Ticker – Europa/Welt

10. April 2020 07:23; Akt: 10.04.2020 07:23 Print

USA beklagen 1800 Covid-​​19-​​Opfer an einem Tag

Ausgehverbot, geschlossene Betriebe und steigende Fallzahlen – das Coronavirus hält die Welt in Atem. Alle News im Ticker.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Das Wichtigste in Kürze:

• Das neue Coronavirus breitet sich immer weiter aus. 203 Länder, Gebiete und Territorien sind betroffen.

• Weltweit sind mehr als 1,4 Millionen Menschen erkrankt, mehr als 80.000 Menschen sind gestorben. (Stand 8. April) Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus.

• Die Weltgesundheitsorganisation spricht von einer Pandemie. Noch wurde kein Impfstoff gegen das Virus gefunden.

• Im Großherzogtum gibt es bislang 3115 bestätigte Fälle, 52 Menschen sind gestorben. Alle Infos dazu finden Sie im Luxemburg-Newsticker.


Newsticker:

Freitag, 10. April 2020

2.42 Uhr – USA: Fast 1800 Tote an einem Tag

In den USA sind am Donnerstag 1783 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Zahl der Toten seit Beginn der Epidemie stieg damit auf rund 16.500, wie Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore am Donnerstagabend (Ortszeit) zeigten. Demnach wurden bereits rund 460.000 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen.

Weltweit sind nach Daten der Universität mittlerweile rund 1,6 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Rund 95.000 Menschen starben demnach infolge der von dem Virus verursachten Lungenerkrankung Covid-19. Rund 350.000 Menschen erholten sich demnach bislang wieder von einer Infektion.

Die Webseite der Universität wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der US-Gesundheitsbehörde CDC.

Donnerstag, 9. April 2020

21.58 Uhr – 2,6 Millionen Brasilianer erhalten Corona-Hilfe

Fast 2,6 Millionen Brasilianer haben am ersten Tag der Auszahlung einer Corona-Nothilfe der Regierung die monatliche Zahlung in Höhe von 600 Reais (108 Euro) erhalten. Das teilte Sozialminister Onyx Lorenzoni am Donnerstag via Twitter mit. Insgesamt sollen 60 Millionen Freiberufler, Tagelöhner und Arbeitslose solche Zahlungen erhalten.

Viele Brasilianer haben wegen der Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung des Coronavirus ihre oft ohnehin geringen Einnahmequellen von einem Tag auf den anderen verloren. Innerhalb von 48 Stunden hatten 27 Millionen Menschen die Nothilfe über die entsprechende App oder über das Internet angefordert. Die Zahl der Corona-Infizierten in Brasilien lag zuletzt bei mehr als 16.600, 851 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus bislang gestorben.

20.34 Uhr – Ausgangssperre in Spanien verlängert

In Spanien wird der Alarmzustand samt strikten Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie um weitere zwei Wochen bis Mitternacht des 25. April verlängert. Das Parlament in Madrid stimmte am Donnerstagabend dem am Wochenende von Ministerpräsident Pedro Sánchez angekündigten Antrag zu.

Die knapp 47 Millionen Einwohner dürfen seit Mitte März nur noch zum Einkaufen und in Ausnahmefällen aus dem Haus. Die strengen Regeln haben mittlerweile Erfolg: Die Zuwachsrate der Neuansteckungen ist seit Tagen sehr niedrig, auch die Zahl der Todesfälle geht zurück, während bis Donnerstag 52.000 Patienten bereits wieder als gesund galten. Insgesamt lag die Zahl der bestätigten Fälle bei etwa 152.000.

20.31 Uhr – Johnson wieder auf Normalstation

Der britische Premierminister Boris Johnson muss wegen seiner Covid-19-Erkrankung nicht mehr auf der Intensivstation behandelt werden. Er sei auf eine normale Station verlegt worden, teilte eine Regierungssprecherin am Donnerstagabend auf Anfrage der dpa mit.

19.47 Uhr – Null Kontakt zu Johnson seit Samstag

Der Stellvertreter des mit dem Coronavirus infizierten britischen Premiers Boris Johnson, Außenminister Dominic Raab, hat seit Samstag nicht mehr mit seinem Chef gesprochen. Das sagte Raab am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in London. «Ich glaube, es ist wichtig, ihm zu erlauben, sich auf seine Genesung zu konzentrieren, besonders solange er in Intensivbehandlung ist», betonte Raab.

Johnson mache weiterhin «positive Schritte» und sei guten Mutes, sagte der Außenminister. Er müsse aber weiterhin intensivmedizinisch behandelt werden.

Der 55 Jahre alte Premierminister war am Sonntag ins St. Thomas' Hospital gebracht worden, nachdem die Symptome seiner Covid-19-Erkrankung nach eineinhalb Wochen noch nicht abgeklungen waren. Am Montag verschlechterte sich sein Zustand derart, dass er auf die Intensivstation verlegt werden musste. Britische Medien rechneten damit, dass es Wochen dauern könnte, bis Johnson wieder die Regierungsgeschäfte übernehmen kann.

Dominic Raab hat seit Samstag nicht mehr mit seinem Boss, Boris Johnson, gesprochen. (Bild: Getty Images)

Bis Mittwochabend wurden der Regierung zufolge 881 neue Todesfälle verzeichnet. Insgesamt stieg die Zahl der Toten damit auf knapp 8000. Nicht eingerechnet sind dabei bislang die Sterbefälle in Pflegeheimen. Die Zahl der positiv getesteten Personen in Großbritannien stieg auf 65.077.

18.57 Uhr – «USS Theodore Roosevelt»

Unter den Besatzungsmitgliedern des US-Flugzeugträgers «USS Theodore Roosevelt» hat die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus deutlich zugenommen. Es gebe inzwischen 416 Fälle, erklärte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums am Donnerstag. Anfang der Woche hatte die Marine noch von rund 200 bekannten Infektionen gesprochen. Fast alle der mehr als 4000 Besatzungsmitglieder seien nun getestet worden, erklärte die Sprecherin weiter. Ein Soldat befinde sich infolge der von dem Virus verursachten Lungenerkrankung Covid-19 auf der Intensivstation.

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 liegt der nukleargetriebene und hochgerüstete Flugzeugträger vor der Pazifikinsel Guam und ist inzwischen weitgehend evakuiert worden. Der Coronavirus-Ausbruch auf dem Schiff erschüttert seit knapp zwei Wochen die US-Marine.

Kapitän Brett Crozier (im Bild) hatte in einem dramatischen Brief, der an die Öffentlichkeit gelangte, um Hilfe der Militärführung und eine rasche Evakuierung des Schiffs gebeten. Crozier wurde daraufhin vergangene Woche entlassen. Am Dienstag reichte dann der zuständige amtierende US-Marineminister Thomas Modly seinen Rücktritt an, nachdem er wegen abfälliger Äußerungen über Crozier selbst in die Kritik geraten war. Nach dem Bekanntwerden von Modlys Bemerkungen hatte auch US-Präsident Donald Trump angekündigt, sich in den Streit zwischen Kapitän und Pentagon einschalten zu wollen.

19.22 Uhr – Zahlen steigen wieder

In Italien steigt die Zahl der Infizierten und Toten wieder. Das Katastrophenschutzamt gibt 610 Tote bekannt nach 542 am Vortag. Auch wurden 4204 neue Infektionsfälle verzeichnet nach 3836.

Insgesamt sind damit 143.626 Erkrankte und 18.279 Tote gemeldet.

18.59 Uhr – US-Experte warnt vor Lockerung

Der Seuchenexperte der US-Regierung hat vor einer zu frühen Lockerung der Beschränkungen im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie gewarnt. «Wir müssen unsere Anstrengungen erneut verdoppeln», sagte der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, am Donnerstag dem Sender CBS. Ziel sei es, die Zahl der nach den Expertenmodellen zu erwartenden Toten weiter zu senken. Fauci trat am Morgen bei mehreren Fernsehsendern auf. Jüngste Berechnungen hatten weniger tödliche Verläufe in den USA vorhergesagt als ursprünglich befürchtet.

Die Beschränkungen in den USA fügen der Wirtschaft schweren Schaden zu. Der Chef der US-Notebank Fed, Jerome Powell, sagte am Donnerstag, das Land bewegte sich in «alarmierendem Tempo» Richtung Massenarbeitslosigkeit. Einem hochrangigen Regierungsvertreter zufolge will das Präsidialamt bald die Bildung eines zweiten Krisenstabes zur Epidemie bekanntgeben, der sich mit einem Hochfahren der Wirtschaft nach der Krise befassen soll. Zu dieser Task Force dürfe auch Finanzminister Steven Mnuchin gehören, sagte der Insider. US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch erklärt, am liebsten würde er die US-Wirtschaft mit einem «großen Knall» freisetzen. Möglicherweise werde dies jedoch schrittweise geschehen müssen.

