Heftiger Erdstoss

01. August 2021 13:29; Akt: 01.08.2021 13:31 Print

Über 40 Verletzte bei schwerem Erdbeben in Peru

In der Grenzregion von Peru zu Ecuador bebte die Erde mit einer Stärke von 6,1. Gebäude wurden beschädigt, Hänge rutschten weg.

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Das Zentrum des Bebens lag zwölf Kilometer westlich der Ortschaft Sullana. (Bild: Screenshot USGS)

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Bei einem schweren Erdbeben im Norden von Peru sind mehr als 40 Menschen verletzt worden. Drei Menschen erlitten beim Einsturz von Mauern schwere Verletzungen, wie das Krankenhaus in Sullana am Freitag mitteilte. Unter den Schwerverletzten war auch eine schwangere Frau. Rund zehn Menschen erlitten demnach Knochenbrüche.

Das Zentrum des Bebens der Stärke 6,1 lag zwölf Kilometer westlich der Ortschaft Sullana im Department Piura in einer Tiefe von 36 Kilometern, wie das seismologische Zentrum des südamerikanischen Landes mitteilte. Der Erdstoß war in weiten Teilen der Region und auch im benachbarten Ecuador zu spüren.

Nach Angaben des Zivilschutzes wurden etwa 190 Gebäude beschädigt, sechs Häuser waren nach dem Beben unbewohnbar. Zudem wurden Schäden an Straßen, Abwasserkanälen und Stromleitungen gemeldet. Der Radiosender RPP berichtete, Teile der Fassade der Kathedrale in der Provinzhauptstadt Piura seien auf die Straße gestürzt. Zahlreiche Menschen verließen demnach die Gebäude und suchten Schutz im Freien.

Neuer Präsident besucht Verletzte

Zudem wurden Erdrutsche im Distrikt Colán an der Pazifikküste gemeldet. Präsident Pedro Castillo verließ eine Militärparade anlässlich des 200. Jahrestags der Unabhängigkeitserklärung in Lima und reiste nach Piura, wo er Verletzte im Krankenhaus besuchte.

«Unsere Solidarität gilt den Opfern und Betroffenen des Erdbebens in Piura», schrieb der erst am Mittwoch vereidigte Staatschef auf Twitter. «Unsere Priorität ist es, die körperliche Unversehrtheit aller Bürger zu schützen.»

In Peru kommt es immer wieder zu starken Erdbeben, weil in der Region verschiedene Platten der Erdkruste aufeinandertreffen. Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine hohe seismische Aktivität bekannt ist.

(L'essentiel/DPA/chk)

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