Tod nach Momo-Challenge

07. November 2018 16:47; Akt: 21.12.2018 12:38 Print

Vater reicht Klage gegen Whatsapp und Youtube ein

Ein makabres Internetspiel, bekannt als Momo-Challenge hat in Frankreich zu einem Todesfall geführt. Ein Vater hat nun Klage gegen mehrere Internet-Plattformen eingereicht.

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Die Eltern von Kendal hatten ihn tot in seinem Zimmer aufgefunden – aufgehängt mit seinem Kimono-Gürtel. Kendal war lebensfroh und hätte von sich aus keinen Selbstmord begangen, so die Familie. Er sei an den Folgen der Momo Challenge gestorben. Das makabere Spiel, das über Whatsapp verbreitet wird, fordere die Teilnehmer zu gefährlichen Handlungen auf, die bis zum Tod führen könnten, sind die Eltern überzeugt.

Klage auch gegen Dating-Website

Kendals Vater hat nun eine Klage wegen «Gefährdung des Lebens» gegen Youtube, Whatsapp und den französischen Staat eingereicht. «Ich beschuldige Youtube und Whatsapp, junge Menschen nicht zu schützen», sagte René G. zur Nachrichtenagentur AFP. Auch gegen eine Dating-Webseite reichte der Vater Klage ein, weil sich sein noch minderjähriger Sohn dort ohne Altersprüfung einschreiben konnte. «Ich denke, dass der Staat die Gefahren, die vom Internet ausgehen, nicht ausreichend berücksichtigt.»

Mit den rechtlichen Schritten wolle die Familie vor allem die Öffentlichkeit warnen und Tragödien gleicher Art in Zukunft verhindern. Die genauen Umstände und die Todesursache werden laut Staatsanwalt derzeit ermittelt.

13-Jähriger stirbt in Belgien

Erst am Montag starb ein 13-Jähriger aus der belgischen Provinz Luxemburg an den Folgen eines Suizidversuchs. Auch dieser soll wahrscheinlich durch die Momo-Challenge ausgelöst worden sein. Der Junge wurde ebenfalls von seinen Eltern gefunden, er hatte sich erhängt. Der Teenager galt als lebensfroh und unproblematisch.

Nachfolger der Blue Whale Challenge

Momo ist eine Statue aus Japan, die in der Vanilla Gallery in Tokio ausgestellt wurde. Momo ist angelehnt an das japanische Fabelwesen Ubume. Im Sommer machte ein Kettenbrief mit dem Foto der Kreatur die Runde und erschreckte unzählige Whatsapp-Nutzer. Später resultierte daraus die Momo Challenge.

Letztes Jahr warnte Frankreichs Polizei bereits vor den Risiken eines ähnlichen Spiels. Bei der Blue Whale Challenge wurden junge Menschen während 50 Tagen vor Herausforderungen gestellt, die bis zur letzten Stufe – dem Selbstmord – immer lebensbedrohlicher wurden.

(L'essentiel/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jimbo am 07.11.2018 18:28 Report Diesen Beitrag melden

    Kanner mat 12-13 Joer dierften keen Handy hunn, bzw. misst dat vun den Elteren méi kontrolléiert ginn... Leider kréien déi meeschte Kanner hautdesdaags en Handy vir dass se dElteren net nerven

  • Guy Michels am 08.11.2018 10:02 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist auch Aufgabe der Staaten solche Plattformen strafrechtlich zu verfolgen.

  • Bibou am 08.11.2018 11:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Du hues dach och dain Velo kritt obwuel et 10000Vereckter ob der Stross get dei dech iwerrennen keinten

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bibou am 08.11.2018 11:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Du hues dach och dain Velo kritt obwuel et 10000Vereckter ob der Stross get dei dech iwerrennen keinten

    • @Bibou am 08.03.2019 09:58 Report Diesen Beitrag melden

      E Velo as net en Handy. Ech hätt am Alter vun 12-13 Joer mengen Elteren misse soen ech hätt gär en Handy dei hätte mech mam Fouss an den Ar...h gerannt. Ech fannen et och net gudd dat Kanner a dem Alter schon mat Handy ronderem laafen.

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  • Guy Michels am 08.11.2018 10:02 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist auch Aufgabe der Staaten solche Plattformen strafrechtlich zu verfolgen.

  • Jimbo am 07.11.2018 18:28 Report Diesen Beitrag melden

    Kanner mat 12-13 Joer dierften keen Handy hunn, bzw. misst dat vun den Elteren méi kontrolléiert ginn... Leider kréien déi meeschte Kanner hautdesdaags en Handy vir dass se dElteren net nerven