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15. September 2020 15:39; Akt: 15.09.2020 15:49 Print

Tierschicksale in der Feuerkatastrophe

Bei den verheerenden Waldbränden an der amerikanischen Westküste haben viele Menschen alles verloren. Auch Wild- und Haustiere sind den Flammen hilflos ausgeliefert.

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Verheerende Waldbrände im Westen der USA haben in den vergangenen Wochen riesige Flächen Land zerstört, und die Zahlen steigen weiter an. In zehn Bundesstaaten, darunter Kalifornien, Oregon und Washington, verwüsteten 87 große Feuer mehr als 18.600 Quadratkilometer Land, wie die Bundesbehörde National Interagency Fire Center mitteilte.

In Kalifornien kämpften fast 16.500 Feuerwehrleute gegen die Flammen an. Das ganze Ausmaß des Feuerinfernos ist noch nicht abzusehen, ein Anstieg der Opferzahlen wird befürchtet.

Dabei gibt es nicht nur menschliche Verluste zu beklagen, auch Wild- und Haustiere sind den Flammen ausgeliefert. Die Bundesbehörde National Interagency Fire Center rät Tierhaltern zwar, einen Evakuierungsplan auch für die Tiere aufzustellen. Doch Tausende Bewohner mussten Haus und Land wegen der Feuerwalzen bereits fluchtartig verlassen. Ihre Vierbeiner blieben zurück.

Mit Aufrufen in den sozialen Medien wird nun nach ihnen gesucht oder über gefundene Tiere informiert. Dabei macht das Feuer keinen Unterschied zwischen Arm und Reich: So musste auch die Schauspielerin Alyssa Milano um Hilfe bitten, ihre fünf Pferde in Sicherheit zu bringen.

In der kalifornischen Stadt Paradies zerstörten die Flammen Tausende von Gebäuden. Doch es gelingt immer wieder, Tiere aus Schutt und Asche zu bergen. «Es ist schön, wenn man etwas Lebendiges in all der Zerstörung findet», sagte eine Mitarbeiterin der hiesigen Gerichtsmedizin, als sie eine Katze aus Trümmern ziehen konnte.

Die Suche gestaltet sich schwierig, zumal gerade verletzte Tiere dazu neigen, sich zu verkriechen. Fluchttiere wie Pferde sind außerdem nur schwer einzufangen, wenn sie verschreckt sind. Oft hilft nur, sie mit Futter anzulocken.

In ganz Kalifornien rufen laut BBC Tierheime zur Adoption von Tieren auf, damit mehr Platz für Notfälle geschaffen werden kann.

Viele Tiere erlitten schwere Verbrennungen, und es wurden mehrere Spendenaufrufe lanciert, damit ihre Besitzer, die oft auch ihr ganzes Hab und Gut verloren haben, die Tierarztkosten zahlen können. Mehrere Tierärzte haben sich zusammengeschlossen, um ihre Patienten in dieser Notlage gratis zu behandeln. Im ganzen Bundesstaat wurden Abgabe- und Behandlungszentren eingerichtet – selbst auf Flughäfen oder in Kirchen und Casinos.

Die gewaltige Flammenmeer hat weite Teile der Westküste in dichten Rauch gehüllt. An vielen Stellen warnen die Behörden vor gesundheitsschädlicher Luftqualität. Am Dienstag sollten in Oregon viele Schulen geschlossen bleiben. Die Fluggesellschaft Alaska Airlines stellte am Montag wegen des dichten Rauches alle Flüge von und nach Portland (Oregon) und Spokane (Washington) ein. Dieser Stopp sollte voraussichtlich bis Dienstag andauern.

Im Raum San Francisco warnten die Behörden am Montag erneut vor bedenklicher Luftverschmutzung, dies war der 30. Tag in Folge. Der bisherige Rekord lag bei 14 Tagen im Jahr 2018, als im Norden Kaliforniens verheerende Waldbrände wüteten.

(L'essentiel/SDA/gux)

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