Verbot gekippt

16. Juli 2019 15:44; Akt: 16.07.2019 15:44 Print

Toreros töten auf Mallorca wieder Stiere

In der Arena auf Mallorca werden wieder Stiere sterben. Am 9. August findet auf der Plaza de Toros in Palma erstmals seit Juli 2017 wieder eine Corrida statt.

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Nach gut zwei Jahren werden Toreros auf Mallorca wieder Stiere töten. Am 9. August werde auf der Plaza de Toros in Palma erstmals seit Juli 2017 wieder eine Corrida stattfinden, berichtete die Zeitung «Diario de Mallorca».

Ende 2018 hatte das spanische Verfassungsgericht ein vom Regionalparlament der Balearen-Inseln vor zwei Jahren verhängtes Verletzungs- und Tötungsverbot gekippt. Das Madrider Gericht erklärte damals mehrere Artikel des reformierten balearischen Gesetzes über Stierkämpfe und Tierschutz für verfassungswidrig.

Die neuen Bestimmungen waren von Medien als «Stierkampf light» bezeichnet worden. Das von Linksparteien beherrschte Regionalparlament in Palma habe mit dem Tötungsverbot seine Kompetenzen überschritten, befanden die Richter. Da der Stierkampf 2013 zum nationalen Kulturgut erklärt worden sei, könne nur der Staat darüber entscheiden, hieß es in der Urteilsbegründung.

«Der Stierkampfkunst wird ihre Essenz genommen»

Die Richter waren in der Sache von der konservativen Volkspartei (PP) des damaligen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy angerufen worden. Die Stiftung Fundación Toro de Lidia (Stiftung Kampfstier) hatte das Tötungsverbot als «Barbarei» bezeichnet. «Der Stierkampfkunst wird ihre Essenz genommen, nämlich der Tod.»

Obwohl Stierkampf in Spanien zunehmend umstrittener wird und vor allem unter den Jüngeren immer mehr an Attraktivität verliert, hatte das Verfassungsgericht bereits 2016 klargemacht, dass die spanischen Regionen die sogenannten Corridas nicht völlig verbieten dürfen.

Damals war ein in Katalonien seit 2010 geltendes Stierkampfverbot gekippt worden. Einige der Beschlüsse von 2017 gelten auf Mallorca aber weiterhin. Minderjährige dürfen zum Beispiel dem Spektakel nicht beiwohnen.

(L'essentiel/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pia am 16.07.2019 17:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    STOP EREM!!!

  • Julie am 16.07.2019 18:25 Report Diesen Beitrag melden

    Jäger und Toreros, tolle Sportler. Bei den alten Völkern (Azteken, Maya usw) hat man Menschen geopfert, in den Wäldern und Arenen tut man dies heute noch mit Tieren. Gäbe es nicht den Rechtsstaat müsste man Angst vor diesen Leuten haben, leider nützt dies den Tieren wenig. (kommt jetzt nicht mit Ernährung und Regelung, dies alles könnte ohne Lustgefühle und schmerzlos für die Tiere geschehen) "Menschlichkeit" sollte zum Unwort erklärt werden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Julie am 16.07.2019 18:25 Report Diesen Beitrag melden

    Jäger und Toreros, tolle Sportler. Bei den alten Völkern (Azteken, Maya usw) hat man Menschen geopfert, in den Wäldern und Arenen tut man dies heute noch mit Tieren. Gäbe es nicht den Rechtsstaat müsste man Angst vor diesen Leuten haben, leider nützt dies den Tieren wenig. (kommt jetzt nicht mit Ernährung und Regelung, dies alles könnte ohne Lustgefühle und schmerzlos für die Tiere geschehen) "Menschlichkeit" sollte zum Unwort erklärt werden.

  • Pia am 16.07.2019 17:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    STOP EREM!!!