18.38 Uhr – Eine Million Arbeitslose in Kanada

Die Arbeitslosigkeit in Kanada steigt wegen der Corona-Pandemie sprunghaft an. Im März verloren der Statistikbehörde des Landes zufolge etwas mehr als eine Million Menschen ihren Job - der grösste Rückgang der Beschäftigung seit der vollständigen Erfassung der Zahlen 1976. Damit stieg die Arbeitslosenquote um 2,2 Prozentpunkte auf 7,8 Prozent. Auch die Zahl der Menschen, die deutlich weniger arbeiteten als normalerweise, stieg deutlich an. Jobverlust oder Senkung der Arbeitszeit betrifft demnach insgesamt 3,1 Millionen der etwa 38 Millionen Kanadier.

Auch in Kanada gelten wegen der Corona-Pandemie strenge Ausgangsbeschränkungen, die sich auf den Arbeitsmarkt auswirken. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore gibt es in dem Land bislang mehr als 19 000 bestätigte Infizierte und insgesamt 436 Todesopfer - diese treten vor allem in den Ballungszentren im Süden auf.

Das Leben werde erst nach der Entwicklung eines Impfstoffs zur Normalität zurückkehren, sagt Ministerpräsident Justin Trudeau. Dies könne eine lange Zeit dauern.

17.21 Uhr – Macron interessiert sich für Hydroxychloroquin

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist nach Marseille gereist, um sich mit dem bekannten französischen Arzt Didier Raoult zu treffen - ein Verfechter des Medikaments Hydroxychloroquin im Kampf gegen Covid-19.

Ziel sei es, sich mit allen therapeutischen Ansätzen zur Behandlung von Covid-19 auseinanderzusetzen, so der Élyséepalast. Derzeit testen mehrere Experten weltweit die Wirkung des Malaria-Medikamentes Hydroxychloroquin auf das Coronavirus.

Der 68-jährige Raoult stand in den vergangenen Wochen im Fokus öffentlichen Interesses. Der Biologe und Mediziner mit den langen weissen Haaren preist Hydroxychloroquin im Kampf gegen das Virus an. An Raoult scheiden sich die Geister - er ist ein international anerkannter Mikrobiologe. Kolleginnen und Kollegen werfen ihm jedoch vor, mit seine Studien nicht ausreichend Belege für die Wirksamkeit von Hydroxychloroquin vorgelegt zu haben.

Dr. Didier Raoult hat prominente Unterstützer, etwa den Bürgermeister von Nizza, Christian Estrosi oder Rechtspopulistin Marine Le Pen. Aber auch unter Verschwörungstheoretikern hatte Raoult hohe Wellen geschlagen. (Bild: Keystone)

16.20 Uhr – 6,6 Millionen neue Arbeitslose in den USA

Allein in der letzten Woche haben sich 6,6 Millionen US-amerikanische Bürgerinnen und Bürger bei der Arbeitslosenkassen angemeldet. Insgesamt haben in den letzten drei Wochen 16 Millionen Amerikaner ihren Job verloren. Als Reaktion darauf hat die US-Notenbank ein Hilfspaket von 2,3 Billionen US-Dollar geschnürt.

16.04 Uhr – Merkel spricht vor den Medien

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht in einer Pressekonferenz über die neuesten Entwicklungen in Sachen Corona-Virus. Sie können die Pressekonferenz live mitverfolgen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht derzeit keine Notwendigkeit, die Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie zu verschärfen. Sie mahnt in Berlin, auch über Ostern mit Konzentration und Disziplin die Kontaktbeschränkungen einzuhalten. «Wir können uns sehr, sehr schnell das zerstören, was wir jetzt erreicht haben», sagt Merkel. Die Entwicklung der Infektionszahlen gebe «Anlass zu vorsichtiger Hoffnung».

15.49 Uhr – Glocken läuten für Corona-Opfer

Die älteste Glocke der Kathedrale von Canterbury im Südosten Englands läutet künftig jeden Abend zum Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie. Zugleich soll damit der Einsatz der Mitarbeiter im Gesundheitswesen gewürdigt werden.

Die Glocke «Harry» aus dem 17. Jahrhundert werde jeden Abend um 20 Uhr läuten, sagte am Donnerstag der Dekan von Canterbury, Robert Willis. Die Kathedrale ist Zentrum der Anglikanischen Kirche Englands. Das Bauwerk der Romantik und Gotik gehört zum Weltkulturerbe der Unesco.

15.37 Uhr – Fallzahlen klettern auf Höchststand in Singapur

Singapur meldet 287 neue Coronavirus-Infektionen und damit den bisher größte Anstieg an einem Tag. Insgesamt sind nun 1910 Ansteckungen in dem südostasiatischen Stadtstaat bekannt, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Mehr als 200 der neuen Fälle wurden auf Wohnheime für ausländische Arbeiter zurückgeführt. Singapur hat Tausende Arbeiter in Wohnheimen unter Quarantäne gestellt, nachdem sie mit mehreren Fällen der Atemwegserkrankung Covid-19 in Verbindung gebracht worden waren. Sechs infizierte Menschen sind in Singapur bislang gestorben.

In Singapurs Wohnheimen für Gastarbeiter ist die Gefahr, an Corona zu erkranken, besonders groß. (Foto: Keystone)

15.11 Uhr – Zu wenig Särge in Ecuador

In Ecuador wütet das Corona-Video besonders heftig. Wie das deutsche Magazin Stern berichtet, weigern sich Gerichtsmediziner, Ärzte und Bestatter die Häuser zu betreten– aus Angst vor einer Ansteckung. Das führt dazu, dass Gestorbene tagelang in den Wohnungen liegen bleiben oder notdürftig in Planen oder Säcke eingewickelt auf die Strasse gestellt werden. Denn Särge sind in Ecuador zurzeit knapp.

Ecuadors Präsident Lénin Moreno kündigte auf Twitter eine Untersuchung an: «Niemand darf ohne Beerdigung begraben werden», sagt er. «Jeder hat das Anrecht auf eine Bestattung in Würde.»

In Ecuador erkranken überproportional viele Ärzte und Pfleger am Virus. Das Gesundheitssystem läuft am Anschlag.

Keine Särge mehr für Verstorbene: In Ecuador liegen Leichen auf der Straße. (Foto: Keystone)

14.44 Uhr – 107-Jährige besiegt Corona-Virus

Eine 107-jährige Frau aus den Niederlanden hat sich von einer Coronavirus-Infektion erholt und ist damit womöglich die älteste Überlebende der Pandemie weltweit. Cornelia Ras wurde am Montag von ihren Ärzten mitgeteilt, dass sie das Virus besiegt habe, wie ihre Nichte Maaike de Groot in der Zeitung «AD» berichtet. «Wir haben nicht erwartet, dass sie das überleben würde.»

Ras erkrankte der Zeitung zufolge am 17. März, einen Tag nach ihrem Geburtstag, nachdem sie zusammen mit anderen Bewohnern ihres Pflegeheims einen Gottesdienst auf Goeree-Overflakkee, einer Insel im Südwesten des Landes, besucht hatte. Sie und 40 weitere Gottesdienstbesucher seien positiv auf das Virus getestet worden. Zwölf Menschen aus dieser Gruppe seien inzwischen gestorben. Vor Ras war der 104-jährige Amerikaner Bill Lapschies bislang der älteste dokumentierte Genesene.

14.03 Uhr – Trauernde Tochter stirbt bei Corona-Begräbnis

In Großbritannien ist eine 32-Jährige an einem Herzinfarkt verstorben. Sie erlitt ihn während des Begräbnis ihrer eigenen Mutter, die selbst dem Corona-Virus zum Opfer fiel. Das berichtet die britische Sun.

«Sie hat über Atemnot geklagt, während der Sarg ihrer Mutter in die Erde gelassen worden ist», wird eine Teilnehmerin der Abschiedsfeier zitiert. Obwohl sofort die Ambulanz verständigt worden sei, sei jede Hilfe zu spät gekommen.

