Ticker – Europa/Welt

27. März 2020 07:29; Akt: 27.03.2020 18:27 Print

Italien zählt 1000 weitere Corona-​​Tote an einem Tag

Das Coronavirus breitet sich rasant aus. Weltweit herrscht der Ausnahmezustand. Alle News im Ticker.

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Das Wichtigste in Kürze:

• Das neue Coronavirus breitet sich immer weiter aus. 19986 Länder, Gebiete und Territorien sind betroffen.

• Weltweit sind mehr als 510.000 Menschen erkrankt, mehr als 22.150 Menschen sind gestorben. (Stand 27. März)

• Die Weltgesundheitsorganisation spricht von einer Pandemie.

• Im Großherzogtum gibt es bislang mehr als 1453 bestätigte Fälle. Zehn Menschen sind gestorben. Alle Infos dazu finden Sie im Luxemburg-Newsticker.


Newsticker:

Freitag, 27. März 2020

18.00 Uhr – Mehr als 500 Tote in New York

Die Zahl der Corona-Toten ist im US-Bundesstaat New York um 134 auf aktuell 519 gestiegen. Außerdem gebe es 7000 neue Infektionen, womit die Gesamtzahl für den Staat auf über 44.500 steigt.

17.21 Uhr – Fast 1000 Tote in Italien an einem Tag

In Italien sind innerhalb eines Tages fast 1000 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Die Gesamtzahl der Todesopfer stieg damit auf 9134.

Alleine in der Lombardei starben in den vergangenen 24 Stunden 541 Menschen.

Über 80.000 Menschen sind in Italien derzeit mit dem Virus infiziert.

16.21 Uhr – Katze steckte sich in Belgien bei Halter an

ie belgische Regierung hat die Bevölkerung dazu aufgerufen, sich nach dem Schmusen mit dem Haustier die Hände zu waschen. Dies, nachdem eine Katze sich offenbar bei ihrem positiv getesteten Halter angesteckt hat - eine Weltpremiere, wie die belgische Presse schreibt.

Die Infektion des Tieres erscheinen zwar ein Einzelfall zu sein, sagte Virologe Steven Van Gucht an einer Pressekonferenz. Der Gesundheitszustand des Tieres verbessere sich mittlerweile. «Nachdem der Halter erste Symptome zeigte, entwickelte nach einer Woche auch die Katze Symptome: Durchfall, Erbrechen und Atemschwierigkeiten», so Van Gucht.

«Es scheint nicht, als ob das weitverbreitet wäre», so der Virologie weiter. «Es ist bemerkenswert, dass sich das Virus von Mensch zu Tier und nicht umgekehrt übertragen hat. Normalerweise überträgt sich das Virus nicht vom Tier auf den Menschen, weswegen wir das Risiko für Menschen als gering erachten.»

Die belgischen Behörden haben dennoch reagiert und ein Merkblatt herausgegeben, um Haustiere zu schützen: Sollten sich Tierhalter mit Cov-19 angesteckt haben, sollen sie ihr Tier möglich drinnen lassen und den Kontakt zu ihm möglichst gering halten.

Die nationale Tierschutzbehörde CNPA erklärte, es gebe keinen Grund zur Beunruhigung. «Tiere sind keine Träger dieser Epidemie.»

16.17 Uhr – Junge Leute nehmen Corona nicht ernst

Der belgische Virologe Marc Van Ranst warnt junge Leute davor, das Virus auf die leichte Schulter zu nehmen. Nachdem in seinem Land am 13. März der Lockdown verkündet worden war, sei es an einigen Orten zu Hauspartys gekommen, die hauptsächlich von jungen Leuten organisiert wurden, die die Gefahr nicht ernst genommen haben.

«Mehrere junge Menschen befinden sich nun auf den Intensivstationen und sind auf Atemgeräte angewiesen. Sie haben zuvor an diesen Partys teilgenommen», sagt Van Ranst. «Das ist kein Videospiel, Menschen sterben wirklich.»

Aber nicht nur in Belgien missachteten viele junge Leute die Warnungen der Regierung. Auch in den USA wurde die «Spring Break» weiterhin sorglos gefeiert, bis ihr von Seiten der Behörde ein Ende gesetzt werden musste.

15.20 Uhr – Schweden

Schweden führt im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus schärfere Begrenzungen von öffentlichen Versammlungen ein. Zusammenkünfte mit mehr als 50 Teilnehmern werden verboten, wie Ministerpräsident Stefan Löfven am Freitag auf einer Pressekonferenz in Stockholm bekanntgab. Bislang lag diese Grenze bei 500 Personen.

Von der neuen Maßnahme seien unter anderem Examensfeiern, Hochzeiten und Beerdigungen betroffen, fügte Sozialministerin Lena Hallengren hinzu. Laut Innenminister Mikael Damberg gilt die neue Begrenzung ab Sonntag.

14.58 Uhr – 8603 Infizierte in Holland

In den Niederlanden scheint sich laut Behörden die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Es sei zu hoffen, dass man «innerhalb einiger Tage» sagen könne, ob die soziale Distanzierung und andere Maßnahmen, die Mitte des Monats eingeleitet worden seien, sich nun entsprechend auswirkten, teilt das Nationale Institut für Gesundheit mit. Die Zahl der Neuinfektion stieg demnach um 1172 und damit um 16 Prozent auf 8603. Die Zahl der Todesfälle nahm um 112 auf 546 zu.

14.42 Uhr – 2378 Tote im Iran

Im besonders stark von der Pandemie betroffenen Iran sind nach offiziellen Angaben binnen 24 Stunden 144 weitere Menschen am Coronavirus gestorben. Damit stieg die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 2378, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag erklärte.

2926 Neuinfektionen wurden gemeldet. Insgesamt haben sich im Iran nach Behördenangaben mindestens 32.332 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert. Mehr als 11.100 von ihnen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums inzwischen wieder gesund. Fast 2900 Menschen sind hingegen lebensbedrohlich erkrankt.

14.15 Uhr – Italien

In Italien hat die Coronavirus-Pandemie nach Einschätzung der Behörden noch nicht ihren Höhepunkt erreicht. Es gebe aber «Anzeichen für eine Verlangsamung» bei den Infektionszahlen, sagt der Leiter des nationalen Gesundheitsinstituts, Silvio Brusaferro. Das könne darauf hindeuten, dass der Höhepunkt nicht mehr fern sei.

14.10 Uhr – Corona-Studie

Ohne Gegenmaßnahmen hätte die Coronavirus-Pandemie dem Imperial College in London zufolge in diesem Jahr bis zu 40 Millionen Menschen weltweit das Leben kosten können. Das geht aus einer Studie hervor, die am Donnerstagabend veröffentlicht wurde.

Die Forscher spielten dabei in einem mathematischen Modell mehrere Szenarien durch. Im schlimmsten Fall hätten sich demnach sieben Milliarden Menschen, also beinahe die gesamte Menschheit, innerhalb dieses Jahres mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert.

Daher fordern die Forscher weltweit frühe Maßnahmen zur Unterdrückung der Pandemie, wie sie in vielen Ländern bereits ergriffen wurden. Nur so sei eine Überforderung der Gesundheitssysteme zu verhindern

14.00 Uhr – Paris: Keine Betten mehr

Im Großraum Paris stehen in den Kliniken nach Angaben des französischen Krankenhausverbands kaum noch Betten für Intensivpatienten zur Verfügung. «In 24 oder 48 Stunden werden wir am Rand unserer Kapazitäten sein.» Dann komme es darauf an, dass sich andere Regionen solidarisch zeigten und Patienten übernähmen.

