Drohende Haft

14. Januar 2020 10:05; Akt: 14.01.2020 10:06 Print

Touristen verrichten Notdurft am Machu Picchu

In der weltbekannten Inka-Ruine in Peru sind mehrere Touristen festgenommen worden, nachdem sie in einem historischen Tempel ihre Notdurft verrichtet hatten.

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Machu Picchu ist eine gut erhaltene Ruinenstadt der Inka, die in 2.360 m Höhe auf einer Bergspitze der Anden (Peru) liegt.

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Parkwächter und Polizisten hatten die sechs Urlauber am Sonntag im Sperrgebiet des sogenannten Sonnentempels entdeckt und festgenommen. Der größte Teil der Anlage im Zentrum der Ruinenstadt Machu Picchu ist eigentlich Besuchern nicht zugänglich.

In den, den früheren Inkas heiligen Räumlichkeiten wurde menschlicher Kot gefunden. Offenbar hatte dort jemand seine Notdurft verrichtet. Außerdem sollen die Touristen einen Stein aus dem Sonnentempel gebrochen und dadurch einen Riss im Boden verursacht haben.

Bei den Festgenommenen soll es sich laut France24 um einen Franzosen, zwei Brasilianer, zwei Argentinier und einen Chilenen handeln.

Gegen sie wird nun wegen mutmaßlicher Schändung des kulturellen Erbes ermittelt, wie die staatlichen Nachrichtenagentur Andina unter Berufung auf Angaben des Polizeichefs von Cusco, Wilbert Leyva, meldet. Es drohen bis zu vier Jahre Haft.

Polizei verjagt nackte Touristen

Erst im März 2018 hatten drei Urlauber aus Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden mit einer unsittlichen Aktion für Aufregung in Machu Picchu gesorgt. Die peruanische Polizei hatte die drei Männer dabei erwischt, wie sie nackt vor der Szenerie der historischen Inkastadt Fotos knipsten. Medienberichten zufolge, wurden die Urlauber zwar nicht festgenommen, aber weggeschickt.

Zugang zu Machu Picchu extrem eingeschränkt

Die in der ganzen Welt berühmte Ruinenstadt wurde von den Inkas im 15. Jahrhundert in 2430 Metern Höhe auf einem Bergrücken der Anden zwischen dem Huayna Picchu und Machu Picchu erbaut.

Aufgrund des Besucheransturms der letzten Jahre wurde der Zugang zu der 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe erhobenen Anlage massiv eingeschränkt. Nur noch 400 Touristen dürfen täglich zwischen 8 Uhr und 14 Uhr aus dem Tal zu Machu Picchu aufsteigen. Dabei ist Schwindelfreiheit unbedingte Voraussetzung, der enge und steile Weg führt stellenweise direkt an einem Abgrund entlang.

Hat man den Aufstieg geschafft, folgt die nächste Hürde. Seit 1. Juli 2017 dürfen sich Touristen in der Ruinenstadt nicht mehr frei bewegen. Zu jedem Ticket muss ein lokaler Guide gebucht werden, der maximal 16 Personen pro Gruppe betreut.

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Weidommmusseesin am 14.01.2020 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    richtig so, Respektlosigkeit soll bestraft werden. Wir würden auch nicht anders reagieren falls jemand seine Notdurft in einer Kathedrale verrichten würde...

  • Kaka am 14.01.2020 10:35 Report Diesen Beitrag melden

    Ach du Scheisse !

  • luxus am 14.01.2020 14:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    pas besoin d'aller au Match Picchu, ici les cyclistes / chauffeurs de tous genres s'arrètent sur la voie parking qui longue la belle champagne et de l'autre côté les habitations, ne se gênent de rien ils ne se protègent même pas quand on les observes il y à que des gros mots qui suivent.

Die neusten Leser-Kommentare

  • luxus am 14.01.2020 14:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    pas besoin d'aller au Match Picchu, ici les cyclistes / chauffeurs de tous genres s'arrètent sur la voie parking qui longue la belle champagne et de l'autre côté les habitations, ne se gênent de rien ils ne se protègent même pas quand on les observes il y à que des gros mots qui suivent.

  • Winnie Pooh am 14.01.2020 13:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was ist das denn? Haft wegen einer Notdurft? Wo leben wir? Solche Länder sollte man aus Prinzip meiden damit sie auf ihrem „Kulturshit“ sitzen bleiben. Was soll man denn auch machen, sich in die Hose scheißen? Wenn der Ort sowieso touristisch genutzt wird, stellt man halt ein paar Dixie Klos oder einen Container auf und fertig.

  • Weidommmusseesin am 14.01.2020 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    richtig so, Respektlosigkeit soll bestraft werden. Wir würden auch nicht anders reagieren falls jemand seine Notdurft in einer Kathedrale verrichten würde...

  • Kaka am 14.01.2020 10:35 Report Diesen Beitrag melden

    Ach du Scheisse !