Die Familie stehe unter Schock wegen der doppelten Tragödie. Die während der Beerdigung gestorbene Tochter liegt nun neben ihrer Mutter begraben. An ihrer Beisetzung gestern durften aufgrund der Corona-Sonderregelungen nur fünf Leute teilnehmen.

Der Friedhof, an dem die Tochter den Herzinfarkt erlitt, liegt etwa nordöstlich von Birmingham. (Screenshot: Google Maps)

13.38 Uhr – Zahlen Belgien

In Verbindung mit dem Coronavirus sind in Belgien am Mittwoch 283 Menschen gestorben. Das sagte der Epidemiologe Emmanuel André am Donnerstag im täglichen Corona-Briefing des Krisencenters und der Gesundheitsbehörde. Die Gesamtzahl der Toten liegt in dem Elf-Millionen-Einwohner-Land demnach bei 2523.

Zugleich sank die Zahl der ins Krankenhaus gekommenen Patienten zum zweiten Mal infolge. Am Mittwoch habe es 459 neue Patienten gegeben, 483 konnten die Krankenhäuser wieder verlassen, sagte André. Insgesamt sind 5590 Menschen wegen der Lungenkrankheit Covid-19 in belgischen Krankenhäusern. 1285 von ihnen werden auf einer Intensivstation behandelt und 992 davon beatmet.

12.35 Uhr – Zahlen Iran

Im Iran sind 117 weitere Menschen an der Atemwegserkrankung Covid-19 gestorben. Damit steigt die Zahl der Todesfälle in der Islamischen Republik auf 4110, 66.220 Menschen sind inzwischen nachgewiesenermaßen infiziert. Der Iran ist das Land im Nahen Osten, das am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffen ist.

12.30 Uhr – Corona-Virus kam aus Europa in die USA

Hauptsächlich Reisende aus Europa und nicht aus Asien haben das Coronavirus zufolge in den Großraum der US-Metropole New York gebracht. Zu diesem Schluss kommen US-amerikanische Studien, auf die sich die New York Times beruft. Zudem zirkulierte das Virus bereits seit Mitte Februar und damit Wochen, bevor der erste bestätigte Infektionsfall bekannt wurde.

Die Stadt New York und der gleichnamige Bundesstaat sind in den USA besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffen. Mehr als 6200 der bisher US-weit mehr als 14.800 Toten treten auf diesem Gebiet auf. «Diese Zahl der Toten wird weiter ansteigen», sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Mittwoch auf seiner täglichen Pressekonferenz.

New York ist in den USA vom Corona-Ausbruch am stärksten betroffen.

12.20 Uhr – Zahlen Spanien

In Spanien hat sich der Anstieg der Totenzahl wieder verlangsamt. Das Gesundheitsministerium meldet weitere 683 Todesfälle. Das sind weniger als am Vortag. Davor war die Zahl zwei Tage hintereinander gestiegen. Insgesamt zählt Spanien 15.238 Tote. Die Zahl der bekannten Infektionen legt auf 152.446 zu von 146.690 am Vortag.

11.55 Uhr – Britische Royals treffen Schulkinder in Videocall

Prinz William (37) und Herzogin Kate (38) haben Schülern in Großbritannien per Videoanruf einen Besuch abgestattet. Dabei lobten sie die Arbeit von Mitarbeitern des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS und Lehrern in der Corona-Krise.

Die Schule, die Casterton Primary Academy in Burnley nördlich von Manchester, liegt in der Nähe einer Klinik. Dort werden die Kinder von Eltern unterrichtet, die trotz Pandemie weiter arbeiten müssen, darunter Ärzte und Krankenpfleger.

11.50 Uhr – Zahlen Deutschland

In Deutschland sind bis Donnerstagvormittag mindestens 108.200 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das ist eine Zunahme um fast 5000 Infektionen innert 24 Stunden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Mindestens 2079 mit Corona Infizierte sind den Angaben zufolge bislang landesweit gestorben. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 46.300 Menschen die Infektion überstanden.

10.25 Uhr – Zahlen Russland

In Russland gibt es inzwischen mehr als 10.000 nachweislich am Corona-Virus Infizierte. Die Behörden meldeten mit 1459 Ansteckungen erneut einen Tageshöchstwert. Damit stieg die Zahl der bestätigten Infektionsfälle innert 24 Stunden auf 10.131. Die Zahl der Todesfälle stieg von 13 auf 76.

10.15 Uhr – Britischer Premier auf dem Weg der Besserung

Der Gesundheitszustand des britischen Premierministers Boris Johnson bessert sich nach Angaben seiner Regierung. Johnson habe sich aufsetzen und mit dem medizinischen Personal sprechen können, sagt Kulturminister Oliver Dowden gegenüber BBC. «Ich glaube, es läuft besser für ihn.» Der mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Johnson sei aber weiter auf der Intensivstation.

10.07 Uhr – Zahlen weltweit

Nach aktuellen Zahlen der Universität John Hopkins in den USA ist weltweit bei rund 1,48 Millionen Menschen das Coronavirus nachgewiesen worden. Rund zehn Stunden zuvor hatte die Universität in Baltimore in den USA bereits mehr als 1,5 Millionen Infektionen mit Sars-CoV-2 gemeldet. Diese Zahlen wurden später nach unten korrigiert. Die Webseite der Universität nutzt unter anderem Medien und Behörden als Quellen und wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert.

10.05 Uhr – Zahlen Japan

In Japan hat die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen die Marke von 5000 überschritten. Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press am Donnerstag. Dazu kommen rund 110 Tote. In Japan sind die Maßnahmen laxer als in vielen europäischen Ländern. Analytiker werfen der Regierung in Tokio vor, deutlich weniger auf Corona zu testen als andere Staaten.

10 Uhr – Singapur: 24.000 Gastarbeiter in Isolation

Im südasiatischen Kleinstaat Singapur hat die Regierung die sogenannten «Dormitories» unter Quarantäne gestellt. In ihnen leben auf engstem Raum über 200.000 Gastarbeiter, vor allem aus Indien, Bangladesch, Sri Lanka und Thailand. «Die Dormitories sind wie eine Zeitbombe, die darauf wartet, zu explodieren», sagt Tommy Koh, Singapurs ehemaliger Botschafter bei den Vereinten Nationen gegenüber der Zeitung FAZ. Singapur gilt als Musterbeispiel in der Corona-Bekämpfung. Bis jetzt haben sich 1623 Menschen infiziert, 6 sind an der Infektion gestorben.

8.55 Uhr – EU-Kommission für schrittweise Rückkehr zur Normalität

Die EU-Kommission will die Corona-Notmaßnahmen stufenweise lockern. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Ausstiegsstrategie hervor, die der deutschen Zeitung Welt vorliegt. Demnach plane Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einen Ausstieg in Raten, mit großen zeitlichen Abständen zwischen den einzelnen Etappen. Auch bei allfälligen Lockerungen werde es wichtig sein, die verletzlichsten in der Bevölkerung, wie zum Beispiel Senioren, weiterhin zu schützen. Bars, Restaurants und Kulturbetriebe sollten erst allmählich wieder öffnen, heißt es im Papier. Große Veranstaltungen wie Festivals würden noch für eine ganze Weile nicht stattfinden können.

5.55 Uhr – Zahlen aus Deutschland

In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bislang 2107 Menschen infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben. Das sind 246 mehr als am Vortag. Mittlerweile wurden 108.202 Infektionsfälle bestätigt, 4974 mehr als am Tag zuvor. Wie viele Menschen binnen 24 Stunden wieder genesen sind, teilt das RKI zunächst nicht mit. Zuletzt hatte es gemeldet, dass 7561 Patienten wieder gesund seien.

5.45 Uhr – Knapp 2000 Tote am Tag

In den USA sind den zweiten Tag in Folge fast 2000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Insgesamt belief sich die Zahl der Toten in dem Land auf 14.817, wie kurz nach Mitternacht am Donnerstag (Ortszeit) aus den Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorging. 24 Stunden zuvor hatte die Universität die Zahl der Toten noch mit 12.907 ausgewiesen. Den Angaben nach wurden bereits rund 430.000 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen.

Weltweit sind nach Daten der Universität mittlerweile rund 1,5 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Rund 88.500 Menschen starben demnach, weitere rund 330.000 erholten sich von einer Infektion mit dem Virus.

.

Die Webseite der Universität wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der US-Gesundheitsbehörde CDC.