Ministerpräsident Edouard Philippe sagte, Frankreich werde von einer «extrem hohen epidemischen Welle» überschwappt. Für das gesamte Gesundheitssystem sei das eine erhebliche Belastung. Mehr als ein Viertel der 29.000 bestätigten Infektionen in Frankreich entfallen auf Paris und seine Vorstädte. Knapp 1700 Menschen sind gestorben, darunter am Donnerstag eine 16-Jährige ohne Vorerkrankungen.

12.15 Uhr – Johnson positiv getestet

Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. «In den vergangenen 24 Stunden habe ich milde Symptome festgestellt und bin positiv auf das Coronavirus getestet worden», erklärt Johnson. «Ich werde mich nun selbst isolieren, aber den Kampf der Regierung gegen das Virus weiter per Videokonferenz steuern.»

12.10 Uhr – Fast 5000 Tote in Spanien

Im von der Corona-Krise besonders schwer betroffenen Spanien steigt die Zahl der infizierten Menschen und auch der Toten weiter kräftig an. In den letzten 24 Stunden seien knapp 8000 neue Infektionsfälle registriert worden, wodurch die Gesamtzahl auf gut 64.000 geklettert sei, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Toten stieg unterdessen auf knapp 4900, nach rund 4300 am Donnerstag. Nach Italien ist Spanien weiterhin das Land in Europa, das vom neuen Virus Sars-CoV-2 am stärksten in Mitleidenschaft gezogen wird.

12.05 Uhr – Rammstein-Sänger auf Intensivstation

Till Lindemann, Sänger der deutschen Band Rammstein liegt auf der Intensivstation eines Berliner Krankenhauses. Der Künstler sei, nach einem Auftritt in Moskau am 15. März, bei der Ankunft in Berlin mit hohem Fieber ins Krankenhaus eingeliefert worden. Ein Test auf das Coronavirus sei positiv gewesen, es habe sich eine Lungenentzündung entwickelt. Diese sei zwischenzeitlich lebensbedrohlich gewesen, das berichtet die Bild-Zeitung am Freitag.

11.05 Uhr – Infektionen in Russland steigen

In Russland ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle nach Behördenangaben um 196 auf 1036 gestiegen. Das ist der bislang höchste Zuwachs binnen eines Tages. Zudem wurde ein weiterer Todesfall gemeldet. Damit sind nun vier Menschen in Russland an den Folgen der Infektion gestorben. Am Donnerstag hatte Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow erklärt, in Russland gebe es derzeit keine Coronavirus-Epidemie. Die Lage sei viel besser als in vielen anderen Ländern.

10.55 Uhr – Usbekistan

Usbekistan meldet den ersten Todesfall eines Menschen, der mit dem neuartigen Coronavirus infiziert war. Es handelt sich laut Gesundheitsministerium um eine 72-jährige Frau. Sie habe sich offenbar bei ihrer Tochter angesteckt, die in der Türkei gewesen sei. Gestorben sei die Frau letztlich an einem Herzinfarkt. Das Innenministerium weitet seine Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie aus. Der Passagierverkehr zwischen den einzelnen Landesteilen wird bis auf weiteres ausgesetzt. In einigen der größten Städte wie etwa der Hauptstadt Taschkent gilt bereits eine weitgehende Ausgangssperre.

10.50 Uhr – Hunde erschnüffeln Virus

In Großbritannien werden Hunde dazu trainiert, auf die vom Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit sensibilisiert zu werden. Dahinter steckt die Wohlfahrtsorganisation Medical Detection Dogs, wie Bild berichtet. Sie wollen die Hunde sechs Wochen lang ausbilden, sodass sie am Ende des Trainings für eine Diagnose eingesetzt werden können.

Man sei sich sicher, dass Hunde Covid-19 erschnüffeln können, heißt es bei der Organisation. Man müsse derzeit nur noch überprüfen, wie der Geruch, der von Patienten ausgeht, eingefangen werden kann. Es ist nicht das erste Mal, dass Hunde in der Erkennung von Krankheiten im Einsatz sind. So werden sie beispielsweise auch dazu ausgebildet, Krebs oder Diabetes zu erkennen.

10.45 Uhr – Ungarn verhängt Ausgangssperre

Ungarns Regierung verhängt eine zweiwöchige, weitgehende Ausgangssperre ab Samstag. Einkäufe und körperliche Betätigungen im Freien in begrenztem Rahmen sind weiterhin erlaubt, allerdings gilt ein Kontaktverbot, wie Ministerpräsident Viktor Orban mitteilt. Die Polizei werde auf die Einhaltung der Vorschriften achten. Der Höhepunkt der Krankheitswelle sei in Ungarn im Juni oder Juli zu erwarten. Aktuell sind in dem Land 300 Infektionen und zehn Todesfälle bestätigt. Die tatsächlichen Zahlen dürften aber höher sein, sagt Orban.

10.40 Uhr – Australien steckt Heimkehrer in Quarantäne

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie schickt die Regierung Australiens alle aus dem Ausland heimkehrenden Bürger für zwei Wochen in Quarantäne. Sie würden direkt vom Flughafen in Hotels oder andere Unterkünfte gebracht, sagte Premierminister Scott Morrison am Freitag in Canberra. Die Kosten der Unterbringung trügen die jeweiligen Bundesstaaten. Die neue Verordnung soll an diesem Samstag ab Mitternacht in Kraft treten.

In Australien gibt es bisher gut 3000 bestätigte Covid-19-Fälle. Bei mehr als zwei Dritteln der Infizierten handele es sich um Australier, die aus dem Ausland zurückgekehrt sind, sagte Morrison. In den vergangenen Tagen trafen täglich rund 7000 Australier aus Übersee auf den fünften Kontinent ein. Morrison rief alle Bürger auf, so schnell wie möglich nach Hause zu fliegen. «Es wird nicht sehr lange dauern, dass es sehr schwer wird heimzukehren.»

10.29 Uhr – Südafrika

Erstmals meldet auch Südafrika Todesfälle im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie. Zwei Menschen seien an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Infektionen stieg demnach auf über 1000 nach 927 am Donnerstag.

7.29 Uhr – Trump telefoniert mit Xi

US-Präsident Donald Trump hat mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping telefoniert und die gute Zusammenarbeit im Kampf gegen die Corona-Pandemie hervorgehoben.

«China ist schon weit vorangekommen und hat ein großes Verständnis des Virus entwickelt. Wir arbeiten eng zusammen. Großer Respekt!», schrieb Trump auf Twitter.

In der zentralchinesischen Provinz Hubei war das neue Virus Sars-CoV-2 Ende vorigen Jahres zuerst aufgetreten. Inzwischen gibt es in China kaum noch Neuerkrankungen. In den USA hat deren Zahl zuletzt dagegen stark zugenommen.

7.18 Uhr – Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt die Zahl der bekannten Infektionen in Deutschland mit 42.288, das sind 5780 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle steigt um 55 auf 253.

6.35Uhr – Quarantäne für Heimkehrer in Australien

Australien stellt Tausende aus dem Ausland heimkehrende Bürger unter Quarantäne. Premierminister Scott Morrison erklärt, die Menschen sollten in Hotels untergebracht werden. Es werde überwacht, dass angeordnete Isolierung auch eingehalten werde.

In Australien sind bis Freitag 3000 Coronavirus-Erkrankungen bekanntgeworden. Anfang März waren es noch weniger als 100. Der Anstieg schürt Ängste, dass es zu einem größeren Ausbruch kommen könnte.

