Höhlendrama in Thailand

23. Juli 2018 09:50; Akt: 23.07.2018 18:43 Print

Thailändische Höhlen-​​Jungs gehen ins Kloster

Spieler und Trainer haben angekündigt sich mehrere Tage in ein buddhistisches Kloster zurückzuziehen. Um die zukünftige Nutzung der Höhle wird weiter gestritten.

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Thailand, Chiang Rai: Jungen der geretteten Fußballmannschaft und ihr Trainer nehmen an einer Pressekonferenz teil und zeigen ein Bild des Tauchers, der an der Rettungsaktion beteiligt war und dabei starb. Foto: XinHua/dpa

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Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus gehen diese Woche nun fast alle in buddhistische Kloster: Elf Spieler und der 25 Jahre alte Trainer kündigten an, sich an diesem Mittwoch den Kopf rasieren zu lassen und sich für mehrere Tage ins Kloster zu verabschieden. Im Buddhismus wird dies gemacht, um sich nach negativen Erfahrungen zu «reinigen». Nur ein Junge, der christlichen Glaubens ist, ist nicht dabei. Die Kinder sind zwischen elf und 17 Jahre alt. Nach der Entlassung aus der Klinik gehen sie – im Unterschied zu ersten Plänen – bislang noch nicht wieder zur Schule.

Währenddessen gibt es nach dem glücklichen Ausgang des Höhlendramas Ärger wegen der künftigen Nutzung des Geländes. Die Regierung plant, die Gegend rund um die Höhle im Norden des Landes in einen Nationalpark umzuwandeln. Bei Anwohnern sorgt das für Unmut. Manche fürchten, dass Felder und Häuser enteignet werden, wie die Tageszeitung Bangkok Postschreibt. Umstritten sind auch Überlegungen, in der Höhle eine Art Museum einzurichten.

Während des Dramas hatten viele Nachbarn unentgeltlich geholfen. Zahlreiche Felder wurden überschwemmt, weil aus der überfluteten Höhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non enorme Mengen Wasser gepumpt werden mussten. Nach 17 Tagen konnten alle zwölf Spieler einer Fußball-Jugendmannschaft und ihr Trainer gerettet werden.

(L'essentiel/dpa)

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