Corona-Pandemie

27. März 2020 10:53; Akt: 27.03.2020 11:17 Print

Weltweit 40 Millionen Tote ohne Gegenmaßnahmen

Wären keine Gegegnmaßnahmen ergriffen worden, hätte das Coronavirus einer Studie zufolge, weltweit 40 Millionen Menschen das Leben gekostet.

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Wären nicht so viele Gegenmaßnahmen ergriffen worden, hätte das Coronavirus einer Studie zufolge, weltweit 40 Millionen Menschen das Leben gekostet. (Bild: Lynne Sladky)

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Ohne Gegenmaßnahmen hätte die Coronavirus-Pandemie dem Imperial College in London zufolge in diesem Jahr bis zu 40 Millionen Menschen weltweit das Leben kosten können. Das geht aus einer Studie hervor, die am Donnerstagabend veröffentlicht wurde. Die Forscher spielten dabei in einem mathematischen Modell mehrere Szenarien durch. Im schlimmsten Fall hätten sich demnach sieben Milliarden Menschen, also beinahe die gesamte Menschheit, innerhalb dieses Jahres mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert.

Tests, Isolierung Infizierter und soziale Distanzierung

Daher fordern die Forscher weltweit frühe Maßnahmen zur Unterdrückung der Pandemie, wie sie in vielen Ländern bereits ergriffen wurden. Nur so sei eine Überforderung der Gesundheitssysteme zu verhindern. «Schnelle, entschiedene und kollektive Maßnahmen von allen Ländern sind notwendig, um die Folgen dieser Pandemie zu begrenzen», sagte Professorin Azra Ghani, eine der Autorinnen der Studie. Entscheidend seien Tests, die Isolierung Infizierter und soziale Distanzierung.

Um die Bedeutung dieser Maßnahmen deutlich zu machen, spielen die Forscher drei Szenarien durch. Würden alle Länder harte Maßnahmen zu einem Zeitpunkt ergreifen, bei dem es erst 0,2 Corona-Tote pro 100.000 Einwohnern gibt, könnten 95 Prozent der Todesfälle verhindert und 38,7 Millionen Menschenleben gerettet werden, heißt es in dem Bericht. Würden die Maßnahmen erst bei einer Zahl von 1,6 Toten pro 100.000 Einwohner eingeführt, sinke die Zahl der geretteten Leben jedoch auf 30 Millionen.

Maximale Auslastung der Gesundheitssysteme

Mit schwächeren Maßnahmen wie einer Strategie zur Verlangsamung der Pandemie und Abschirmung der älteren Bevölkerung seien 20 Millionen Tote durch die Lungenkrankheit Covid-19 zu erwarten, hieß es in dem Bericht. Besonders hart dürfte es in diesem Szenario Länder mit niedrigem Durchschnittseinkommen treffen, dort rechnen die Experten damit, dass die maximale Auslastung der Gesundheitssysteme dann um ein 25-faches übertroffen werden könnte. Doch auch in reichen Ländern würden es sieben Mal mehr Patienten geben, als behandelt werden können.

Die Forscher warnen aber auch, dass die Maßnahmen zur Unterdrückung der Pandemie hohe wirtschaftliche und soziale Kosten haben wird, vor allem in Ländern mit niedrigen und mittleren Durchschnittseinkommen.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tweety am 28.03.2020 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    Wir wissen was schief läuft auf dieser Welt,und worin das größte Problem besteht,Profit und nochmals Profit aus allen möglichen Situationen schlagen ,das ist das was noch viel gefährlicher ist ,als die Corona Krise. Erleben kann man das Thema Täglich,und es wird in den nächsten Monaten ,wenn nicht sogar Jahren zunehmend für viele Menschen ein Täglicher Kampf ums Überleben werden! Das Leben auf diesem Planeten wird sich ändern müssen,auch wenn die Mehrheit der Bevölkerung dazu bereit ist ,es sollte nun von der Politik ein rasches Umdenken erfolgen bevor die Lage irgendwann ausser Kontrolle ist!

  • Julie am 27.03.2020 15:05 Report Diesen Beitrag melden

    Komisch nur dass viele Ärzte das ganze vorab als harmlose Grippe dargestellt haben, obwohl jeder mitbekommen hat dass China extreme Quarantänemassnahmen genommen hat, alle Verantwortlichen Politiker und Ärzte hätten schon vor Monaten Alarm schlagen müssen irgendwas läuft da mächtig schief

  • Deklaanen am 27.03.2020 15:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt wird wieder mit Zahlen gerechnet die es nicht gibt. Statistik.... Statitisch gesehen stimmen über 50 Prozent der Statistiken nicht.... Schund.

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  • Tweety am 28.03.2020 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    Wir wissen was schief läuft auf dieser Welt,und worin das größte Problem besteht,Profit und nochmals Profit aus allen möglichen Situationen schlagen ,das ist das was noch viel gefährlicher ist ,als die Corona Krise. Erleben kann man das Thema Täglich,und es wird in den nächsten Monaten ,wenn nicht sogar Jahren zunehmend für viele Menschen ein Täglicher Kampf ums Überleben werden! Das Leben auf diesem Planeten wird sich ändern müssen,auch wenn die Mehrheit der Bevölkerung dazu bereit ist ,es sollte nun von der Politik ein rasches Umdenken erfolgen bevor die Lage irgendwann ausser Kontrolle ist!

  • Deklaanen am 27.03.2020 15:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt wird wieder mit Zahlen gerechnet die es nicht gibt. Statistik.... Statitisch gesehen stimmen über 50 Prozent der Statistiken nicht.... Schund.

  • Julie am 27.03.2020 15:05 Report Diesen Beitrag melden

    Komisch nur dass viele Ärzte das ganze vorab als harmlose Grippe dargestellt haben, obwohl jeder mitbekommen hat dass China extreme Quarantänemassnahmen genommen hat, alle Verantwortlichen Politiker und Ärzte hätten schon vor Monaten Alarm schlagen müssen irgendwas läuft da mächtig schief