#MeToo

14. Februar 2020 18:25; Akt: 14.02.2020 18:27 Print

Weinstein fühlte sich als «Herr des Universums»

Die Staatsanwältin findet am Freitag klare Worte im Prozess gegen Weinstein. Ab Dienstag beraten sich dann die Geschworenen um ein Urteil zu treffen.

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Bei einer Verurteilung wegen schwerer Sexualverbrechen könnte der 67-Jährige den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen. (Bild: Seth Wenig)

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Im Vergewaltigungsprozess gegen Harvey Weinstein hat die Anklage dem ehemaligen Hollywood-Mogul Machtmissbrauch vorgeworfen. «Der Angeklagte war der Herr des Universums und die Zeugen waren nur Ameisen, auf die er ohne Konsequenz treten konnte», sagte Staatsanwältin Joan Illuzzi am Freitag in ihrem Schlussplädoyer bei dem aufsehenerregenden Verfahren vor dem Obersten Gericht von New York. Sie betonte den «Mangel an menschlichem Einfühlungsvermögen» Weinsteins für seine mutmaßlichen Opfer.

Nach wochenlangen Verhandlungen endet mit den Plädoyers der Staatsanwaltschaft am Freitag der inhaltliche Teil des spektakulären Prozesses gegen Weinstein. Bei einer Verurteilung wegen schwerer Sexualverbrechen könnte der 67-Jährige den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen. Ab Dienstag kommender Woche sollen sich die zwölf Geschworenen zu Beratungen zurückziehen, um über Schuld oder Unschuld Weinsteins zu entscheiden.

Mehr als 80 Frauen haben Weinstein seit 2017 sexuelle Übergriffe vorgeworfen. In dem Prozess, der seit Anfang Januar läuft, geht es im Kern aber nur um zwei Fälle: Weinstein wird vorgeworfen, 2006 die Produktionsassistentin Mimi Haleyi zum Oral-Sex gezwungen zu haben, eine andere Frau soll er 2013 vergewaltigt haben. Der Prozess gilt als Meilenstein der MeToo-Ära, die von dem Fall ausgelöst wurde.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jack am 14.02.2020 20:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also wie überall auf den dicken Posten

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jack am 14.02.2020 20:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also wie überall auf den dicken Posten

    • Léon am 16.02.2020 12:26 Report Diesen Beitrag melden

      Même au Luxembourg ça existe mais personne n’on parle

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