4.55 Uhr – Zahlen aus China

China verzeichnet den zweiten Tag in Folge einen leichten Anstieg bei den Neuinfektionen. Am Mittwoch seien 63 neue Fälle registriert worden, einer mehr als am Vortag, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Bei 61 der neuen Fälle handle es sich um Reisende, die aus Übersee nach China gekommen seien. Das sei der höchste Wert seit dem 25. März. Insgesamt seien nunmehr 81.865 Corona-Fälle in Festland-China bestätigt worden.

3.55 Uhr – Trump wünscht sich «großen Knall»

US-Präsident Donald Trump kann es nicht erwarten, dass die Corona-Krise überwunden ist. Allerdings müsse die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen dafür wohl erst einmal zurückgehen, machte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus deutlich. Er sprach von der Möglichkeit, dass das Land phasenweise zur Normalität zurückkehren könnte. Es könnte auch in weniger betroffenen Regionen schneller gehen als anderswo. Eigentlich wäre es schön, das Land «mit einem großen Knall» wieder zu öffnen, sagte Trump.

Ein Datum für eine Rückkehr zum Normalbetrieb wollte er nicht nennen. «Wir müssen vorsichtig sein», sagte Trump. Ganz anders klang das noch vor rund zwei Wochen, als er mit Verweis auf die verheerenden Folgen für die Wirtschaft sagte, die Beschränkungen möglichst schon Ostern aufheben zu wollen. Trump sagte am Mittwoch zu, sich auf den Rat seiner Experten verlassen zu wollen.

.

In der Pandemie steuern die USA derzeit auf eine kritische Phase zu, in denen nach Prognosen täglich mehr als 2000 Corona-Infizierte sterben könnten. «Wir haben einige furchtbare Tage vor uns, aber wir werden einige wunderbare Tage vor uns haben, wir werden das hinter uns bringen», sagte Trump. Je strikter die Amerikaner die Richtlinien zur sozialen Distanz einhielten, desto schneller gehe es. «Wir sind hoffentlich auf dem Weg zum letzten Abschnitt.»

1.55 Uhr – Zahlen USA

In den USA sind nach Zählungen der Nachrichtenagentur Reuters inzwischen mehr als 14.600 Menschen nach einer Coronavirus-Infektion gestorben. Alleine am Dienstag wurden mehr als 1900 neue Todesfälle gemeldet. Insgesamt starben nur in Italien mit 17.669 Toten noch mehr Menschen. Spanien folgt hinter den USA auf Platz drei mit 14.555 Toten.

0.55 Uhr – Erste Corona-Tote in Favelas

Erstmals sind Bewohner der Favelas von Rio de Janeiro im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Es handle sich dabei um zwei Menschen aus der Rocinha, wie der Bürgermeister der Stadt, Marcelo Crivella, am Mittwoch in einem Interview sagt.

Die Rocinha in der Südzone Rios ist mit offiziell 70.000 Einwohnern eines der größten Armenviertel Rios und Brasiliens. In Rios insgesamt 763 Favelas mit zwei Millionen Bewohnern in kleinen, oftmals unverputzten Häusern hatte man sich wegen des Ausbruchs und der Ausbreitung der Corona-Krise besondere Sorgen gemacht. Die Elendsviertel der Stadt können die Übertragung von Krankheiten beschleunigen. «Wer in einer Favela wohnt, hat kein Wasser, um die Hände zu waschen», sagte Gabriela Anastácia von dem Observatório das Favelas der Deutschen Presse-Agentur. «Wer in einer Favela wohnt, kann sich nicht sozial distanzieren, weil er mit fünf, sechs, neun Personen zusammenwohnt.»

In der Favela Rocinha gab es die ersten Todesfälle durch das Coronavirus.

60 Prozent der Bewohner von Armenvierteln haben nach einer am Mittwoch veröffentlichten Studie auch keine finanziellen Möglichkeiten, eine weitere Woche über die Runden zu kommen, ohne arbeiten zu gehen oder Unterstützung zu bekommen.

Viele Armenviertel werden von kriminellen Organisationen kontrolliert, die sich vor allem durch Drogenhandel finanzieren und schwer bewaffnet sind. Während der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro das Coronavirus noch als «gripezinha» bezeichnete, untersagten Drogenbanden und Milizen aus Angst vor einer Ansteckung und Ausbreitung bereits Ausländern den Zugang und verhängten Ausgangssperren für die Bewohner mancher Favelas, wie zunächst lokale Medien berichteten. Dies brachte Nichtregierungsorganisationen zufolge inzwischen wiederum die Polizei auf den Plan.


Mittwoch, 8. April 2020

21.55 Uhr – Die meisten Tote hat New York

Der besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffene US-Bundesstaat New York hat mit 779 Toten an einem Tag so viele Opfer zu verzeichnen wie noch nie in der Krise. Damit liege die Zahl der Toten in dem 20-Millionen-Staat bei insgesamt 6268, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Mittwoch bei seiner täglichen Pressekonferenz. «Diese Zahl der Toten wird weiter ansteigen», sagte er.

Cuomo ordnete an, die Flaggen im Bundesstaat auf halbmast zu hängen. Er verglich die Situation mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001, bei denen in New York knapp 2800 Menschen starben. Er hätte niemals gedacht, dass er noch einmal so eine große Katastrophe in seinem Leben sehen werde, sagte der Gouverneur.

Trotzdem bekräftigte Cuomo, dass die weitreichenden Ausgangsbeschränkungen funktionierten, dies zeige sich weiterhin bei der zurückgehenden Zahl an neu ins Krankenhaus Eingewiesenen. Dies bedeute aber nicht, dass die Maßnahmen nun bereits gelockert werden könnten. «Wenn wir etwas ändern, wird sich die Kurve ändern.»

Man sei noch nicht ansatzweise aus dem Gröbsten raus. Nach Berichten über höhere Infiziertenzahlen unter Afro-Amerikanern und Latinos kündigte Cuomo an, mehr Tests in den entsprechenden Communitys durchführen zu wollen.

Unterdessen häufen sich die Hinweise darauf, dass es in New York bei den Toten eine höhere Dunkelziffer geben könnte, weil viele Leute ohne ärztliche Behandlung zu Hause sterben. An normalen Tage müsse man etwa 25 Gestorbene aus ihren Häusern in der Millionenstadt holen, sagte der leitende General der Nationalgarde, Joseph Lengyel, am Mittwoch. «Diese Zahlen sind deutlich gestiegen und 150 Menschen pro Tag müssen in die Leichenhalle gebracht werden.»

New York ist mit mehr als 140.000 bestätigten Fällen in den USA momentan das Epizentrum der Krise. Im gesamten Land gibt es inzwischen mehr als 400.000 registrierte Infektionen und etwa 13.000 Tote. Das ging am Mittwochmittag (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor.

20.55 Uhr – UN-Chef meldet sich zu Trump-Kritik

Nach Kritik von US-Präsident Donald Trump hat UN-Generalsekretär António Guterres die Arbeit der Weltgesundheitsorganisation WHO in der Corona-Krise verteidigt. Zugleich stellte er aber auch eine Untersuchung zu späterer Zeit in Aussicht. «Es ist meine Überzeugung, dass die WHO unterstützt werden muss, denn sie ist absolut notwendig für die Anstrengungen der Welt, den Kampf gegen Covid-19 zu gewinnen», sagte Guterres laut Mitteilung am Mittwoch in New York. Die tausenden Mitarbeiter der WHO, die zuvor unter anderem bereits äußerst erfolgreich gegen Ebola gekämpft hätten, setzten sich nun an vorderster Front gegen die Ausbreitung des Virus ein.

Trump hatte der in Genf ansässigen wichtigsten Sonderorganisation der Vereinten Nationen im Gesundheitsbereich zuvor mit einem Stopp von Beitragszahlungen gedroht. Die WHO habe es in der Coronavirus-Pandemie «wirklich vermasselt». Sie sei unter anderem zu sehr auf China ausgerichtet und habe den USA zu Beginn der Krise falsche Empfehlungen gegeben.

«Dieses Virus hat es zu unseren Lebzeiten noch nicht gegeben und wir müssen darauf eine noch nie dagewesene Antwort geben», sagte UN-Chef Guterres. «Natürlich ist es unter solchen Bedingungen möglich, dass dieselben Fakten von verschiedenen Einheiten verschieden interpretiert worden sind.»

