Mädchen im Dschihad

21. August 2019 18:18; Akt: 22.08.2019 14:33 Print

Spezialteam will Kinder von toter IS-​​Braut retten

Nach DNA-Tests steht fest: Die von der Terrormiliz festgehaltenen Kinder einer Wiener Schülerin dürfen nach Österreich. Die Rettung wird eine hochriskante Mission.

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Was sie antrieb, bleibt unklar. Fakt ist: Sabina S. riss zusammen mit ihrer besten Freundin vor über fünf Jahren nach Syrien aus. Die damals 15-Jährige schloss sich der Terrormiliz Islamischer Staat an, bekam im Kriegsgebiet Kinder. Jetzt ist sie offenbar tot.

Die Kleinen sollen nun nach Österreich geholt werden. Nach langem Tauziehen steht einer Einreise nichts mehr im Weg, wie «Heute» berichtet. Wegen der gefährlichen Situation in den IS-Lagern wird im Auftrag des österreichischen Innenministeriums die polizeiliche Sondereinheit Cobra die Evakuierung vornehmen. Auch ein Einsatz von Elite-Soldaten des Jagdkommandos wird erwogen.

Die Großeltern haben das Sorgerecht

Um die Geheimoperation nicht zu gefährden, wird das genaue Datum nicht bekannt gegeben. Es soll sich aber nur mehr um wenige Tage handeln. Die Vorarbeiten für die Aktion sind fast erledigt.

Bei den Kindern von Sabina S. wurde ein DNA-Test durchgeführt. Sie stammen tatsächlich von der Österreicherin. Ihren Großeltern wurde das Sorgerecht zugesprochen.

Sabina S. und ihre beste Freundin sind wohl tot

Der Fall von Sabina S. hatte in Österreich für Entsetzen gesorgt: Die Wiener Schülerin war zusammen mit Samra K. (16) am Morgen des 10. April 2014 aus ihrem Zuhause verschwunden. In einem Abschiedsbrief hatten die Mädchen den Eltern mitgeteilt: «Wir gehen nach Syrien, kämpfen für den Islam.»

Interpol fand Bilder im Internet, auf denen die beiden Teenager in Burkas mit Kalaschnikows posierten. Sabina und Samra wurden als Werbefiguren für den IS verwendet. «Sie chatten auf einschlägigen Plattformen mit Jugendlichen. Sie schildern, wie toll das Leben an der Front sei und verherrlichen die Massaker an Ungläubigen», erzählte ein Insider.

Sabina S. und Samra K. gelten als tot. Wie und wann sie ums Leben kamen, ist nicht bekannt. Gerüchten zufolge soll Samra K. von IS-Soldaten 2015 erschlagen worden sein, als sie versuchte, aus Raqqa zu flüchten. Zuvor hatte eine Tuneserin der britischen Boulevardzeitschrift «Mirror» erzählt, dass K. als Sexsklavin für neue Jihad-Rekruten missbraucht worden sein soll.

Zwei weitere Kinder warten auf ihre Ausreise

Auch Isa und Mohammed, die Kinder der Salzburgerin Maria G., die ebenfalls nach Syrien ging, um für den IS zu kämpfen, sollen nach Österreich geholt werden. In diesem Fall sollen DNA-Tests gemacht werden. Bei der Mutter wird geprüft, ob von ihr eine Gefährdung ausgeht, denn ihr internationaler Haftbefehl ist nach wie vor in Kraft.

(L'essentiel/kle)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jimbo am 22.08.2019 02:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dat kann jo nemmen schiefgoen an e puer Joer...

Die neusten Leser-Kommentare

  • jimbo am 22.08.2019 02:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dat kann jo nemmen schiefgoen an e puer Joer...