6.20 Uhr – USA hat China überholt

In den USA sind 85.991 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das ist weltweit die höchste Infektionszahl. In China, wo die Pandemie ihren Anfang nahm, wurden nach offiziellen Angaben 81.285 Infektionen bestätigt, in Italien sind es 80.539.

US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag in einer Pressekonferenz Stellung zur aktuellen Krise genommen. Man teste viele Personen und mache einen große Fortschritt. Er hält immernoch daran fest, dass in spätestens drei Wochen wieder zur Normalität übergegangen werden könne.

Donnerstag, 26. März 2020

21.31 Uhr – 75 Tote in der Türkei

In der Türkei steigt die Zahl der Virus-Toten und Infizierten weiter. 16 Menschen seien binnen eines Tages der Lunkenkrankheit Covid-19 erlegen, damit seien insgesamt 75 Patienten infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, teilt Gesundheitsminister Fahrettin Koca per Twitter mit. Die Zahl der Menschen, die sich mit dem Virus angesteckt haben, sei um 1196 auf nunmehr 3629 gestiegen.

21.15 Uhr – 16-Jährige in Frankreich gestorben

In der nordfranzösischen Region Île-de-France (Agglomeration Paris) ist eine 16-Jährige an den Folgen der Coronainfektion gestorben. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Es handle sich um das erste bekannte Opfer dieses Alters in Frankreich.

Er verfüge über keine Details zu allfälligen Vorerkrankungen des Mädchen, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon.

Frankreich verzeichnet bislang fast 1700 Corona-Tote, in 24 Stunden starben 365 Menschen wegen des Virus. Fast 30.000 Personen sind infiziert.

20.40 Uhr – Weltweit sind über eine halbe Million Menschen infiziert

Mehr als eine halbe Million Menschen weltweit haben sich inzwischen mit dem Coronavirus infiziert. Diese Zahl veröffentlichte die Johns-Hopkins-Universität, nachdem in Italien die Zahlen wieder angestiegen sind. Insgesamt haben sich in Italien bis heute nachweislich 80.539 Menschen infiziert, das sind 6153 mehr als am Mittwoch, wie der Zivilschutz mitteilte. 8165 sind an dem Virus gestorben - so viele wie in keinem anderen Land.

20.35 Uhr – Spanien und Großbritannien

Nach Italien ist Spanien das am schwersten betroffene Land in Europa. Dort meldete das Gesundheitsministerium am Donnerstag einen Anstieg der Todesopfer um 655 auf mehr als 4000. Die Zahl der Neuinfektionen stieg um 19 Prozent auf 56.188 Fälle - immerhin ein deutlich schwächerer Anstieg als die 27 Prozent vom Vortag.

In Großbritannien nimmt die Zahl der Infizierten offenbar mittlerweile drastisch zu. Die Kliniken der britischen Hauptstadt seien mit einem «ständigen Tsunami» schwer erkrankter Corona-Patienten konfrontiert, sagte der NHS-Vertreter Chris Hopson der BBC.

Die Lage wird laut Hopson zusätzlich dadurch verschärft, dass viele Klinikmitarbeiter derzeit selbst krank sind und deshalb fehlen. Der Krankenstand beim Klinikpersonal liege bei «30 Prozent, 40 Prozent und an manchen Orten sogar 50 Prozent».

Am Montagabend war in Großbritannien eine dreiwöchige Ausgangssperre in Kraft getreten, nachdem Premierminister Boris Johnson wegen seines lange zögerlichen Umgangs mit der Krise heftig kritisiert worden war.

19.15 Uhr – Mehr als 8000 Tote und 80.5000 Infizierte in Italien

In Italien steigt die Zahl der Todesopfer und Infizierten erneut deutlich an. Binnen 24 Stunden seien 662 Menschen der Lungenkrankheit Covid-19 erlegen, teilen die Behörden mit. Die Gesamtzahl sei damit auf 8165 gestiegen. Zudem sei bei inzwischen 80.539 Menschen das Coronavirus nachgewiesen worden, am Mittwoch seien es noch 74.386 landesweit gewesen.

17.15 Uhr – Über 43.000 Infizierte in Deutschland

Die neuesten Zahlen vom RKI belegen, dass Deutschland mittlerweile mehr als 43.000 Fälle des Coronavirus hat. In der Zahl sind auch «mindestens 5900» bereits Geheilte berücksichtigt.

Die Zahl der Corona-Opfer in Deutschland ist auf 260 gestiegen.

16.15 Uhr – Über 100-Jähriger gesund aus Klinik entlassen

In Italien ist ein über Hundertjähriger nach einer Coronavirus-Infektion geheilt aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der 1919 geborene Mann sei am Mittwochabend aus der Klinik von Rimini entlassen worden, sagte die Vize-Bürgermeisterin der Stadt, Gloria Lisi, am Donnerstag.

«In der jetzigen Zeit ist es immer gut, ein bisschen Hoffnung zu geben», fügte sie hinzu. Italien ist mit mehr als 7500 Todesfällen aufgrund der Coronavirus-Pandemie das in Europa am härtesten getroffene Land. Die Sterblichkeitsrate ist unter über 80-Jährigen besonders hoch. Insgesamt gibt es in dem Land fast 75.000 Infektionsfälle.

16 Uhr – Spanien: Ausgangssperre verlängert

Spanien verlängert die Ausgangssperre wegen der Corona-Krise bis mindestens 12. April. «Es ist nicht einfach, den Ausnahmezustand zu verlängern», sagte Ministerpräsident Pedro Sanchez am Donnerstag im Parlament. «Aber ich bin überzeugt, dass die einzige effiziente Option gegen das Virus die soziale Isolation ist.»

Die größte Oppositionspartei, die konservative Volkspartei, unterstützt die Maßnahme. Sie kritisierte aber zugleich die ihrer Meinung nach späte Reaktion der Regierung und das Versäumnis, medizinisches Personal ausreichend mit lebensrettenden Geräten zu versorgen.

Spanien

Spanien ist das nach Italien am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa. Die Zahl der Todesopfer stieg über Nacht um 655 auf 4089. Das waren weniger als die 738 registrierten am Vortag. Gesundheitsminister Salvador Illa sagte, dass die Daten «uns glauben lassen, dass wir eine Stabilisierungsphase beginnen». Die Zahl der bestätigten Fälle stieg um 18 Prozent auf 56'188 und damit langsamer als in den vergangenen Tagen. Der Beginn von Massentests könnte Experten zufolge aber wieder eine stärkere Zunahme bedeuten.

Die Regierung versucht derweil, das Gesundheitssystem besser auszustatten. «Wir befinden uns in einem echten Krieg, um Beatmungsgeräte, Gesichtsmasken und Schnelltestsätze zu bekommen», sagte Regierungssprecherin Maria Jesus Montero dem Sender Telecinco. «Alle Länder kämpfen um die Sicherung der heimischen Produktion, sie kämpfen um Lieferungen aus China.» Die Regierung arbeite daran, mehr benötigte medizinische Ausrüstungen im Land herzustellen, indem die Industrie ihre Produktion umstellt.

Spanien hat für 432 Millionen Euro Masken, Handschuhe und Testgeräte aus China bestellt. Die Nato-Partner wurden gebeten, Schutzausrüstung und Beatmungsgeräte zur Verfügung zu stellen. Diplomaten zufolge sind die Preise für einige Güter um das Zehnfache gestiegen. Chinesische Firmen würden oftmals Vorkasse verlangen.