Eine Untersuchung zu späterer Zeit sei sinnvoll, sagte Guterres weiter. «Wenn wir diese Epidemie endlich hinter uns haben, muss es eine Zeit geben, ausführlich zurückzuschauen, um zu verstehen, wie so eine Krankheit entstehen und sich so schnell verheerend um die Welt verbreiten konnte, und wie alle Beteiligten auf die Krise reagiert haben.» Jetzt sei allerdings erstmal «Zeit für Einheit, für eine solidarische Zusammenarbeit der internationalen Gemeinschaft, um dieses Virus und seine erschütternden Konsequenzen zu stoppen».

20.35 Uhr – Frankreich verlängert Ausgangssperre

Die französische Regierung plant offenbar die Ausgangssperren über den 15. April hinaus zu verlängern. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Demnach werde sich Präsident Macron am Montag in einer Fernsehansprache an die Bevölkerung wenden.

19.37 Uhr – Johnsons Zustand verbessert sich

Der Gesundheitszustand des britischen Premierministers Boris Johnson hat sich nach Angaben von Finanzminister Rishi Sunak gebessert. «Der Premierminister bleibt in Intensivbehandlung, wo sich sein Zustand verbessert», sagte Sunak in einer Pressekonferenz am Mittwochabend in London. Außerdem habe sich Johnson im Bett aufsetzen können und habe «positiv» mit dem medizinischen Team interagiert.

Zuvor hatte der Regierungssitz Downing Street mitgeteilt, Johnson sei «klinisch stabil» und die Behandlung schlage an. Er werde weiterhin auf der Intensivstation des St. Thomas Hospital in London behandelt und sei gut gelaunt.

Johnson war am Sonntag ins Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem die Symptome seiner Covid-19-Erkrankung nach zehn Tagen nicht abgeklungen waren. Am Montag ging es ihm dann schlechter und er musste auf die Intensivstation verlegt werden. Seitdem stabilisierte sich sein Gesundheitszustand aber.

19.09 Uhr – EU stellt 20 Milliarden Euro bereit

Im Kampf gegen die Pandemie stellt die Europäische Union Ländern in Asien, Afrika, Lateinamerika und dem Balkan mehr als 20 Milliarden Euro zur Verfügung. Das gibt der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell nach einer Videokonferenz der EU-Außen- und -Entwicklungshilfeminister bekannt.

«Die weltweite Pandemie kann nur global überwunden werden. Sie wird nirgendwo besiegt, wenn sie nicht überall besieget wird», betont Borrell.

18.54 Uhr – WHO-Chef reagiert auf Trump-Kritik

Im Kampf gegen die Pandemie stellt die Europäische Union Ländern in Asien, Afrika, Lateinamerika und dem Balkan mehr als 20 Milliarden Euro zur Verfügung. Das gibt der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell nach einer Videokonferenz der EU-Aussen- und -Entwicklungshilfeminister bekannt.

«Die weltweite Pandemie kann nur global überwunden werden. Sie wird nirgendwo besiegt, wenn sie nicht überall besiegt wird», betont Borrell.

WHO-Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus weist Kritik von US-Präsident Donald Trump an der Weltgesundheitsorganisation mit scharfen Worten zurück. In einer Presseunterrichtung fordert er die Staats- und Regierungschefs dazu auf, das Virus nicht zu «politisieren». Drei Anliegen seien ihm wichtig: «Einheit auf nationaler Ebene, Covid nicht für politische Zwecke nutzen. Zweitens: ehrliche Solidarität auf globaler Ebene. Und: ehrliche Führung vonseiten der USA und Chinas.»

18.39 Uhr – USA: Über 400.000 Infizierte

In den USA gibt es inzwischen mehr als 400.000 registrierte Infektionen mit Sars-CoV-2. Das ging am Mittwochmittag (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Rund 13.000 Infizierte starben demnach in den USA.

Der Bundesstaat New York ist in der Corona-Krise derzeit das Epizentrum der USA. Die Zahl der bestätigten Fälle lag dort am Dienstag bei mehr als 138.000, rund 5500 starben infolge einer Infektion mit dem Coronavirus.

In den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, gibt es deutlich mehr bekannte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 als in jedem anderen Staat der Welt. Die Zahlen lassen sich wegen der unterschiedlichen Testquote und einer hohen Dunkelziffer jedoch nur begrenzt vergleichen.

18.16 Uhr – EU-Exit-Strategie über Monate

Die Corona-Beschränkungen sollten aus Sicht der EU-Kommission nur in kleinen, streng kontrollierten Schritten über einen Zeitraum von mehreren Monaten gelockert werden. Dies geht aus dem Entwurf der sogenannten Exit-Strategie hervor, die die Kommission nächste Woche veröffentlichen will und die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

«Jede schrittweise Lockerung der Ausgehbeschränkungen wird unausweichlich zu einer Steigerung neuer Fälle führen», heßst es in dem Papier. Zwei Voraussetzungen sollten deshalb aus Sicht der Kommission erfüllt sein: eine spürbare Verlangsamung der Ausbreitung des Virus; und eine ausreichende Zahl von Krankenhaus- und Intensivbetten.

Schrittweise sollten auch die innereuropäischen Grenzkontrollen aufgehoben werden, empfiehlt die Kommission. Sie rät dringend zu Absprachen der Nachbarstaaten und zur gegenseitigen Information bei der Aufhebung der Restriktionen.

Beim Wiederanfahren der Wirtschaft rät die Kommission zum gleitenden Übergang. Nicht alle Beschäftigten dürften gleichzeitig an den Arbeitsplatz zurückkehren. Zunächst sollten kleinere Menschenansammlungen erlaubt werden, solange Abstand gehalten wird, zuerst in Läden und Schulen, dann auch in Restaurants und Bars. Die Nutzung von Privatautos sollte so schnell wie möglich wieder erlaubt werden, öffentlicher Nahverkehr dagegen nur nach und nach wieder.

17.41 Uhr – Höhepunkt noch immer nicht erreicht

Die Corona-Pandemie hat nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC noch immer nicht ihren Höchststand in Europa erreicht. «Trotz früher Hinweise aus Italien und Österreich, dass die Zahl der Fälle und Todesfälle abnimmt, gibt es derzeit auf EU/EWR-Ebene keine Anzeichen dafür, dass der Höhepunkt der Epidemie erreicht worden ist», teilte das in Solna bei Stockholm ansässige Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten am Mittwoch in seiner aktualisierten Risikobewertung mit.

Weiterhin würden in verschiedenen Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) und Großbritannien größere Anstiege gemeldet.

«In der momentanen Situation kann eine weitere Ausbreitung des Virus erwartet werden», erklärte ECDC-Direktorin Andrea Ammon. Es sei zu früh, um plötzlich alle Massnahmen zur Vermeidung körperlichen Kontakts in der Region aufzuheben - selbst wenn diese auf sozialer und wirtschaftlicher Ebene sehr störend für die Gesellschaft seien.

Zum EWR gehören neben den 27 Staaten der EU noch die Länder Norwegen, Island und Liechtenstein. In diesem Raum zuzüglich Großbritannien starben nach ECDC-Angaben bislang mehr als 55.000 Menschen mit Covid-19-Erkrankung, es gibt bisher mehr als 630.000 bestätigte Infektionen. Die ersten Infektionsfälle des neuartigen Coronavirus in Europa waren Ende Januar in Frankreich und Deutschland aufgetaucht.

17.26 Uhr – Türkei ruft an, wenn man das Haus verlässt

Die Türkei will die Einhaltung von Quarantäne-Auflagen mit Hilfe der Handy-Daten der Erkrankten überwachen. Wer sein Haus verlasse, werde einen Anruf erhalten, teilt das Kommunikationsdirektorat des Präsidialamts mit. Man werde sie bitten, nach Hause zurückzukehren und bei wiederholten Verstössen bestrafen. Die Regierung werde sicherstellen, dass die Daten nicht für andere Zwecke benutzt werden.

17.08 Uhr – EU-Kommission für Verlängerung des Einreisestopps

Der weitgehende Stopp der Einreisen in die Europäische Union soll nach Ansicht der EU-Kommission bis zum 15. Mai verlängert werden. Dies schlug die Brüsseler Behörde am Mittwoch vor; die Entscheidung darüber kann jedoch jedes Land für sich treffen.

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März alle EU-Staaten außer Irland sowie die Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island darauf geeinigt, nicht zwingend notwendige Reisen in die EU zunächst für 30 Tage einzuschränken.

Die Erfahrung habe gezeigt, dass die Maßnahme mehr als 30 Tage brauche, um wirksam zu sein, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung der EU-Kommission. Die Behörde rief die Staaten zu einem abgestimmten Vorgehen bei der Verlängerung auf. Maßnahmen an den Außengrenzen seien nur dann effektiv, wenn sie einheitlich seien.

