Augenzeugen in Beirut

04. August 2020 20:32; Akt: 04.08.2020 20:36 Print

«Um mich herum lagen 15 Leichen»

Straßen waren mit Trümmern und Glasscherben übersät, Leute schrien in Panik – Augenzeugen erzählen, wie sie die Minuten nach der Explosion in Beirut erlebten.

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Panik, Chaos, Staub, der Lärm von Alarmanlagen, die gleichzeitig losgingen - die schwere Explosion kurz vor sechs Uhr Abends erschütterte die Menschen in der libanesischen Hauptstadt Beirut.

Ein Fotograf berichtete dem Portal Al Arabiya von «mindestens 15 Leichen um mich herum» auf einer Straße nahe des Hafens. Eine Frau schilderte, wie durch die Wucht der Explosion ihr ganzes Haus geschüttelt habe. «Wir saßen in unserem Wohnzimmer, und plötzlich fielen uns die Wand und Glas auf den Kopf», sagte ein Anwohner namens Rumi. Die Straßen seien plötzlich mit Trümmern und Glasscherben übersät gewesen.

Joelle Bassoul, eine Menschenrechtsaktivistin erzählte Euronews, sie habe zwei Schockwellen gespürt. «Der erste war ein Urknall, von dem ich sofort wusste, dass es eine Explosion war. Wenige Sekunden später gab es eine zweite sehr starke Schockwelle», sagte Bassoul. «Die Leute schrien um uns herum, ein paar Autos wurden in das Gebäude gesprengt», fügte sie hinzu. Als sie zurück nach Hause ging, merkte sie, dass dieses vollständig zerstört wurde. «Mein Haus ist weg.»

Situation in den Krankenhäusern wird kritisch

Die Krankenhäuser füllten sich allmählich mit Verletzten, twittert Samah Hadid vom norwegischen Flüchtlingsrat. Neurochirurg Fred Bteich arbeitet in einem Krankenhaus, in dem Dutzende von Opfern gebracht werden. Es wird eine lange Nacht in der Notaufnahme werden. Die Patienten stapeln sich auf dem Boden.

Die libanesische Armee hilft dabei, Verletzte in Krankenhäuser zu bringen. Bürger wurden aufgerufen, Blut zu spenden. Ein Polizist sagte, die Schäden erstreckten sich kilometerweit. Kurz nach der Explosion fielen Telefon und Internet in der Stadt aus.

(L'essentiel/Karin Leuthold)

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