Trauriges Bild

14. April 2019 15:23; Akt: 14.04.2019 19:43 Print

Strand weg – Schildkröte legt Eier auf Startbahn

Eine stark gefährdete Meeresschildkröte kehrt zur Eiablage auf die Malediven zurück und findet statt eines Strands einen Flugplatz vor.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Wenn Grüne Meeresschildkröten ihre Eier ablegen wollen, kehren sie immer genau an den Ort zurück, wo sie selber einst geschlüpft sind. Von ihren Instinkten getrieben, nehmen sie dafür lange Reisen auf sich. So auch dieses Exemplar, das seine Eier am Strand der Insel Maafaru im Noonu-Atoll der Malediven ablegen wollte.

Das Vorhaben scheiterte daran, dass sich dort, wo die Schildkröte einst das Licht der Welt erblickt hat, heute eine 2,2 Kilometer lange Startbahn erstreckt. Sie gehört zum noch nicht fertiggestellten Maafaru International Airport, der mit Geldern aus den Vereinigten Arabischen Emiraten auf der winzigen Insel gebaut wird, wie Independent.co.uk berichtet.

Verlust des Lebensraums

Die Schildkröte, die mit der veränderten Situation offenbar nicht zurechtkam, legte die Eier mitten auf die Piste, wie ein Twitterbild zeigt. Es vermittelt mit seltener Deutlichkeit, was der Verlust des natürlichen Lebensraums für ein Tier bedeuten kann.

Laut örtlichen Medien hat die Schildkröte bei der verunglückten Eiablage selber keinen Schaden genommen. Sie sei von den Inselbewohnern zurück ins Meer befördert worden.

Opfer für den Fortschritt?

Die Behörden geben derweil Entwarnung. Der Bau des Flughafens habe zu keinem Rückgang der Schildkrötenbesuche zwecks Eiablage geführt, berichtet die lokale Zeitung «The Edition».

Ihren Bericht schließt «The Edition» mit der Frage, wie viel der Biodiversität der Malediven geopfert werden müsse, um das Land industriell und wirtschaftlich voranzubringen.

(L'essentiel/jcg)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • L'Homme am 15.04.2019 09:07 Report Diesen Beitrag melden

    Triste monde dans lequel nous vivons... Un jour mère nature nous le fera payer.

    einklappen einklappen
  • Pia am 14.04.2019 16:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    jo traureg :(

  • Le Suisse am 15.04.2019 07:23 Report Diesen Beitrag melden

    Cela me fait mal.

Die neusten Leser-Kommentare

  • menschliche Idiokratie am 16.04.2019 07:33 Report Diesen Beitrag melden

    ...und, wie gewohnt bei menschlichen Handlungen, bleibt die Natur auf der Strecke wegen dem Geldprofit, der das Land industriel u wirtschaftlich weiterbringen soll ...

  • Niemand am 15.04.2019 17:32 Report Diesen Beitrag melden

    Grausam . . . -_-

  • L'Homme am 15.04.2019 09:07 Report Diesen Beitrag melden

    Triste monde dans lequel nous vivons... Un jour mère nature nous le fera payer.

    • Final Destination am 15.04.2019 12:31 Report Diesen Beitrag melden

      @L'Homme: La terre a déjà existé quand l'homme n'était pas encore là, alors, je pense que la nature se fout un peu de l'homme, même si l'homme croit que la terre doit tourner comme il le souhaite. La terre tournera, même si nous avons disparu. Nous comptons 7 milliards d'êtres humains. La vrai question est, combien de gens peuvent rentrer dans une pièce avant qu'il n'y ait plus d'air? Pour ma part, j'ai même pas envie d'attendre la réponse. Même la petite Suédoise n'arrive pas a éveiller ma curiosité. Mais elle a raison sur un point: Tout a un prix, même notre séjour sur cette planète...

    einklappen einklappen
  • Le Suisse am 15.04.2019 07:23 Report Diesen Beitrag melden

    Cela me fait mal.

  • sandra am 15.04.2019 02:01 Report Diesen Beitrag melden

    Die arme