16.48 Uhr – EU-Parlament: Räume für Bedürftige

Das Europaparlament will angesichts der Coronavirus-Pandemie Bedürftigen in Brüssel helfen.

Ein Teil der Räumlichkeiten des EU-Parlaments in der belgischen Hauptstadt solle während der gesundheitlichen Notlage Obdachlosen und «den Schwächsten der Gesellschaft» zur Verfügung gestellt werden, teilte Parlamentspräsident David Sassoli am Mittwoch in einer Videobotschaft mit.

16.33 Uhr – Wie gehts eigentlich Johnsons schwangeren Verlobten?

Während der britische Premierminister Boris Johnson (55) wegen der Covid-19-Erkrankung auf der Intensivstation des St. Thomas Hospital in Südlondon versorgt wird, muss seine schwangere Verlobte Carrie Symonds alleine zuhause ausharren. Zuvor hatte die 32-Jährige selbst Sympotome einer Covid-19-Erkrankung gezeigt und sich in eine zwei Wochen lange Selbstisolation begeben. Ende letzter Woche twitterte sie, dass sie sich besser fühle.

Dann aber der Schock, als Johnson letzte Woche zunächst ins Spital und schliesslich auf die Intensivstation verlegt wurde. Symonds, die ihren Lebensgefährten seit Wochen nicht gesehen haben soll, sei wegen der Nachricht fast zusammengebrochen, so britische Boulevardblätter. Freunde und Familie versuchen der PR-Beraterin über das Telefon beizustehen und sie aufzumuntern.

Symonds erwartet im Juni ihr erstes Kind und soll in einer gemeinsamen Wohnung in in Camberwell in Südlondon leben. Im nahen St. Thomas' Spital darf sie Johnson natürlich nicht besuchen, und es ist unklar, ob die beiden derzeit miteinander telefonieren.

Auf Twitter schrieb die 32-Jährige letzte Woche zudem: «Natürlich macht man sich als Schwangere mit Covid-19 Sorgen.» Sie verwies auf einen Ratgeber für Schwangere, der sie einigermaßen beruhigt hatte. Experten gehen davon aus, dass Ungeborene vor einer Ansteckung grundsätzlich sicher seien. Es gebe auch keine Daten, die darauf hinweisen würden, dass es ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten gebe, wie der Guardian schreibt.

Schwangere sollten demnach aber speziell darauf achten, keinen Kontakt zu Kranken oder Menschen mit Symptomen zu haben.

Die Sympathien für die junge Mutter in spe, die schwanger und alleine daheim ausharren muss, sind groß. Selbst die Queen dachte an Carrie und schickte ihr eine Grußbotschaft, dass Carrie und Boris in ihren Gedanken seien.

15.55 Uhr – Schutzmasken geklaut – 12 Wochen Haft

Ein Mann in Großbritannien ist zu zwölf Wochen Gefängnis verurteilt worden, weil er vier Schutzmasken aus einem Krankenhaus in London gestohlen hatte. Das teilte die Staatsanwaltschaft (Crown Prosecution Service) per Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Der 34 Jahre alte Mann war demnach vom Sicherheitsdienst des King's College Hospital zur Rede gestellt worden, als er die Klinik verlassen wollte, und gab den Diebstahl zu. Der Vorfall hatte sich bereits am Sonntag zugetragen. Schutzmasken sind in britischen Krankenhäusern, wie in vielen anderen europäischen Ländern auch, sehr knapp.

15.15 Uhr – Rom plant «Phase 2»

Erst sollen Unternehmen in Italien vorsichtig wieder ihre Arbeit aufnehmen, dann können Lockerungen für die Menschen folgen: Die Regierung in Rom plant im Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise ein langsames, schrittweises Vorgehen, wie Medien am Mittwoch berichteten.

Diese Pläne werden «Phase 2» genannt. Die Regierung habe den wissenschaftlichen Beirat beauftragt, Details zu erarbeiten.

Zuletzt waren die Ausgangsbeschränkungen für die 60 Millionen Italiener, die am 10. März erlassen wurden, bis Ostermontag verlängert worden. Außerdem ist die nicht lebensnotwendige Produktion gestoppt und viele Läden sowie Restaurants sind geschlossen.

Es wurde erwartet, dass die Arbeit in einigen stillgelegten Firmen in der kommenden Woche wieder anlaufen darf. Unternehmerverbände machen zunehmend Druck wegen drohender Pleiten. Weitere Öffnungen von Geschäften und Erleichterungen für die Bürger dürfte es aber erst ab dem 4. Mai geben, hieß es in TV-Berichten.

.

«Wir können nicht riskieren, dass die Kurve der Epidemie wieder ansteigt, weil wir es uns nicht leisten können, von vorne zu beginnen», wurde Ministerpräsident Giuseppe Conte von der Zeitung «Corriere della Sera» zitiert. Voll anlaufen könne die «Phase 2» wohl erst nach den Brückentagen um den 1. Mai, hieß es.

Den Berichten zufolge sollen parallel zu ersten Lockerungen neue Schutzregeln erlassen werden. Strikte Schichtregeln für Fabriken und Büros sowie Maskenpflichten seien in der Diskussion. Italien ist mit mehr als 17.000 Toten in Europa besonders hart von der Infektionswelle getroffen.

Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen aber deutlich zurückgegangen. Nach Angaben des Gesundheitsministers Roberto Speranza steckt jeder Infizierte durchschnittlich nur noch eine weitere Person an.

15.05 Uhr – Vorwürfe gegen Kliniken

In Italien wird Kritik an Fehlern im Umgang mit der Corona-Krise in Krankenhäusern und Altersheimen lauter. In Heimen in der besonders betroffenen Lombardei scheint es zu einer unkontrollierten Ausbreitung des Virus gekommen zu sein.

Allein in einer bekannten Geriatrie bei Mailand seien seit März 110 Menschen gestorben und Fälle verdeckt worden, berichtete unter anderem die Zeitung «Corriere della Sera».

Die Staatsanwaltschaft in Mailand habe Ermittlungen zum Zustand in mehreren Heimen aufgenommen. Der Vizepräsident der Region, Fabrizio Sala, erklärte, es sei eine Kommission zur Aufklärung eingerichtet worden. Die Einrichtung äußerte sich auf Anfrage nicht zu den Vorwürfen.

Am Mittwoch erklärte zudem die Staatsanwaltschaft laut Nachrichtenagentur Ansa, dass gegen Unbekannt in einer Klinik in Alzano Lombardo bei Bergamo ermittelt werde. Die Provinz ist das Epizentrum der Corona-Krise in Italien. Der Bürgermeister von Bergamo, Giorgio Gori, hatte gesagt, dass dort vermutlich Corona-Kranke nicht sofort erkannt worden seien.

.

Der Verband der Chirurgen und Zahnärzte in der Lombardei prangerte derweil in einem Brief an die Region mehrere Fehler im Krisenmanagement an – darunter mangelnde Tests auf das Virus. Diese werden derzeit nur bei denen gemacht, die ernsthafte Symptome zeigen.

Auch mangele es an Schutzausrüstung für Ärzte und medizinisches Personal. Zudem gebe es keine Klarheit über die Ausbreitung des Virus in Altenheimen. In Italien sind im Zuge der Pandemie bisher mehr als 17.000 Infizierte gestorben.

Die Fünf-Sterne-Bewegung kritisierte die Entscheidung der Region, die Krankenhäuser zu entlasten, indem Covid-Patienten in Alterseinrichtungen geschickt worden seien. «Das bringt eine enorme moralische Verantwortungslosigkeit der Politik zum Vorschein», erklärte die Europaabgeordnete Eleonora Evi.

13.25 Uhr – Leichte Corona-Abschwächung in Spanien

In Spanien hat sich die Zuwachsrate bei den Corona-Neuinfektionen weiter stabilisiert. Innerhalb von 24 Stunden stieg die Zahl der registrierten Fälle erneut um nur vier Prozent auf knapp 146.700. Seit Tagen ist die Rate damit gleichbleibend niedrig.

Gleichzeitig kletterte die Zahl der Todesopfer wieder leicht: Seit Dienstag kamen 757 Menschen in Verbindung mit Covid-19 ums Leben. Insgesamt lag die Zahl der Toten damit bei 14.500. Die gute Nachricht: 48.000 Patienten sind bereits wieder gesund, elf Prozent mehr als am Vortag.

