Kalifornien

11. Oktober 2019 19:48; Akt: 11.10.2019 19:49 Print

Zehntausende flüchten wegen Bränden aus L.A.

Im San Fernando Valley breitet sich ein Waldbrand aus. Starke Winde verbreiten das Feuer schneller, als dass die Feuerwehrleute löschen können.

Derzeit halten verheerende Brände die Bewohner des US-Bundesstaats Kalifornien in Aufruhr. (Video: AP)

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Im San Fernando Valley, Los Angeles, toben momentan Waldbrände. Laut der «Los Angeles Times» sind bereits 25 Wohnhäuser zerstört worden, 23.000 Personen seien evakuiert worden. Das Feuer brach am späten Donnerstagabend aus und hat sich rasch ausgebreitet.

Bisher sei ein Feuerwehrmann leicht verletzt worden und ein weiterer Mann sei aufgrund eines Herzinfarkts gestorben. Insgesamt stehen rund 1000 Feuerwehrkräfte inklusive Helikopter und Löschflugzeugen im Einsatz.

Die Bekämpfung des Feuers wurde am Freitag wegen der starken Winde erschwert. Diese verbreiteten Funken schneller, als dass das Feuer von der Feuerwehr in Schach gehalten werden konnte.

Ohne Strom

Außerdem sind große Teile Nordkaliforniens ohne Strom. Grund dafür ist eine absichtlichen Stromabschaltungen wegen erhöhter Waldbrandgefahr. Wie der US-Energieversorger Pacific Gas & Electric (PG&E) mitteilte, waren rund 600.000 Haushalte und Unternehmen ohne Strom.

Die massiven, geplanten Blackouts in 34 Bezirken des Westküstenstaates hatten am Mittwoch begonnen. PG&E sprach von einer Vorsichtsmaßnahme wegen erhöhter Brandgefahr bei starken Winden und Trockenheit. Zeitweise waren mehr als 700.000 Kunden betroffen.

Erinnerung an Paradise-Feuer

Nach Abflauen der Winde würden nun mehr als 6000 Mitarbeiter Stromleitungen auf mögliche Schäden, etwa durch umgestürzte Bäume, untersuchen, teilte PG&E am Abend mit. Es könne Tage dauern, bis das komplette Netz wieder hergestellt sei.

Vorwürfe wegen schlecht gewarteter Stromleitungen sind nach Großbränden in Kalifornien in den vergangenen Jahren häufig laut geworden. Das verheerende Feuer in Paradise mit 85 Toten im vorigen November soll durch defekte Stromleitungen ausgelöst worden sein. Starker Wind, warme Temperaturen und eine trockene Vegetation trugen Untersuchungen zufolge dazu bei, dass sich das Feuer extrem schnell ausbreitete.

(L'essentiel/doz/sda)

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