Kalifornien

16. Mai 2019 07:10; Akt: 16.05.2019 07:16 Print

Stromleitungen lösten tödlichen Waldbrand aus

Jetzt steht offiziell fest, warum vor einem halben Jahr viele Menschen ihr Leben verlieren mussten.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Sechs Monate nach einem verheerenden Waldbrand im US-Bundesstaat Kalifornien mit 85 Toten ist die Brandursache endgültig geklärt. Das «Camp Fire» sei durch Stromleitungen des Energieversorgers Pacific Gas and Electric (PG&E) ausgelöst worden.

Dies teilte die zuständige Feuerwehr am Mittwoch (Ortszeit) nach einer Untersuchung mit. Angefacht worden seien die Flammen dann durch Trockenheit, Hitze und starken Wind.

Kalifornien leidet seit Jahren unter extremer Trockenheit und wurde vergangenes Jahr von mehreren schweren Bränden heimgesucht.

Bereits erste Klagen

Beim «Camp Fire» in Nordkalifornien kamen im November 85 Menschen ums Leben. Das Feuer verwüstete rund um die Kleinstadt Paradise mehr als 60.000 Hektar Land und zerstörte fast 19.000 Häuser und andere Gebäude. Der Brand gilt als das tödlichste und zerstörerischste Feuer in der Geschichte Kaliforniens.

PG&E hatte bereits eingeräumt, dass seine Stromleitungen für die Katastrophe verantwortlich sein könnten. Die Feuerwehr bestätigte diese Hypothese nun offiziell. Der vollständige Untersuchungsbericht wurde nicht veröffentlicht, sondern an die Staatsanwaltschaft übergeben, die nun über eine Anklage gegen das Unternehmen entscheiden muss.

PG&E wurde bereits von mehreren Opfern der Brandkatastrophe sowie von Versicherungsunternehmen und Organisationen verklagt. Wegen möglicher Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe hat das Unternehmen im Januar Insolvenz angemeldet.

(L'essentiel/sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.