Rätsel um Schuss-Tragödie

22. Oktober 2021 11:41; Akt: 22.10.2021 11:44 Print

Was war mit Alec Baldwins Film-​​Revolver los?

Nach dem Zwischenfall am Filmset von «Rust», bei dem eine Kamerafrau ums Leben kam und der Regisseur schwer verletzt wurde, rätseln die Ermittler über den Hergang.

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Hollywood-Star Alec Baldwin (63) hatte keine Ahnung, welche Art Munition im Revolver steckte, aus dem der tödliche Schuss am Set von «Rust» fiel: Er hatte den Revolver erst wenige Momente vor dem fatalen Schuss in die Hand gedrückt bekommen. Laut dem Sheriff’s Department von Santa Fe untersuchen Detektive derzeit, welcher Typ Patrone in der Waffe steckte. Ein Sprecher der Filmproduktion hatte von einem «Fehlschuss» berichtet und angegeben, dass die Waffe mit Platzpatronen geladen war.

Rätselhaft ist auch, warum durch die Schussabgabe die Kamerafrau Halyna Hutchins (42) getötet und Regisseur Joel Souza (48) lebensgefährlich verwundet wurde. Dass Baldwin auf die beiden zielte, ist eher unwahrscheinlich. Warum das Projektil aus der Waffe zwei Menschen treffen konnte ist ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen. Es wurden noch keine Anklagen erhoben. «Wir behandeln diesen Fall wie jede andere Ermittlung», so Sprecher Juan Rios gegenüber dem «Santa Fe New Mexican». Untersucht werde auch der Typ der am Set verwendeten Munition.

Sicher ist: Auch Platzpatronen sind extrem gefährlich. Wie «Deadline» berichtet, warnt das amerikanische Labor-Management Safety Commitee einem Sicherheits-Bulletin: «Platzpatronen können töten. Behandeln Sie jede Feuerwaffe so, als wäre sie scharf geladen.» 1984 schoss sich Schauspieler Jon-Erik Hexum am Set von «Cover Up» versehentlich selbst an, als er während einer Drehpause mit einer Waffe herumspielte. Sechs Tage später erlag der 26-Jährige seinen Verletzungen.

Filmdreh gestoppt

Nach dem Unfall wurden die Dreharbeiten zu «Rust» umgehend gestoppt. «Wir haben die Dreharbeiten auf unbestimmte Zeit unterbrochen und kooperieren voll und ganz mit der Polizei von Santa Fe und deren Ermittlungen», hieß es von Seiten der Produktion.

Die Produktionsfirma sprach Hutchins’ Angehörigen ihr Beileid aus und versprach dem gesamten Team Unterstützung, um «dieses schreckliche Ereignis zu verarbeiten».

Unter anderem sprach auch Shannon Lee, die Schwester des 1993 durch eine Schusswaffe am Filmset getöteten Brandon Lee, den Angehörigen der Opfer der Tragödie von der Bonanza Creek Ranch ihr Mitgefühl aus. «Niemand sollte je an einem Filmset durch eine Waffe ums Leben kommen. Punkt.», schrieb die Tochter von Bruce Lee.


(L'essentiel/trx)

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