Drogenpolitik in Kanada

26. November 2020 11:20; Akt: 26.11.2020 11:36 Print

Vancouver will Drogen-​​Besitz entkriminalisieren

In der kanadischen Stadt soll der Besitz kleiner Mengen bestimmter Drogen künftig nicht mehr strafbar sein. Die kanadische Regierung muss dem Stadtratsbeschluss noch zustimmen.

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Die kanadische Stadt Vancouver setzt sich dafür ein, den Besitz kleiner Mengen bestimmter Drogen wie Heroin und Methamphetamin zu entkriminalisieren. Der Stadtrat habe am Mittwoch (Ortszeit) einstimmig einen entsprechenden Antrag gebilligt, der nun einer Zustimmung der kanadischen Regierung bedarf, teilte Bürgermeister Kennedy Stewart mit.

Durch die Entkriminalisierung bestimmter Drogen wollen örtliche Behörden auf die vielen Drogentoten durch eine Überdosis in der Provinz British Columbia reagieren. Der Ansatz soll dabei helfen, Sucht von Stigma zu befreien und Drogenabhängige zu ermutigen, Unterstützung und Behandlung zu suchen. Stewart würdigte die Entscheidung der Rats als gesundheitsorientierten Ansatz zum Umgang mit Drogenkonsum.

Seit 2016 1500 Menschen an Überdosis gestorben

Dieser werde nun dringend gebraucht, betonte der Bürgermeister. Bereits 2016 hatten örtliche Behörden in der Provinz an der Westküste Kanadas eine Notlage erklärt. Seitdem seien allein in Vancouver mindestens 1500 Menschen durch eine Überdosis gestorben, sagte der Bürgermeister der knapp 630.000 Einwohner zählenden Großstadt an der Westküste Kanadas.

Mit bisher mehr als 320 Toten könne 2020 das bisher schlimmste Jahr werden, warnte er. Die Corona-Pandemie hat die Situation vieler Drogenabhängiger den Angaben zufolge verschlimmert. Betroffene seien zunehmend isoliert und der Zugang zu Behandlungsmöglichkeiten sei erschwert.

(L'essentiel/DPA)

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