14 Uhr – 3 Millionen Arbeitslosenanträge

Die Coronavirus-Krise schlägt voll auf den US-Jobmarkt durch und konfrontiert den Staat mit einer Rekord-Flut von Anträgen auf Arbeitslosenhilfe. In der vergangenen Woche stellten knapp 3,3 Millionen Amerikaner einen entsprechenden Erstantrag, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einer Million Anträgen gerechnet. Der bisherige Höchststand wurde 1982 mit 695'000 registriert.

13.15 Uhr – Mehr als 21.000 Tote weltweit

Die Anzahl der am Coronavirus Verstorbenen ist erneut gestiegen. Laut der John Hopkins University sind weltweit bereits 21.500 Menschen in der Folge einer Virusinfektion mit Covid-19 verstorben.

13.10 Uhr – Anzahl Infizierte in Spanien steigt stark

In Spanien ist die Zahl der an einer Ansteckung mit dem Corona-Virus gestorben Menschen erneut stark gestiegen. Am Mittwoch habe sie sich auf 4089 im Vergleich zu 3434 am Vortag erhöht, teilen die Behörden mit. Die Zahl der Infizierten ist demnach von 47.610 auf 56.188 angewachsen.

13 Uhr Bosch – bringt Schnelltestgerät

Der Technologiekonzern Bosch hat zusammen mit Randox Laboratories ein Analysegerät für Corona-Schnelltests entwickelt. Das Gerät mit dem Namen Vivalytic könne zehn Atemwegserreger gleichzeitig innerhalb von zweieinhalb Stunden diagnostizieren. Das Analysegerät für die vollautomatisierten Tests ist schon seit Februar erhältlich, die Testkartuschen für den Covid-19-Erreger sollen nach der Zulassung ab April verfügbar sein.

12 Uhr – Arztserien spenden Masken

Zwar sind die Dreharbeiten für Serien wie «Grey's Anatomy», «Pose» oder «Seattle Firefighters» vorerst eingestellt, doch die Macher mehrerer Produktionen sind noch einmal aktiv geworden und haben lebenswichtige Requisiten eingesammelt.

Bei steigender Zahl von Covid-19-Erkrankungen in den USA und Knappheit von Atemschutzmasken, Handschuhen und Schutzkleidung helfen Serien mit eigenen Utensilien aus, die sonst bei Dreharbeiten zum Einsatz kämen. Ein vollgepackter Lastwagen lieferte am Dienstag Hilfsmittel-Spenden der Serien «Grey's Anatomy» und «Seattle Firefighters» (im US-Original «Station 19») bei einer Universitätsklinik in Los Angeles ab, wie der Sender «ABC11» am Dienstag berichtete.

Solche Artikel zum Schutz der Ärzte und Helfer vor einer Ansteckung mit dem Virus seien unglaublich wichtig, sagte die Ärztin Kimberly Shemanski. Vielerorts in den USA klagen Helfer über Engpässe bei der Versorgung.

10 Uhr – 8 Länder fordern Ende von Sanktionen

Kurz vor einem Video-Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der führenden Wirtschaftsmächte (G20) zur Corona-Krise wird die Forderung nach Aufhebung von Sanktionen lauter.

Russland, China, Syrien, Iran, Nordkorea, Venezuela, Nicaragua und Kuba dringen in einem Brief an Uno-Generalsekretär António Guterres darauf, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax am Donnerstag meldete. Diese Strafmassnahmen untergrüben den Kampf gegen das Coronavirus, heisst es darin. Vor allem die Beschaffung von medizinischer Ausrüstung und Medikamenten sei deshalb schwierig. Guterres solle sich dafür einsetzen, dass Sanktionen sofort und vollständig aufgehoben werden, schrieben die Länder demnach in dem gemeinsamen Brief. Der Uno-Generalsekretär hatte zuvor angesichts der Pandemie einen weltweiten Stopp aller Kampfhandlungen gefordert. Strafmassnahmen haben zum Beispiel die USA und Europa verhängt.

6 Uhr – Apple spendet 10 Millionen Masken

Apple hat zehn Millionen Atemschutzmasken beschafft und spendet sie an amerikanische Mediziner. Weitere Millionen Masken sollen in besonders schwer betroffene Regionen in Europa gehen, wie Konzernchef Tim Cook in der Nacht zum Donnerstag über Twitter ankündigte. Sie würden Apple-Zulieferern abgekauft und die Aktion werde mit lokalen Regierungen koordiniert, erläuterte er.

In Kalifornien niedergelassene Unternehmen sind außerdem seit den verheerenden Waldbränden von 2018 verpflichtet, Atemschutzmasken für ihre Mitarbeiter vorzuhalten. Facebook hatte jüngst 720.000 Masken aus dieser Reserve gespendet.


Mittwoch, 25. März 2020

21.15 Uhr – Anwohner werfen Steine auf Ambulanz

Weil in der spanischen Gemeinde Alcalá del Valle das Coronavirus grassiert, werden Covid-19-Patienten in andere Regionen verlegt. Das passt den Anwohnern in diesen Gemeinden wohl nicht: Mehrere Krankenwagen mit insgesamt 28 älteren Corona-Patienten sind mit Steinen beworfen worden. Die Attacke habe sich bereits am Dienstag in La Línea de la Concepción im Süden des Landes ereignet, berichtete die spanische Polizei am Mittwoch.

Dutzende Menschen hätten damit verhindern wollen, dass die infizierten Rentner in ein Heim der andalusischen Stadt verlegt und dort unter Quarantäne gesetzt werden.

Die Protestler hätten auch versucht, die Krankenwagenkolonne mit einem auf der Strasse quergestellten Fahrzeug und Barrikaden an der Weiterfahrt zu hindern. In der Nacht zum Mittwoch hätten dann rund 50 Menschen vor der Residenz erneut protestiert. Sie hätten Drohungen ausgestoßen und Müllcontainer in Brand gesetzt. Aus Nachbarhäusern seien zudem Sprengkörper auf das Wohnheim geworfen worden. Zwei Männer wurden nach Polizeiangaben festgenommen.

Die Rentner waren zuvor aus ihrem Wohnheim in der rund hundert Kilometer nördlich von La Línea gelegenen Gemeinde Alcalá del Valle evakuiert worden, weil es dort eine grosse Ausbreitung des Coronavirus gegeben hatte. Drei Heimbewohner starben, mindestens die Hälfte der Mitarbeiter der Residenz wurden positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet.

La-Línea-Bürgermeister Juan Franco kritisierte am Mittwoch die gewalttätigen Proteste, sagte aber auch, die Verlegung der Senioren sei «nicht gut geplant» gewesen. Er selber sei nur im «letzten Augenblick» informiert worden.

20.20 Uhr – Zweite Chance sollte die Welt nicht vertun

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt davor, die strikten Maßnahmen zur Eindämmung des gefährlichen neuen Coronavirus zu früh wieder aufzuheben. «Das letzte, was Länder nun brauchen, ist, dass Schulen und Unternehmen öffnen, nur um dann wegen eines Wiederauflebens (des Virus) erneut zur Schließung gezwungen zu werden», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf.

Der weitgehende Stillstand von Wirtschaft und Gesellschaft gebe Ländern ein Zeitfenster, sich besser auf die Bewältigung der Krise vorzubereiten, sagte Tedros. Er appellierte an alle Länder, die Zeit zu nutzen, um ihre Gesundheitskapazitäten auszubauen, mehr Tests zu produzieren, zusätzliche Einrichtungen für die Behandlung von Infizierten herzurichten und klare Regeln für die Quarantäne jener Menschen zu entwickeln, die sich vielleicht infiziert haben.

