Arktis

12. November 2019 14:11; Akt: 12.11.2019 14:14 Print

Weißwal spielt «Rugby» aus traurigem Grund

Der Weißwal, der mit einer Schiffscrew «Rugby» spielte, soll das nicht aus Spaß machen. Meeresbiologen zeigen sich besorgt über das Verhalten.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Seit einiger Zeit geht ein Video von einem Weißwal (auch Beluga genannt) viral: Das Tier spielt vermeintlich Rugby mit einem Taucher. Die Aufnahmen entstanden in der Arktis.

Der Wal ist nicht unbekannt, wie der Wissenschaftler Ferris Jabr betont. Es handelt sich dabei wohl um den russischen «Spionagewal» Hvaldimir, der aus der Gefangenschaft geflohen ist und nun in den Gewässern umherirrt. Im April trat er zum ersten Mal in Erscheinung, als er sich mit einem speziellen Geschirr am Körper einem Boot näherte und die Besatzung fast schon darum bat, ihn davon zu befreien.

Probleme mit dem Futter

Mittlerweile wird Hvaldimir von Meeresbiologen beobachtet und getrackt. Er hatte nämlich nach seiner Flucht Probleme mit der Futtersuche, da er in Gefangenschaft immer gefüttert wurde. Wie man selbstständig auf die Jagd geht, wusste er nicht, weshalb er zwischenzeitlich an Unterernährung litt. Laut aktuellem Stand soll es ihm aber wieder besser gehen.

Das Video könnte aber darauf hindeuten, dass der Wal erneut Probleme mit dem Futter hat. Denn Forscher vermuten, dass er sich mit seiner Aktion den Menschen annähern möchte und im Gegenzug dafür auf eine Mahlzeit hofft. So wird er es womöglich in seiner Zeit in der Gefangenschaft gelernt haben.

Die Meeresbiologen, die sich um Hvaldimir kümmern, betonen aber, dass man nicht mit dem Beluga spielen sollte. So würde er immer von Menschen abhängig bleiben. Außerdem läuft der Wal Gefahr, auf diese Weise von einem Bootspropeller erwischt und getötet zu werden. Auch wenn es also hart klingt: Man sollte Hvaldimir ignorieren, wenn er vorbeischwimmt.

(L'essentiel/red)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.