Australien

10. November 2019 13:21; Akt: 10.11.2019 20:12 Print

Unzählige Buschfeuer fordern erste Todesopfer

Auf einer Länge von 1000 Kilometern stehen unzählige Gebiete in Flammen. «Und das Schlimmste ist noch nicht vorbei», befürchten die Behörden.

Die Feuerwehr von New South Wales veröffentlichte ein Video, das sie bei der Arbeit zeigt. (Video: stroyful)

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In den verheerenden Buschfeuern im Osten Australiens sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Sieben weitere Personen gelten als vermisst, wie die Regierungschefin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, am Samstag mitteilte. Nach Angaben der Feuerwehr wurden am Freitag hundert Häuser durch die Flammen zerstört. Mehr als 30 Menschen wurden verletzt, die meisten von ihnen Feuerwehrleute.

Womit es die Feuerwehrleute zu tun haben, wird auch in vielen Videos deutlich, die auf Social Media veröffentlicht wurden:

Eines der Todesopfer wurde nach Angaben der Rettungsdienste in einem Auto gefunden, eine Frau sei trotz stundenlanger ärztlicher Rettungsbemühungen verstorben. Die Zahl der Toten könne im Laufe des Tages noch steigen, sagte Berejiklian weiter. Trotz einer kleinen Verschnaufpause am Samstag deute die Wettervorhersage für die kommende Woche darauf hin, «dass das Schlimmste noch nicht vorbei ist».

Fast hundert Buschfeuer lodern derzeit in den Bundesstaaten New South Wales und Queensland auf einem rund tausend Kilometer langen Streifen entlang der Ostküste; fünf von ihnen sind weiterhin hochgefährlich. Premierminister Scott Morrision nannte die hohe Zahl der Buschfeuer «unglaublich beunruhigend». Er rief die Bevölkerung auf, sich in Sicherheit zu bringen und den Anweisungen der Rettungsdienste Folge zu leisten.

In einigen Gebieten waren die Bewohner von Fluchtrouten abgeschnitten und wurden daher aufgerufen, vor Ort irgendwo Schutz zu suchen. «Leider haben viele Menschen um Hilfe gerufen, aber wegen der Größe und Schnelligkeit der Feuer konnten wir nicht zu jedem vordringen, nicht einmal auf Straßen oder im Helikopter», erklärte die Feuerwehr von New South Wales.

Örtliche Radiosender unterbrachen ihr normales Programm und sendeten Anweisungen, wie in Häusern und Fahrzeugen festsitzende Bewohner sich vor Flammen zu schützen versuchen können.

Den Buschfeuern gingen eine ungewöhnlich lange Dürre, starker Wind, geringe Luftfeuchtigkeit und hohe Temperaturen voraus. Für den anstehenden Sommer in Australien bereitet sich das Land auf Temperaturen in Rekordhöhe vor.

(L'essentiel/roy/sda)

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