Die strengen Ausgangsbeschränkungen in dem besonders schwer von der Krise betroffenen Spanien, die bereits seit Mitte März gelten, zeigen somit schrittweise Wirkung. Die Ansteckungskurve habe sich stabilisiert, «sie flacht ab und wir sind in der Phase der Abschwächung», sagte Gesundheitsminister Salvador Illa.

Der Druck auf die Intensivstationen gehe langsam zurück. Mittlerweile kämen täglich etwa drei Prozent Intensivpatienten hinzu, vor einer Woche seien es sechs Prozent gewesen, vor zwei Wochen sogar noch 16 Prozent, rechnete Illa vor.

Die Regierung will den Alarmzustand samt Ausgehsperre ein zweites Mal bis Mitternacht des 25. April verlängern. Das Parlament muss dem Vorhaben aber am Donnerstag noch zustimmen. Ab Ende April soll es dann nach und nach Lockerungen für die Bevölkerung geben.

13.01 Uhr – Mehr als 10.000 Corona-Fälle in Afrika

Das neue Coronavirus breitet sich zunehmend auch in Afrika aus. Die Zahl der bestätigten Infektionen in Afrika sei auf mehr als 10.000 angestiegen, mehr als 500 Menschen seien gestorben, gab die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch in einer Erklärung bekannt.

Nachdem das Virus Sars-CoV-2 den Kontinent im Vergleich zu anderen Weltregionen erst sehr spät durch Reisende aus Europa, den USA und Asien erreicht hat, breite es sich nun sehr schnell aus. Hilfsorganisationen wie World Vision oder Save the Children warnen bereits vor einer drohenden Katastrophe schwersten Ausmaßes. In Afrika, wo ein Leben auf Distanz in vielen Armensiedlungen nicht möglich ist und auch die Hygienebedingungen nicht immer optimal sind, befürchten Experten eine hohe Dunkelziffer bei der Zahl der Infizierten.

11.25 Uhr – Trauriger Rekord in Russland

In Russland ist die Zahl der bestätigten Virus-Infektionen den zweiten Tag in Folge um mehr als 1000 gestiegen. Am Mittwoch meldeten die zuständigen Behörden ein Plus von 1175 Fällen - so viele wie noch nie zuvor an einem Tag. Insgesamt sind demnach in Russland jetzt 8672 Ansteckungen registriert. Die Behörden bezifferten die bekannten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf 63 - fünf mehr als am Vortag.

9.25 Uhr – Bericht: Boris Johnsons Fieber geht zurück

Dem britischen Premierminister Boris Johnson soll es etwas besser gehen. Sein durch das Coronavirus ausgelöstes hohes Fieber ist zurückgegangen, wie die «Times» berichtete.

Johnson wird nach einem Bericht des «Telegraph» im Krankenhaus von Richard Leach behandelt, der als führender Lungenfacharzt Großbritanniens gelte. Eine Regierungssprecherin wollte die Berichte auf Anfrage der Nachrichtenagentur DPA am Mittwoch nicht kommentieren.

Johnson liegt auf der Intensivstation des St. Thomas' Hospitals in London. Sein Zustand war am Dienstag nach Regierungsangaben stabil. Der 55-Jährige musste bis dahin auch nicht an eine Beatmungsmaschine angeschlossen werden. Ihm werde zwar Sauerstoff zugeführt, aber er «atmet selbstständig ohne jegliche Unterstützung», hieß es.

Der Premier war am Montag im St. Thomas' Hospital wegen seiner anhaltenden Corona-Beschwerden untersucht worden, als sich plötzlich sein Zustand deutlich verschlechterte. Johnson hatte am 27. März mitgeteilt, dass er sich mit dem neuartigen Virus angesteckt hat.

Zunächst arbeitete er in Isolation in der Downing Street weiter, wirkte aber in seinen Videobotschaften angeschlagen. Inzwischen hat Außenminister Dominic Raab auf Wunsch von Johnson die Regierungsgeschäfte übernommen. Raab gilt als ehrgeiziger, erfahrener Politiker, gleichwohl kommen in Großbritannien zunehmend Fragen auf, wie handlungsfähig derzeit die britische Regierung überhaupt sei.

9.15 Uhr – Jack Dorsey spendet 28 Prozent seines Vermögens

Twitter-Chef Jack Dorsey will Aktien im Wert von einer Milliarde Dollar stiften – unter anderem für den Kampf gegen die Coronavirus-Krise. Der 43-Jährige kündigte am Dienstag (Ortszeit) per Tweet an, 28 Prozent seines Privatvermögens in einen entsprechenden Fonds zu stecken.

-

Bei den Mitteln handelt es sich um Anteile an dem von Dorsey gegründeten und als Vorstandschef geführten Bezahldienst Square. Die Initiative solle sich zunächst auf die Bewältigung der Corona-Pandemie konzentrieren. Danach werde sich der Fokus des Fonds auf «Gesundheit und Bildung von Mädchen» und ein bedingungsloses Grundeinkommen verlagern, so Dorsey weiter.

7.27 Uhr – 12.900 Tote in den USA

In den USA sind laut der John Hopkins University 398.809 Personen am Coronavirus erkrankt. Allein am Dienstag kamen 30.613 neue Fälle und 1909 Tote dazu. Das sind so viele wie noch nie zuvor in den Staaten. Die gesamte Anzahl Personen, die an Covid-19 gestorben sind, steigt damit auf 12.895. Bisher kam es in 49 der 50 Statten zu Todesfällen. Der einzige US-Bundesstaat, der bisher noch keine Corona-Toten gemeldet hat, ist Wyoming.

-

6.57 Uhr – Zahlen Deutschland

In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Infektionsfälle nach Angaben des Robert-Koch-Instituts auf 103.228 gestiegen. 1861 Menschen seien bislang infolge einer Ansteckung gestorben, teilt das RKI mit. Am Dienstag hatte das Institut 99.225 Infektions- und 1607 Todesfälle gemeldet.

5.57 Uhr – Country-Star John Prine ist tot

Der amerikanische Country-Star John Prine ist in Folge einer Coronavirus-Infektion gestorben. Der vielfach preisgekrönte Sänger und Songschreiber starb am Dienstag in einem Krankenhaus in Nashville (US-Staat Tennessee), wie seine Familie laut der Zeitschrift «Rolling Stone» mitteilte. Prine wurde 73 Jahre alt.

John Prine hatte mit den Alben «The Missing Years» und «Fair & Square» die begehrten Grammy-Trophäen gewonnen.

Die Frau und Managerin des Musikers, Fiona Whelan Prine, sagte vorige Woche, dass ihr Mann nach Anzeichen von Covid-19 auf der Intensivstation an ein Beatmungsgerät angeschlossen wurde. Sie selbst war ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Der Country-Star, der in der Vergangenheit eine Krebserkrankung überstanden hatte, war im Februar bei der Grammy-Verleihung mit einem Ehrenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Der Musikverband würdigte Prine am Dienstag als einen der «einflussreichsten Songschreiber seiner Generation».

4.57 Uhr – US-Flugzeugträger

Im Konflikt um den Umgang mit dem Coronavirus-Ausbruch an Bord eines US-Flugzeugträgers ist der amtierende US-Marineminister Thomas Modly zurückgetreten. US-Verteidigungsminister Mark Esper schrieb am Dienstag auf Twitter, er habe das Rücktrittsgesuch von Modly im Einverständnis mit US-Präsident Donald Trump angenommen. An Modlys Stelle soll nun der Untersekretär des Heeres, Jim McPherson, treten.

Der Rücktritt ist ein Teil des Dramas, das in den vergangenen Tagen immer neue Wendungen genommen hatte. Ende März war zunächst bekannt geworden, dass sich einige der ursprünglich rund 5000 Besatzungsmitglieder des Kriegsschiffs USS Theodore Roosevelt mit dem Coronavirus infiziert haben. Das Virus breitete sich immer weiter aus - mittlerweile wurden mehr als 150 Besatzungsmitglieder positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet.

Das Schiff liegt vor der Pazifikinsel Guam vor Anker, eine Vielzahl an Besatzungsmitgliedern hat den Flugzeugträger infolge des Corona-Ausbruchs verlassen. Das Problem: Aus Sicherheitsgründen können nicht alle Soldaten von Bord gehen. Das Schiff ist hochgerüstet und nuklearbetrieben. Um die 1000 Soldaten müssen nach Angaben des Chefs der Marineoperationen, Michael Gilday, von vergangener Woche an Bord bleiben, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Der mittlerweile entlassene Kapitän Brett Crozier schlug in einem Brief Alarm wegen der Situation an Bord - und sendete ihn an einen großen Verteiler. Er forderte eine weitgehende Evakuierung des Schiffs, um weitere Infektionen zu vermeiden. «Wir befinden uns nicht im Krieg. Keine Marineangehörigen müssen sterben», schrieb Crozier. Ohne Evakuierung müsse mit dem Tod von Soldaten gerechnet werden, warnte er.

