Russischer Auftragskiller

03. Dezember 2019 22:33; Akt: 03.12.2019 22:37 Print

Software hat Identität von Mörder geklärt

Der Mord an einem ehemaligen Tschetschenien-Kämpfer in Berlin stellt die Ermittler seit Monaten vor ein Rätsel. Die Identität des mutmaßlichen Täters scheint nun geklärt.

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Am 23. August war der 40-jährige Georgier Zelimkhan Khangoshvili in Berlin erschossen worden. Kurz darauf wurde ein Verdächtiger verhaftet. Der Mann, dessen Identität lange nicht klar war, sitzt derzeit in Untersuchungshaft.

Laut Recherchen des Spiegels sowie des internationalen Recherchenetzwerks Bellingcat handelt es sich bei dem mutmaßlichen Täter um den 54-jährigen russischen Staatsbürger Vadim Krasikov. Er soll ein international gesuchter Mörder sein und im Auftrag des Kreml gehandelt haben. Krasikov, der Ende August mit Ausweispapieren in die EU eingereist war und sich als Vadim Sokolov (49) ausgewiesen hatte, schweigt zu den Vorwürfen.

Übereinstimmung von über 80 Prozent

Mit Hilfe einer Gesichtserkennungssoftware wurden aber Fotos von Krasikov mit einem Bild des Mannes verglichen, der unter dem Namen Sokolov in Berlin in Untersuchungshaft sitzt. Das Ergebnis zeigte eine Übereinstimmung von über 80 Prozent.

Medienberichten zufolge verdächtigt die Generalbundesanwaltschaft Deutschlands staatliche Stellen Russlands als Auftraggeber der Hinrichtung des 40-jährigen Khangoschwili. Die Bundesanwaltschaft will einem Insider zufolge Ermittlungen übernehmen: «Wir haben Beweise, dass ein ausländischer Geheimdienst dahinter steckt, deshalb will die Bundesanwaltschaft die weiteren Ermittlungen in dieser Woche übernehmen», heißt es aus Justizkreisen. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft wollte sich nicht dazu äußern.

Der Getötete war im Tschetschenien-Krieg auf Seiten anti-russischer Separatisten aktiv. Er ging, wie auch viele andere der Kämpfer, ins Exil und lebte seit 2016 in Deutschland.

(L'essentiel/mon)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jack am 07.01.2020 17:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Laut Wissenschaft hat jeder von uns mindestens 8 Doppelgänger auf der Welt, aus diesem Grund ist diese Methode jurustisch nicht vertretbar und kein Beweis sondern Indiez. Ausserdeem gibt es schon seit Millionen von Jahren Masken, die heutigen sind perfekte Kopien eines Originals ergo ist diese Technik als Beweismittel vor Gericht unzulässig, nicht desto trotz kann es zur Ermittlungen beisteuern.

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  • Jack am 07.01.2020 17:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Laut Wissenschaft hat jeder von uns mindestens 8 Doppelgänger auf der Welt, aus diesem Grund ist diese Methode jurustisch nicht vertretbar und kein Beweis sondern Indiez. Ausserdeem gibt es schon seit Millionen von Jahren Masken, die heutigen sind perfekte Kopien eines Originals ergo ist diese Technik als Beweismittel vor Gericht unzulässig, nicht desto trotz kann es zur Ermittlungen beisteuern.