Jetlag

Um stets gut ausgeschlafen und leistungsfähig zu sein, müsste man seinen Tagesablauf laut Forschern eigentlich dem jeweiligen Typ anpassen. Denn wer gegen seinen Chronotyp lebt - an dem sich übrigens auch nichts ändern lässt - kann sich wie während eines dauerhaften Jetlags fühlen.

«Wenn die von der Gesellschaft auferlegten Zeitpläne den individuellen Schlafpräferenzen nicht entsprechen, führen die Unterschiede zwischen dem erwarteten Schlafverhalten an Arbeitstagen und dem, was die innere Uhr diktiert, zu einem ‹social jetlag›», so Professor Till Roenneberger, LMU München, der dazu eine Studie im Fachmagazin Current Biology veröffentlicht hat.

(L'essentiel/kiky)

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