4.37 Uhr – Wuhan beendet Abschottung

76 Tage nach der Abriegelung der chinesischen Großstadt Wuhan im Zuge der Corona-Krise beenden die Behörden die Abschottung von der Aussenwelt. Am Mittwoch durfte das einstige Epizentrum der Virus-Pandemie erstmals wieder verlassen werden. Der erste Zug verließ die Elf-Millionen-Metropole um 00.50 Uhr Ortszeit. Zur selben Zeit wurden auch die Autobahnen wieder für den Verkehr freigegeben.

Anordnungen wie eine allgemeine Ausgangssperre waren bereits zuvor gelockert worden, nachdem die Zahl der Neuinfektionen deutlich zurückgegangen war. Da aber eine zweite Ansteckungswelle nicht ausgeschlossen werden kann, rufen die Gesundheitsbehörden weiter dazu auf, die Stadt oder das eigene Viertel nur dann zu verlassen, wenn es unbedingt nötig ist.

Das neuartige Coronavirus war Ende 2019 erstmals in Wuhan festgestellt worden. Nachdem klar wurde, wie gefährlich es ist und wie rasant es sich ausbreitet, wurde die Stadt am 23. Januar von der Aussenwelt abgeriegelt. Allein in Wuhan wurden mehr als 50.000 Menschen positiv auf das Virus getestet, fast 2600 Menschen sind in der Stadt gestorben. In China insgesamt wurden nach jüngsten Daten der Nationalen Gesundheitskommission bis Dienstag 81.802 Infektionen sowie 3333 Tote bestätigt.

3.37 Uhr – USA: Höhepunkt erreicht?

Die USA erreichen nach den Worten von US-Präsident Donald Trump womöglich bald den Höhepunkt der Corona-Krise. Trotz einer sehr «schmerzhaften Woche» seien Hoffnungsschimmer zu erkennen. Er denke, dass die USA vielleicht dabei seien, am Punkt «ganz oben auf der Kurve» anzukommen. Trump bekräftigt, dass er die Beschränkungen für das Wirtschaftsleben bald wieder aufheben wolle.

Darüberhinaus sagte Trump, dass er nichts von frühen Warnungen eines ranghohen Beraters vor der Corona-Pandemie gewusst habe. «Ich habe das nicht gesehen», sagte Trump am Dienstagabend im Weißen Haus in Washington. Er habe erst jetzt davon erfahren. Trump versicherte aber, er habe bereits damals aus eigenem Antrieb im Sinne dieser Warnungen gehandelt.

Ein ranghoher Berater des Präsidenten hatte Medienberichten zufolge bereits Ende Januar vor einer Coronavirus-Pandemie gewarnt, in deren Folge Hunderttausende Amerikaner ums Leben kommen könnten. Die Bevölkerung in den USA wäre dem Virus «schutzlos» ausgeliefert, weil es weder Immunität noch eine Impfung dagegen gebe, schrieb Trumps Handelsberater Peter Navarro demnach in einem Memorandum an den Nationalen Sicherheitsrat des Weißen Hauses. Bei einem ungünstigen Verlauf könnten in den USA mehr als eine halbe Million Menschen an den Folgen einer solchen Epidemie sterben, hieß es demnach weiter. Navarro forderte deshalb, keine Einreisen aus China mehr zuzulassen.

2.37 Uhr – Trump droht WHO

US-Präsident Donald Trump erhöht in der Coronavirus-Krise den Druck auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Trump drohte bei einer Pressekonferenz am Dienstagabend im Weißen Haus, Gelder für die WHO einzufrieren. «Ich sage nicht, dass wir es tun werden, wir werden es untersuchen und die Beendigung der Finanzierung prüfen», sagte Trump. Er revidierte damit eine nur wenige Minuten zuvor getroffene Aussage, wonach US-Gelder für die WHO auf Eis gelegt werden sollten - was nach einer bereits getroffenen Entscheidung klang.

1.57 Uhr – Vorläufiger Höhepunkt in New York

Auf dem vorläufigen Höhepunkt der Corona-Krise in New York hat der besonders heftig getroffene US-Bundesstaat 731 Tote an nur einem Tag verzeichnet. Insgesamt lag die Zahl der Toten damit bei etwa 5500, wie Gouverneur Andrew Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz sagte. In den vergangenen Tagen waren um die 600 Patienten in dem Staat gestorben.

Der Gouverneur machte aber wegen anderer, sinkender Zahlen - vor allem die neu eingelieferter Patienten - Hoffnung: «Soweit wir sehen, gibt es eine Abflachung (der Kurve) oder ein mögliches Plateau. Das liegt an dem, was wir tun. Und wir müssen es weiter tun.» In New York mit seinen knapp 20 Millionen Einwohnern gelten seit Wochen strenge Ausgangsbeschränkungen.

Unterdessen werden in der gleichnamigen Millionenmetropole weiterhin alle möglichen Gebäude zu Notfallkliniken umfunktioniert, zum Beispiel die Kathedrale St. John the Divine. In dem knapp 200 Meter langen Kirchenschiff sollen Zelte für bis zu 200 Patienten aufgebaut werden, berichteten Lokalmedien am Dienstag unter Berufung auf Dekan Clifton Daniel. Auch die darunterliegende Krypta soll genutzt werden. Die rund 100 Jah

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sin mir nët e bessen mautsch am 03.02.2020 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    E Sonnden as e Flug vun der Cargolux op Shanghai gaangen, deen medizinescht Material dohinner transportéiert, vu wou ët hir koum .... Ween ët fäerdeg bréngt, an 10 Deeg e Spidol ze bauen, denn produzéiert esou Material an 2 Minuten. De Mega-Gewënner as alt nees d'Pharmaindustrie. BSE; Vullegripp; Schwéngschnapp; Kanarien-Pescht; Krokodillen-Houscht a waat déi séch soss nach alles afaalen gelooss hun an waerten. A mir I...... faalen ëmmer nees drop eran.

    einklappen einklappen
  • svendorca am 03.02.2020 08:05 Report Diesen Beitrag melden

    Tausende vu Kanner stierwen all Daag vun Honger op eisem Planet, oder well Medicamenter féelen,..ween schwätzt dann doriver!

    einklappen einklappen
  • Léon am 15.02.2020 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Selon les dires de notre ministre de la santé pas de problème,c’est la preuve qu’il ne connaît rien à la santé. C’est la preuve qu’il a reçu ce poste (entre copains )et qu’il a une incompétence totale sur le sujet de cette maladie Un ministre de la santé doit être médecin et pas un clowns

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Megadeath am 08.04.2020 23:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Daat kennz och nach op letz

  • Arm am 07.04.2020 19:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trump sieht seine wieder Wahl in gefahr darum Rudert er Täglich in andere Richtungen ist sogar schon ein Video im Netz wo Trump der auserwählte ist um die Welt zu Retten

  • Daweb am 01.04.2020 13:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oh mein gott!!!! Bitte hirn vir dem tippen einschalten! Viren kennen auch keine grenzkontrollen!!!!!!!

  • Daweb am 01.04.2020 13:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Woran sind die 800 denn gestorben? Italien hat in den krankenhäuser eine 28% keimresistenz!!! Es ist wahrscheinlich in italien im krankenhaus an den folgend eines resistenten bakterium zu sterben als an covid! Leute wacht mal auf!

  • Daweb am 01.04.2020 13:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Imenz iddi.... #bleiwdoheem da brauchste keng.... wéi vill vun denen villen doudigen sinn tatsächlich um corona gestuerwen? Die zuelen sinn net representativ! Wann 1 un engem herzinfakt stierft an en ass pos. getest ob mat oder ouni symtomer dann get en derbäi gerechend! Das ass falsch! Die zuelen gin künstlech eropgedreckt fir dat ganzt kaartenhaus oprecht z’erhalen! Et ass eng volksverarschung!

    • @Daweb am 02.04.2020 10:42 Report Diesen Beitrag melden

      Oh mei, där ganz cleverer een... Kaartenhaus! Volksverarschung!!!1!!einself!!! LOL. Maach Dech dach net lächerlech.

    einklappen einklappen