«Rigorose Maßnahmen, um Infizierte und Verdachtsfälle zu finden, zu isolieren, zu behandeln und zu überwachen sind der beste und schnellste Weg, um diese extremen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Beschränkungen aufzuheben», sagte Tedros.

Die erste Gelegenheit sei vertan worden, kritisiert der Generalsekretär der Weltgesundheitsorganisation. «Wir haben eine zweite Gelegenheit. Wir sollten diese Gelegenheit, das Virus zu unterdrücken und zu kontrollieren, nicht vertun.»

19.40 Uhr – USA hat die meisten Fälle

Die USA haben Italien als globaler Coronavirus-Hotspot abgelöst. Dies geht aus Daten der Johns Hopkins University hervor, die am Mittwochnachmittag veröffentlicht wurden. Demnach gibt es derzeit 54.405 aktive Coronavirus-Fälle in den USA und in Italien 54.030 Fälle.

19.30 Uhr – 683 Tote in Italien

In Italien sind inzwischen 7503 Menschen am Coronavirus gestorben. Binnen 24 Stunden seien weitere 683 Patienten der Lungenkrankheit Covid-19 erlegen, teilt die Zivilschutzbehörde am Mittwoch mit.

Der Anstieg fällt damit wieder etwas flacher aus. Am Dienstag wurden 743 neue Todesfälle gemeldet, nach 602 am Montag und 650 am Sonntag. Die meisten Toten seit Bekanntwerden des Virus-Ausbruchs am 21. Februar wurden am Samstag gemeldet: 793 an einem einzigen Tag.

Die Gesamtzahl der Infizierten steigt am Mittwoch auf 74.386, am Vortag waren es noch 69.176 bestätigte Fälle.

17.20 Uhr – 2. Corona-Test von Merkel negativ

Auch der zweite Test bei Bundeskanzlerin Angela Merkel auf das Coronavirus ist negativ ausgefallen. Dies teilte ein Regierungssprecher am Mittwoch in Berlin mit.

Merkel hatte am vergangenen Freitag Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt. Sie hatte sich am Sonntagabend vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben und war bereits am Montag negativ getestet worden.

13.50 Uhr – Putin macht mobil

Russlands Präsident Wladimir Putin kündigt wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus eine Fernsehansprache an. Putin wolle sich im Laufe des Tages an das Volk wenden, teilt der Kreml mit. In dem Land steigen die Zahlen der positiv auf das Virus getesteten Menschen stark an. Zudem gibt es Spekulationen, dass Putin die für den 22. April landesweit geplante Abstimmung über eine Verfassungsänderung verschieben wird.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wird im Kampf gegen das Virus jetzt auch das Militär mobilisiert. Präsident Putin habe für die kommenden Tage Übungen der medizinischen Spezialtruppen angewiesen, teilt das Ministerium mit. Auch nukleare, biologische und chemische Spezialeinheiten stünden in den Startlöchern.

13.40 Uhr – Papst betet weltweit mit Christen

Papst Franziskus hat mit Christen weltweit gleichzeitig das «Vater Unser» gebetet. In seinen einführenden Worten sagt das Oberhaupt der Katholischen Kirche, das Gebet richte sich an die Kranken und ihre Familien, Gesundheitshelfer und solche, die ihnen assistierten sowie Behörden, Polizisten und Geistliche. Franziskus hatte am Sonntag alle Christen aufgerufen, gemeinsam am Mittwoch um 12 Uhr italienischer Zeit das «Vater Unser» zu rezitieren.

13.30 Uhr – Schutzausrüstung

Die Länder der Europäischen Union können einem internen EU-Dokument zufolge nur zehn Prozent des aktuellen Bedarfs an persönlicher Schutzausrüstung gegen das Coronavirus und anderen medizinischen Geräten wie Beatmungsgeräten mithilfe traditioneller Lieferketten decken.

Die Verfügbarkeit in ganz Europa sei «weiterhin besorgniserregend», heißt es in den Dokument. Die meisten EU-Staaten verfügten nur über begrenzte Lagerbestände und begrenzte Kapazitäten zur Steigerung der Produktion.

13.15 Uhr – Spanien hat jetzt mehr Tote als China

Mit insgesamt 3434 Todesfällen hat Spanien nun China (3285) überholt. Das hat die spanische Regierung soeben bekannt gegeben. In den letzten 24 Stunden sind 738 Personen wegen der Virusinfektion gestorben. Laut Gesundheitsministerium stieg die Anzahl von Ansteckungen von 39.673 auf 47.610 - eine Zunahme um 20 Prozent.

Italien ist weiterhin das am stärksten betroffene Land weltweit: 6820 Menschen sind hier dem Coronavirus bislang zum Opfer gefallen.

9.30 Uhr – 17-Jähriger wegen Coronavirus gestorben?

In Los Angeles könnte ein 17-Jähriger das jüngste Opfer der Corona-Epidemie in den USA sein. Der junge Mann aus Lancaster, Kalifornien, sei an den Folgen einer Infektion mit dem Virus gestorben, teilte das Gesundheitsamt aus Los Angeles gemäß New York Times mit. Später ruderte man zurück: Der Tod des 17-Jährigen müsse noch genauer abgeklärt werden.

Sicher ist, dass der Teenager gesundheitlich nicht vorbelastet war. Auch der Vater des Jungen, ein Uber-Fahrer, sei mit dem Virus infiziert. Sollte sich bestätigen, dass der 17-Jährige an den Folgen von Covid-19 starb, wäre dies der erste Fall eines minderjährigen Todesopfers in den USA. In Kalifornien sind über 2000 Personen positiv auf das Virus getestet worden - die Hälfte davon ist zwischen 18 und 49 Jahren alt.

7.18 Uhr – USA: Einigung auf Billionen-Dollar-Konjunkturpaket

In den USA ist der Weg frei für das Konjunkturpaket zur Linderung der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie. Es soll laut der Nachrichtenagentur Bloomberg zwei Billionen Dollar umfassen. Die Parteien haben sich geeinigt, wie der führende Demokrat im Senat, Chuck Schumer, und der republikanische Mehrheitsführer, Mitch McConnell, in Washington am frühen Mittwochmorgen vor Journalisten mitteilten.

7.15 Uhr – «Risikogruppe ist Ü60. Wozu Schulen schließen?»

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat das Coronavirus erneut verharmlost. Er kritisierte die Ausgangsbeschränkungen und forderte dazu auf, zur Normalität zurückzukehren. Tausende Brasilianer protestieren dagegen.

Rio de Janeiro hat sich innerhalb einer Woche weitgehend isoliert, Schulen und Geschäfte geschlossen, Verkehr zu Land und zu Luft unterbrochen, die Bewohner dazu aufgefordert, zu Hause zu bleiben. «Die Risikogruppe sind Personen über 60 Jahre. Wozu Schulen schließen?», sagte Bolsonaro. Wie oft in Lateinamerika, wenn die Institutionen nicht funktionieren, ist die Solidarität unter den Menschen groß. Vielen schränken sich freiwillig ein. Die Zahl der Infizierten in Brasilien hat zuletzt 2000 überschritten, 46 Menschen sind bislang gestorben.

6.30 Uhr – Israel: Radius von 100 Metern ist erlaubt

Israel hat die Ausgangsbeschränkungen weiter verschärft: Menschen sollen sich nur in einem Radius von bis zu 100 Metern von ihrem Zuhause entfernen. Sportliche Aktivitäten sollen draußen verboten werden.

