«Wie die Apokalypse»

05. August 2020 21:04; Akt: 05.08.2020 21:09 Print

Touristen mit Schlauchboot vor Flammen gerettet

An der Mittelmeerküste Frankreichs in der Nähe von Marseille ist es zu verheerenden Bränden gekommen. Campingplätze und Feriendörfer mussten evakuiert werden.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

An der französischen Mittelmeerküste, in der Nähe von Marseille, wüten derzeit mehrere Feuer. Betroffen ist insbesondere der Küstenabschnitt westlich der Metropole Marseille in der Region Bouches-du-Rhône. Mehrere Campingplätze und Feriendörfer mussten evakuiert werden.

Seit Dienstagabend stehen die Feuerwehrleute im Dauereinsatz. 1800 Soldaten unterstützen sie dabei. Mindestens 2700 Personen, darunter viele französische und ausländische Touristen, wurden evakuiert. Schlauchboote der Polizei holten einige von ihnen am Strand ab, bevor sie mit anderen aus dem Gebiet Evakuierten zur Übernachtung in eine Turnhalle gebracht wurden. Der stark aufkommende Wind begünstigt die Ausbreitung des Feuers.

«Wir sind sehr erleichtert, dass es keine Opfer gibt», sagte Gaby Charroux gegenüber der französischen Agentur AFP. Charroux ist Bürgermeisterin der Küstenstadt Martigues, die vom Feuer besonders stark betroffen ist. «Es hätte nämlich viele Opfer geben können: Zwei ganze Feriendörfer sind niedergebrannt», führt sie aus.

«Ein bisschen wie die Apokalypse»

Die Einsatzkräfte retteten die Leute über Land, häufig aber auch über das Wasser. «Wir mussten die Menschen mit meinem kleinen, halb befestigten Boot auf die größeren Feuerlöschboote transportieren», erzählt Philippe, der in einer lokalen Raffinerie arbeitet und sein Boot zur Rettung zur Verfügung stellte. «Wir waren mitten im Rauch und den Flammen, die Menschen gerieten in Panik – es war ein bisschen wie die Apokalypse.»

Mittlerweile soll das Feuer unter Kontrolle sein, berichtet die Feuerwehr. Sie bleibt aber im Einsatz, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. 14 Feuerwehrleute wurden beim Kampf gegen das Feuer leicht verletzt oder erlitten eine Rauchvergiftung. Zwischen 2015 und 2019 sind im Durchschnitt 9300 Hektaren Wald und Land an der französischen Mittelmeerküste Bränden zum Opfer gefallen.

(L'essentiel/Reto Heimann/ATS)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.