Mord in Polen

09. Februar 2021 12:18; Akt: 09.02.2021 12:26 Print

Unschuldig Verurteilter wird Millionär

Tomasz Komenda wurde wegen Vergewaltigung und Mordes verurteilt, später wurde seine Unschuld bewiesen. Jetzt erhielt er eine Millionenentschädigung.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Ein wegen Vergewaltigung und Mord fälschlich verurteilter Pole soll mit einem Millionenbetrag für seine 18 Jahre im Gefängnis entschädigt werden. Ein Gericht in Opole sprach Tomasz Komenda am Montag knapp 13 Millionen Zloty (rund 3,1 Millionen Euro) zu – die höchste je in Polen festgesetzte Entschädigung dieser Art. Komenda hatte 19 Millionen Zloty verlangt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Komenda war vorgeworfen worden, 1997 eine 15-Jährige vergewaltigt und getötet zu haben. Er wurde zunächst zu 15, später zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Der Familie der 15-Jährigen kamen aber Zweifel an dem Schuldspruch. Sie erreichten, dass der Fall noch einmal geprüft wurde. Die Staatsanwaltschaft kam aufgrund von DNA-Tests und anderen Faktoren schließlich zu dem Schluss, dass Komenda gar nicht der Täter sein konnte und beantragte 2018 selbst dessen Freispruch. Inzwischen sind zwei andere Männer wegen der Tat zu je 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Die aufsehenerregende Fehlleistung der polnischen Justiz erschütterte das ganze Land. Im vergangenen Jahr wurde der Fall unter dem Titel «25 Jahre Unschuld – Der Fall Tomek Komenda» verfilmt.

(L'essentiel/DPA)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.