Die israelische Armee ist nach eigenen Angaben darauf vorbereitet, die Polizei bei der Durchsetzung der Ausgangsbeschränkungen zu unterstützen.


Dienstag, 24. März 2020

23.23 Uhr – Stadt New York lässt 300 Gefangene frei

In der Corona-Krise lässt die Stadt New York etwa 300 Gefangene frei. Dabei handle es sich um Insassen, die für kleinere und nicht-gewalttätige Vergehen einsitzen und deren Haftstrafe in weniger als einem Jahr ablaufen würde.

Dies sei eine Maßnahme, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus auch in den Gefängnissen zu hemmen, sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Dienstag.

(Bild: Keystone)

22.09 Uhr – Indien ist abgeriegelt

Wegen der Corona-Pandemie hat Indien eine «vollständige Ausgangssperre» für alle 1,3 Milliarden Bürger des Landes verhängt. Das landesweite Ausgangsverbot, das am Dienstagabend um Mitternacht (19.30 Uhr MEZ) in Kraft trat, soll nach Angaben von Premierminister Narendra Modi für mindestens drei Wochen gelten. Indien ist das zweitbevölkerungsreichste Land der Erde.

«Ab heute um Mitternacht wird das ganze Land vollständig abgeriegelt sein», sagte Modi in einer Fernsehansprache. «Um Indien zu retten, um jeden Einwohner zu retten, um Sie zu retten, um Ihre Familie zu retten... wird jede Straße, jedes Viertel unter Ausgangssperre gestellt.» Die Maßnahme gelte für 21 Tage, sagte der Regierungschef. Wenn dieser Zeitraum nicht respektiert werde, werde das Land um 21 Jahre zurückgeworfen.

Modi rief die Inder auf, die soziale Distanz zu respektieren und zu Hause zu bleiben. «Denken Sie daran, dass schon ein Schritt vors Haus die schwere Coronavirus-Krankheit in Ihr Haus bringen kann.»

21.05 Uhr – 743 Tote in Italien

In Italien ist die Zahl der Todesopfer binnen eines Tages um 743 auf 6820 angestiegen. Damit ist nach einem geringeren Anstieg der Opferzahl am Montag (602 Tote) und Sonntag (650) die Zahl wieder deutlich nach oben gesprungen.

Mittlerweile wurde bei 69.176 Menschen das Coronavirus nachgewiesen. Am Montag lag die Zahl der bestätigten Infektionen noch bei 63.927.

(Bild: Keystone)

20.49 Uhr – Nach Netflix auch Youtube

Youtube wird die Bildqualität nun nicht nur in Europa, sondern auch im Rest der Welt runterschrauben, um in der Coronavirus-Krise die Netze zu entlasten. Bei Videos wird als Grundeinstellung die Standard-Auflösung statt HD voreingestellt, wie die zu Google gehörende Videoplattform am Dienstag mitteilte.

Die Nutzer können die Videoqualität manuell ändern. Die Drosselung in Europa war vergangene Woche zunächst für 30 Tage angekündigt worden. Die EU-Kommission hatte die Reduzierung beim Datendurchsatz von den Streamingdiensten eingefordert, aus Sorge, dass die verstärkte Heimarbeit und Nutzung von Unterhaltungsangeboten die Netze verstopfen.

Internet-Anbieter versicherten bisher, dass sie den Anstieg schultern können. Allerdings könnte die lokale Netzanbindung an den Wohnorten ein Nadelöhr sein. Der EU-Kommission geht es darum, dass die Auslastung der Netze das Arbeiten von zu Hause und Zugang zu Bildungsangeboten erlaubt.

19.44 Uhr – London sucht 250.000 Freiwillige

Die britische Regierung will den Nationalen Gesundheitsdienst NHS im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie mit 250.000 Freiwilligen verstärken. Knapp 12.000 NHS-Mitarbeiter im Ruhestand seien bereits einem Aufruf der Regierung gefolgt, in den aktiven Dienst zurückzukehren. Zudem solle in der kommenden Woche ein temporäres Spital eröffnet werden, das in einem Konferenzzentrum eingerichtet werde, erklärte Hancock.

Die Zahl der Toten durch die von dem neuartigen Coronavirus hervorgerufene Lungenkrankheit Covid-19 in Grossbritannien stieg unterdessen um 87 auf 422. Die Zahl der bestätigten Infektionen liegt inzwischen bei mehr als 8000. Die tatsächliche Zahl dürfte aber erheblich höher sein. In Grossbritannien wurden bislang nur rund 82.000 Menschen getestet. Hancock beteuerte jedoch, die Regierung sei im Begriff, Millionen von Test-Sets zu kaufen.

Premierminister Boris Johnson hatte am Montagabend nach langem Zögern weitreichende Ausgangsbeschränkungen verkündet. Er wies seine Landsleute an, das Haus nur noch so wenig wie möglich zu verlassen. Alle Läden, die nicht zur Grundversorgung dienen, wurden mit sofortiger Wirkung geschlossen. Sportliche Aktivitäten sind nur noch einmal am Tag und nur gemeinsam mit Mitgliedern desselben Haushalts erlaubt.

(Bild: Keystone)

18.02 Uhr – «Dramatischer Anstieg» in NY

Der Gouverneur des US-Bundesstaates New York schlägt angesichts stark steigender Infiziertenzahlen in der Corona-Krise Alarm. Der «dramatische Anstieg» auf nun über 25.000 bestätigte Fälle in dem Bundesstaat sei «beunruhigend und astronomisch», sagte Andrew Cuomo am Dienstag in einer Pressekonferenz.

Im Moment verdoppelten sich die Zahlen alle drei Tage, die Mittel der Behörden seien mit den Ausgangsbeschränkungen weitgehend erschöpft. «Wir verlangsamen (die Ausbreitung) nicht und die Beschleunigung passiert von selbst». New York mit der gleichnamigen Millionenmetropole ist den Zahlen zufolge mit Abstand am schwersten von der Krise betroffen. Die Infizierungen sind weit höher als in jedem anderen Bundesstaat. Mehr als 100 Menschen sind dort nach einer Infektion mit dem Virus bereits gestorben.

(Foto: DPA)

«Ich werde diesen Staat auf den Kopf stellen»

Cuomo zufolge könnte der Höhepunkt der Infektionen in der Stadt in zwei bis drei Wochen erreicht sein, bis dann würden etwa 140.000 Betten gebraucht. Cuomo sagte, er habe kein Problem damit, die Schlafsäle von Universitäten oder Hotels zu Krankenhäusern umzufunktionieren: «Ich werde diesen Staat auf den Kopf stellen». Er appellierte dabei an die Regierung in Washington, dem Staat sonst nicht erhältliche Beatmungsgeräte aus dessen Reserve zur Verfügung zu stellen. Bislang gebe es im Bundesstaat 7000 – es würden aber 30.000 benötigt.

Cuomo nahm direkten Bezug auf die Aussagen von US-Präsident Donald Trump, der die baldige Erholung der Wirtschaft ankündigte und ein Ende der geltenden Beschränkungen andeutete: «Kein Amerikaner wird sagen: »Bring die Wirtschaft für den Verlust von Menschenleben in Gang», so der Gouverneur.

