Nach den Feiertagen

25. Dezember 2020 15:42; Akt: 25.12.2020 15:42 Print

Solar Orbiter fliegt Sonntag nahe an Venus vorbei

Im Februar 2020 hat die 1,5 Milliarden teure Mission in Richtung Sonne gestartet. Am Sonntag soll der Solar Orbiter knapp an der Venus vorbeifliegen.

storybild

Leben auf der Venus (Bild: istock)

Zum Thema
Fehler gesehen?

In den Weiten des Sonnensystems nur knapp an der Venus vorbei: Die Sonde «Solar Orbiter» soll auf ihrer Mission zur Sonne am Sonntag ganz nah am Nachbarplaneten der Erde vorbeifliegen. Um 11.39 Uhr und 20 Sekunden (MEZ) wird sie dann der europäischen Raumfahrtbehörde Esa zufolge nur 7448 Kilometer von der Venus entfernt sein.

«Die Sonde wird abgebremst und die Bahn geändert, um auch einen Blick auf die Pole der Sonne werfen zu können», sagte der Leiter des Esa-Missionsbetriebs im Kontrollzentrum in Darmstadt, Simon Plum, der Deutschen Presse-Agentur. «Es ist alles eingetütet.» Im Kontrollzentrum werde aber wegen der Corona-Pandemie nur ein kleines Team den Vorbeiflug an der Venus beobachten. Vieles laufe von zu Hause aus. «Es ist ein Szenario mit größtmöglicher Distanz.»

Solar Orbiter an Venus vorbei

Die rund 1,5 Milliarden Euro teure Mission der Esa und der US-Raumfahrtbehörde Nasa war im Februar von Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet. Sie soll neue Erkenntnisse über unseren rund 150 Millionen Kilometer entfernten Heimatstern bringen. An Bord des 1,8 Tonnen schweren Orbiters sind zehn wissenschaftliche Instrumente. Forscher erhoffen sich neue Erkenntnisse über die Sonne und das Magnetfeld, das alles andere wie Sonnenstürme oder Eruptionen antreibt und damit auch Auswirkungen auf unseren Heimplaneten hat.

«Solar Orbiter» soll bis auf 42 Millionen Kilometer an die Sonne heranfliegen. Um vor den Temperaturen von mehreren Hundert Grad geschützt zu sein, verfügt die Sonde über ein Hitzeschild aus Titan. Erste Bilder des Orbiters aus einer Entfernung von 77 Millionen Kilometern wurden bereits im Juli präsentiert. So nah war Experten zufolge noch keine Mission, um Bilder von dem Stern zu machen.

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.