Wie Menschen bei Partys

29. September 2020 11:42; Akt: 29.09.2020 12:41 Print

San Franciscos Spatzen singen seit Corona sexier

Die Corona-Pandemie hat ungeahnte Gesangsfähigkeiten ans Licht gebracht: Aufgrund der einkehrenden Ruhe in der Metropole San Francisco, haben die Sperlinge schöner gesungen.

So hört sich der Gesang der Hausspatzen an.

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Während das öffentliche Leben in San Francisco wegen der Corona-Pandemie weitgehend zum Erliegen kam, haben Sperlinge in der plötzlichen Ruhe ungeahnte Gesangsfähigkeiten bei sich entdeckt. Sie sind nach Angaben von Forschern zu Höchstform aufgelaufen.

Die männlichen Exemplare der zu den Sperlingen gehörenden Dachsammern (Zonotrichia leucophrys) tschilpten plötzlich sanfter, verbesserten die Bandbreite ihrer Stimme und wurden dadurch verführerischer für die Weibchen, wie aus einer am Donnerstag im Magazin «Science» veröffentlichten Studie hervorgeht.

«Als die Stadt laut war, riefen sie wirklich laut», sagte Hauptautorin Elizabeth Derryberry von der Universität Tennessee der Nachrichtenagentur AFP. Als dann im Frühling in Kalifornien weitgehende Ausgangsbeschränkungen erlassen wurden und der Verkehr deutlich nachließ, nahm der Lärm in San Francisco um rund 50 Prozent ab und fiel auf das Niveau des Jahres 1954.

Wie bei Partygästen

Die Forscher verglichen Aufnahmen von Dachsammernrufen des vergangenen Jahres mit Aufnahmen an den gleichen Orten im April und Mai 2020 und fanden heraus, dass die Vögel jetzt deutlich leiser tschilpten und tiefere Töne trafen.

Derryberry verglich die Vogelrufe mit menschlichem Verhalten bei Partys: Während man zu Beginn des Abends noch ganz normal reden kann, muss man immer lauter sprechen, je mehr Gäste kommen. «Wenn man bei einem Cocktailempfang brüllt, ist die Stimme nicht gerade die Beste», sagte die Forscherin. Genauso sei es, wenn die Sperlinge gegen den Stadtlärm anschreien müssten.

Lockdown verbessert Liebesleben von Spatzen

Mit dem Abnehmen des Lärms während der Corona-Beschränkungen hätten die Männchen plötzlich viel «besser und sexier» geklungen: «Für Weibchen klangen sie nach besseren Partnern.» Obwohl sie nun leiser riefen, waren sie in der ruhigen Stadt zudem in einem doppelt so großen Umkreis zu hören wie vorher.

Die Erkenntnisse der Studie zeigen laut den Forschern, wie schnell Vögel sich an veränderte Bedingungen anpassen können. Langfristige Lösungen zur Bekämpfung von Lärm könnten positive Auswirkungen wie etwa eine höhere Artenvielfalt haben.

(L'essentiel/SDA)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Meinung am 29.09.2020 13:22 Report Diesen Beitrag melden

    Ich möchte gerne unsern Minister Bausch auffordern, den Lärmpegel im Lande zu senken. Dies sollte erfolgen, dass alle die Aufgemotzten Autos, mit ihren Spezialvorrichtungen und umgebauten Auspuffen, aus dem Strassenverkehr entfernt werden oder umgebaut werden, so dass diese wiederum Lautloser sind, das gleiche sollten bei Motorrädern geschehen. Die Müllabfuhren sollten wenigstens nicht mehr morgens um 6 Uhr unterwegs sein oder Elektrisch betrieben sein, viele Maschinen wie z.B. Bläser für Laub, wieder durch Besen ersetzt werden, usw., dies hilft der Natur und Menschen, es ist nicht nur das Co2

  • der Lärm ist sooo laut geworden, ... am 30.09.2020 07:26 Report Diesen Beitrag melden

    ... dass man nicht mehr darüber reden kann, weil er alles übertönt ... u so kommt bei dem ganzen Lärm auch nur noch ein Gekrächze oder Genuschel raus, wie bei den Spatzen, das sowieso keiner versteht o verstehen will u der Giftgestank ist so stark geworden, dass nicht mal Atemmasken oder Schals uns davor schützen können! Dafür hat Corona ein leichtes Spiel, hält sich am Feinstaub fest, um sich so überall hin weitertreiben zu lassen. U wegen Corona redet jetzt keiner mehr von Krebs u Krebstoten, die zur alltäglichen Normalität gehören sollen u es wird weiterhin weltweit massiv Gift versprüht!

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  • der Lärm ist sooo laut geworden, ... am 30.09.2020 07:26 Report Diesen Beitrag melden

    ... dass man nicht mehr darüber reden kann, weil er alles übertönt ... u so kommt bei dem ganzen Lärm auch nur noch ein Gekrächze oder Genuschel raus, wie bei den Spatzen, das sowieso keiner versteht o verstehen will u der Giftgestank ist so stark geworden, dass nicht mal Atemmasken oder Schals uns davor schützen können! Dafür hat Corona ein leichtes Spiel, hält sich am Feinstaub fest, um sich so überall hin weitertreiben zu lassen. U wegen Corona redet jetzt keiner mehr von Krebs u Krebstoten, die zur alltäglichen Normalität gehören sollen u es wird weiterhin weltweit massiv Gift versprüht!

  • Meinung am 29.09.2020 13:22 Report Diesen Beitrag melden

    Ich möchte gerne unsern Minister Bausch auffordern, den Lärmpegel im Lande zu senken. Dies sollte erfolgen, dass alle die Aufgemotzten Autos, mit ihren Spezialvorrichtungen und umgebauten Auspuffen, aus dem Strassenverkehr entfernt werden oder umgebaut werden, so dass diese wiederum Lautloser sind, das gleiche sollten bei Motorrädern geschehen. Die Müllabfuhren sollten wenigstens nicht mehr morgens um 6 Uhr unterwegs sein oder Elektrisch betrieben sein, viele Maschinen wie z.B. Bläser für Laub, wieder durch Besen ersetzt werden, usw., dies hilft der Natur und Menschen, es ist nicht nur das Co2