Zoo Krefeld (D)

03. Januar 2020 08:32; Akt: 03.01.2020 08:35 Print

«Wir wollen keinen Katastrophentourismus»

Nach dem Brand im Affenhaus in Krefeld (D) ist der Zoo wieder geöffnet. Eine Beerdigung für die Tiere findet nicht statt.

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Das neue Jahr begann für den Krefelder Zoo in Nordwestdeutschland mit einer Tragödie. Wenige Minuten nach Mitternacht brach ein Feuer aus. Das Affenhaus ist komplett ausgebrannt, nur noch das Gerippe ist übrig geblieben. Über dreißig Tiere starben in den Flammen. Am heutigen Freitag öffnet der Zoo wieder seine Tore. Damit jedoch Schaulustige den Betrieb nicht stören, soll der Brandort abgeriegelt werden. Beim Zoo heißt es, man wolle eine Art Katastrophentourismus vermeiden.

Tausende Trauernde nahmen mit Blumen und Kerzen Abschied von den Orang-Utans, Flachland-Gorillas, Primaten, Flughunden und Vögeln und dem Schimpansen. «Affen sind den Menschen auch im Tode sehr ähnlich», sagte der Leiter der Ermittlungskommission Gerd Hoppmann bewegt. Die Tiere starben an Rauchvergiftungen und Brandverletzungen. Sie wurden dem Veterinär-Untersuchungsamt übergeben.

Eine Beerdigung für die Tiere findet nicht statt. «Da es sich bei ihnen nicht um Haustiere, sondern um Wildtiere handle, sei dies nicht erlaubt», sagte Zoosprecherin Petra Schwinn am Donnerstag. Für die geschockten Zoo-Mitarbeiter ist eine interne Trauerfeier geplant.

Überlebende Affen nahmen Futter an

Auslöser für das Feuer waren Himmelslaternen, die Glück bringen sollten. Die Behörden ermitteln gegen eine Mutter (60) und ihre beiden erwachsenen Töchter. Die drei Frauen aus Krefeld haben sich selber bei der Polizei gemeldet und dort angegeben, dass sie in der Silvesternacht fünf Himmelslaternen hätten aufsteigen lassen.

Feuerwehreinsatz im Krefelder Zoo. (Video: AP)

Das direkt angrenzende Gorillagehege blieb verschont. Dort lebt eine junge siebenköpfige Gorillafamilie. Auch zwei Schimpansen haben das Feuer überlebt. Dabei handle es sich um das Weibchen Bally (46) und das Männchen Limbo (27). Sie seien in einem Übergangsgehege untergebracht und hätten von vertrauten Pflegern Futter und Wasser angenommen: «Über das Trauma, das sie erlitten haben, können wir noch nichts sagen», sagt Zoosprecherin Schwinn. Befreundete Zoos hätten angeboten die Schimpansen aufzunehmen. Der Krefelder Zoo hat über 400.000 Besucher pro Jahr.

(L'essentiel/leg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • kaa am 04.01.2020 14:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz d‘accord, pitti. An d’Suen déi gespend gin sollen gehol gin fir Primate shelters an Asien, zB Indonesien, opzebauen. An Sudostasien gin massiv Urwälder ofgeholzt an Affen matverbrannt fir Palmen unzeplanzen. Schoklasbotter, (deen mat der Hierzelmoss), Palmöl an Kosmetik, Liewensmettel, usw !

  • pitti am 03.01.2020 14:32 Report Diesen Beitrag melden

    Alle Zoos müssen verboten werden,

Die neusten Leser-Kommentare

  • kaa am 04.01.2020 14:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz d‘accord, pitti. An d’Suen déi gespend gin sollen gehol gin fir Primate shelters an Asien, zB Indonesien, opzebauen. An Sudostasien gin massiv Urwälder ofgeholzt an Affen matverbrannt fir Palmen unzeplanzen. Schoklasbotter, (deen mat der Hierzelmoss), Palmöl an Kosmetik, Liewensmettel, usw !

  • pitti am 03.01.2020 14:32 Report Diesen Beitrag melden

    Alle Zoos müssen verboten werden,