17.25 Uhr – Greta wohl an Covid-19 erkrankt

Greta Thunberg hat ihre Familie seit mindestens zwei Wochen nicht gesehen, wie sie in einem Instagram-Posting bekannt gibt. «Die letzten zwei Wochen bin ich drinnen geblieben. Als ich von meiner Reise durch Mitteleuropa zurückkam, isolierte ich mich in einer geliehenen Wohnung getrennt von meiner Mutter und Schwester», schreibt die Klima-Aktivistin. Vor etwa zehn Tagen habe sie dann Symptome entwickelt, genau zur gleichen Zeit wie ihr Vater, der mit ihr aus Brüssel angereist war.

Sie beschreibt die Erfahrung: «Ich fühlte mich müde, hatte Schüttelfrost, Halsschmerzen und hustete. Mein Vater hatte die gleichen Symptome, aber viel intensiver und mit Fieber».

Getestet auf Covid-19 wurde Greta Thunberg allerdings nicht, da in Schweden derzeit nur diejenigen getestet werden, die medizinische Betreuung benötigen.

Weiter schreibt die Klimaaktivistin auf Insta, dass die Symptome ihrer Krankheit mild gewesen seien: «Ich fühlte mich fast nicht krank. Meine letzte Erkältung war viel schlimmer als diese! Wäre nicht jemand anderes gleichzeitig mit dem Virus infiziert gewesen, hätte ich vielleicht nicht einmal etwas vermutet. Dann hätte ich nur gedacht, ich fühle mich ungewöhnlich müde mit ein bisschen Husten.»

Und genau das mache die Situation so gefährlich: «Viele (insbesondere junge Menschen) bemerken möglicherweise überhaupt keine oder sehr milde Symptome. Sie wissen also nicht, dass sie das Virus haben und können es an Personen in Risikogruppen weitergeben. Wir, die wir keiner Risikogruppe angehören, haben eine enorme Verantwortung. Unser Handeln kann für viele andere den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen.»

16.18 Uhr – Ausgangssperre für 1,3 Milliarden Inder

Für Indiens 1,3 Milliarden Einwohner gilt die kommenden 21 Tage eine Ausgangssperre. Die wegen der Corona-Krise verhängte Sperre werde ab Mitternacht gelten, sagte Premierminister Narendra Modi am Dienstag. Er forderte seine Landsleute auf zu vergessen, wie es sich anfühlt, das Haus zu verlassen und weitete damit eine seit Montag in vielen Regionen und Städten geltende Sperre auf das ganze Land aus. Das sei die einzige Option im Kampf gegen das Virus, sagte Modi.

15.29 Uhr – Eishalle wird zu Leichenschauhaus

In den Spitälern von Madrid gibt es immer mehr Leichen von an Covid-19 verstorbenen Menschen. In einigen Kliniken ist die Situation dramatisch, wie «El Mundo» berichtet. Die Leichenkammer seien gefüllt, einige Leichname blieben darum in den Zimmern liegen oder würden auf die Gänge abgestellt.

Vor einigen Tagen entschieden die Madrider Behörden, die Eisbahn «Palacio de Hielo» in ein Leichenschauhaus umzuwandeln. In der Nacht auf Dienstag wurden die ersten Leichen aus dem Spital Gregorio Marañón im Zentrum von Madrid in die Eishalle gebracht. Das Spital Doce de Octubre südlich der spanischen Hauptstadt muss sich jedoch gedulden. «Die Toten besetzen die Betten, die wir dringend für diejenigen brauchen, die wir noch retten könnten», klagt ein Arzt.

14.04 Uhr – 2000 Beatmungsgeräte beschlagnahmt

Die italienischen Behörden haben fast 2000 Beatmungsgeräte beschlagnahmt, die für die Behandlung von Covid-19-Patienten nach Griechenland geliefert werden sollten. Das teilten Polizei und Zoll am Dienstag mit.

Die Geräte und die dazugehörenden Masken und Schläuche seien auf einem Lastwagen entdeckt worden, der gerade auf eine Fähre nach Griechenland fahren wollte. Die Behörden verwiesen darauf, dass der Export von Beatmungsgeräten aus Italien seit dem 25. Februar verboten ist.

13.59 Uhr – Spanien

In Spanien ist die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus auf fast 2700 gestiegen. In den vergangenen 24 Stunden seien 514 weitere Menschen an der durch den Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Dienstag mit.

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen erhöhte sich den Angaben zufolge um fast 20 Prozent auf knapp 40.000. Spanien ist nach Italien das am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa. Die Hauptstadt-Region Madrid ist mit 1535 Toten und mehr als 12350 Infektionsfällen am stärksten betroffen.

13.51 Uhr – Elon Musk

Der US-Elektroautobauer Tesla hat in China Beatmungsgeräte für die Versorgung von Corona-Patienten in den USA beschafft. China habe ein Überangebot an solchen Geräten, schreibt Unternehmensschef Elon Musk auf Twitter und fügt hinzu: Also habe Tesla bereits am Freitagabend 1255 Beatmungsgeräte dort gekauft und sie nach Los Angeles geschickt.

Die Beatmungsgeräte seien von der US-Behörde FDA zugelassen. Der Bundesstaat Kalifornien soll davon 1000 Geräte erhalten, die für die Rettung von Corona-Patienten lebenswichtig sind. Die USA bereiten sich auf eine große Zahl an Infizierten vor, die in Krankenhäusern behandelt werden müssen.

13.42 Uhr – Großbritannien

Der britische Minister Michael Gove droht mit höheren Strafen bei Verstößen gegen die Beschränkungen in der Öffentlichkeit. «Wenn sich Personen fortdauernd anti-sozial verhalten, gibt es stärkere Maßnahmen», sagt Gove dem Sender ITV. Die gesetzlichen Regelungen dafür würden vorhanden sein. Damit werde sichergestellt, dass es angemessene Strafen gebe.

Trotz schärferer Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie waren viele Londoner U-Bahnen am Dienstag überfüllt. In vielen Abteilen standen oder sassen Fahrgäste gedrängt nebeneinander.

Eine Pflegefachfrau berichtete der Nachrichtenagentur DPA, dass sie vorsichtshalber lieber 40 Minuten zu Fuß gehe als die U-Bahn zu ihrer Klinik zu nehmen. Sie wolle nicht sich und die Patienten gefährden.

13.35 Uhr – Weltärztepräsident

«Diese Problematik wird uns mit Sicherheit bis zum Ende des Jahres begleiten», sagte Frank Ulrich Montgomery der Deutschen Presse-Agentur. Bis ein Impfstoff verfügbar sei, werde man sein gesamtes soziales Leben und sein Arbeitsleben umstellen müssen, so der Präsident des Weltärztebundes.

13.22 Uhr – Laos meldet erste Corona-Fälle

Als letztes Land in Südostasien hat Laos Ansteckungen mit dem Coronavirus bestätigt. Bei den beiden Infizierten handle es sich um einen 28 Jahre alten Mitarbeiter eines Hotels in der Hauptstadt Vientiane sowie um eine 36-jährige Touristenführerin, teilte das Gesundheitsministerium des Einparteienstaates mit. Der Mann sei Anfang des Monats im benachbarten Thailand gewesen, die Frau habe Urlaubern aus Europa die Hauptstadt gezeigt. Beide würden im Krankenhaus behandelt.

7.20 Uhr – China hebt Zwangsquarantäne in Hubei auf

In China wird die wegen der Ausbreitung des Coronavirus verhängte Abriegelung der Provinz Hubei weitgehend aufgehoben. In der Millionenmetropole Wuhan hingegen wird das Verbot, die Stadt oder die Provinz zu verlassen, erst per 8. April aufgehoben.

Dies kündigten die örtlichen Behörden am Dienstag an. Die Bewohnerinnen und Bewohner der übrigen Provinz Hubei dürfen ab Mitternacht in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) aus der Provinz ausreisen. Voraussetzung ist, dass sie gesund sind.

In der Provinz Hubei hatten faktisch rund 60 Millionen Menschen unter Zwangsquarantäne gestanden. Besonders streng waren die Regeln in Wuhan, wo Millionen Menschen über Wochen überhaupt nicht mehr auf die Straße gehen durften.


Montag, 23. März 2020

22.03 Uhr – Boris Johnson verkündet neue Regelung

Der britische Premierminister Boris Johnson hat am Montagabend zur britischen Nation gesprochen. Dabei macht er klar, dass der Lock-Down nun durchgesetzt werden soll. Er appelliert an die Bevölkerung, zu Hause zu bleiben und das Haus nur für das absolut Notwendigste zu verlassen. Sollte diese Weisung missachtet werden, könne die Polizei durchgreifen, so Johnson.

Konkret bedeutet dies, dass viele Geschäfte in Großbritannien nun schließen müssen. Zusammenkünfte von Gruppen, die aus mehr als zwei Personen bestehen, sind ab sofort in der Öffentlichkeit verboten. Außerdem seien alle sozialen Events wie beispielsweise Hochzeiten mit der Ausnahme von Beerdigungen abgesagt.

«Dies ist die größte Bedrohung, mit der unser Land seit Jahrzehnten zu kämpfen hatte», sagt Johnson. «Es ist jetzt absolut überlebensnotwendig, dass wir die Ausbreitung des Virus verlangsamen.» Die neuen Regeln gelten für drei Wochen und sollen danach neu evaluiert werden.

21.10 Uhr – Frankreich: Nur noch eine Stunde pro Tag raus

Frankreich verschärft seine strengen Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus weiter. So werden etwa Sport und Spaziergänge mit Kindern auf maximal eine Stunde und einen Radius von einem Kilometer um das Wohnhaus begrenzt. Das kündigte Frankreichs Premier Édouard Philippe an. Es sei empfehlenswert, auf den Passierschein, den die Französinnen und Franzosen ausfüllen müssen, wenn sie das Haus verlassen, die entsprechende Uhrzeit zu vermerken. Seit knapp einer Woche dürfen die Franzosen nur das Haus verlassen, wenn es unbedingt notwendig ist - dazu zählt etwa Lebensmittel einkaufen, Arztbesuche oder alleine Sport machen. Die Polizei kontrolliert die Einhaltung der Regeln streng und hatte in den vergangenen Tagen besonders Jogger ins Visier genommen.

20.34 Uhr – 12.000 Infizierte in New York

In der US-Stadt New York alleine wurden 12.339 Corona-Fälle verzeichnet, wie CNN berichtet. Insgesamt starben dort bisher 99 Menschen am Virus.

20.11 Uhr – Weniger Anstieg an Virus-Toten in Italien

In Italien haben sich in der Corona-Krise die Zuwächse bei Infektionen und Todesfällen verlangsamt. Der Zivilschutz gab am Montag einen Anstieg der Todesfälle um 602 auf 6077 bekannt. Das ist der niedrigste Anstieg seit vier Tagen. Die Zahl der bekannten Ansteckungen legte in den vergangenen 24 Stunden um 4789 auf 63'927 zu. Das stellt den kleinsten Zuwachs seit fünf Tagen dar. «Heute ist vielleicht der erste positive Tag, den wir in diesem harten, sehr schweren Monat hatten», sagte Giulio Gallera, der führende Vertreter der Gesundheitsbehörden in der norditalienischen Region Lombardei, die von dem Virusausbruch am stärksten betroffen ist.

20 Uhr – Anstieg der Corona-Toten in Frankreich

Die Zahl der Covid-19-Kranken und -Toten in Frankreich ist nach Angaben von Gesundheitsminister Olivier Véran weiter gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden stieg die Zahl der Toten um 186 auf 860. Die Zahl der Infektionen liegt bei 19'856 – ein Plus von mehr als 3000 im Vergleich zum Vortag. Mehr als 2000 Menschen liegen dem Minister zufolge auf der Intensivstation. In Frankreich gelten seit Anfang vergangener Woche strenge Ausgangsbeschränkungen.

19.40 Uhr – Brasilien isoliert sich immer mehr

Brasilien hat wegen der Covid-19-Pandemie auch die letzte seiner zehn Grenzen auf dem Landweg dicht gemacht. Ausländer, die nicht ständig in Brasilien leben, dürften für 30 Tage nicht mehr aus Uruguay einreisen, hiess es in einer Verfügung, die unter anderem Justizminister Sergio Moro und Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta am späten Sonntagabend (Ortszeit) unterzeichneten.

In der vergangenen Woche hatte das grösste und bevölkerungsreichste lateinamerikanische Land schon seine Landgrenzen zu insg

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sin mir nët e bessen mautsch am 03.02.2020 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    E Sonnden as e Flug vun der Cargolux op Shanghai gaangen, deen medizinescht Material dohinner transportéiert, vu wou ët hir koum .... Ween ët fäerdeg bréngt, an 10 Deeg e Spidol ze bauen, denn produzéiert esou Material an 2 Minuten. De Mega-Gewënner as alt nees d'Pharmaindustrie. BSE; Vullegripp; Schwéngschnapp; Kanarien-Pescht; Krokodillen-Houscht a waat déi séch soss nach alles afaalen gelooss hun an waerten. A mir I...... faalen ëmmer nees drop eran.

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  • svendorca am 03.02.2020 08:05 Report Diesen Beitrag melden

    Tausende vu Kanner stierwen all Daag vun Honger op eisem Planet, oder well Medicamenter féelen,..ween schwätzt dann doriver!

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  • Léon am 15.02.2020 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Selon les dires de notre ministre de la santé pas de problème,c’est la preuve qu’il ne connaît rien à la santé. C’est la preuve qu’il a reçu ce poste (entre copains )et qu’il a une incompétence totale sur le sujet de cette maladie Un ministre de la santé doit être médecin et pas un clowns

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Gerd am 27.03.2020 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    America firsttttttttttttttttt

  • Lena Stracke am 26.03.2020 16:56 Report Diesen Beitrag melden

    Ich frage mich -- läuft da etwas in die falsche Richtung? : UNLÄNGST SCHICKTE DIE DEUTSCHE REGIERUNG 7 TONNEN MEDIZINISCHE GERÄTE, DARUNTER 300 BEATMUNGSGERÄTE (SOWIE ZUSÄTZLICHE SCHLÄUCHE UND KANÜLEN FÜR DIE GERÄTE), NACH ITALIEN. Aus Italien kommt bisher nur lauwarmer Dank. Währenddessen fragen sich deutsche Kliniken besorgt, wie lange ihr Vorrat an Beatmungsgeräten noch reichen wird; bes. Sorge bereiten der Mangel bzw. die Lieferschwierigkeiten für Schläuche und Kanülen. Schon in allernächster Zeit kann die Versorgung von Corona-Patienten hierzulande nicht mehr gewährleistet sein!

  • Léon am 24.03.2020 22:41 Report Diesen Beitrag melden

    Sûrement le réchauffement climatique ( Diesel)

  • Kritiker am 24.03.2020 21:09 Report Diesen Beitrag melden

    Gottes Mühlen mahlen langsam, aber die Hoffnung auf Gerechtigkeit stirbt niemals aus!!!

  • honga am 24.03.2020 19:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keiner redet mehr übers Gretel. Dann hat sie jetzt halt Corona um wieder in die Schlagzeilen zu kommen