Zwei Tote

06. Februar 2020 11:59; Akt: 06.02.2020 11:59 Print

Unglückszug war mit 290 km/h unterwegs

In der Nähe von Mailand ist ein Zug entgleist. Medien berichten von mehreren Toten und Verletzten.

Die Lokomotive krachte nach der Entgleisung in ein Gebäude.

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Bei einem Zugunglück in Italien sind laut Medienberichten zwei Menschen ums Leben gekommen. Weitere rund 30 Personen seien verletzt worden, als ein Zug auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in der Nähe von Casal Pusterlengo südöstlich von Mailand entgleist sei, meldete die Nachrichtenagentur Ansa. Mehrere Waggons sollen sich überschlagen haben. Die italienische Feuerwehr bestätigte den Unfall eines Hochgeschwindigkeitszuges mit Verletzten.

Der Unfall soll sich kurz nach 5.30 Uhr am Donnerstagmorgen ereignet haben. Die Feuerwehr sei derzeit vor Ort, um die Passagiere aus dem Zug zu befreien, berichten italienische Medien. Der Hochgeschwindigkeitszug war auf der Linie Mailand–Salerno unterwegs.

Was zum Unglück geführt hat, ist noch unklar. Laut dem Corriere della Sera fuhr der Zug zum Unglückszeitpunkt rund 290 Stundenkilometer schnell. Bei den Todesopfern soll es sich um den 59-jährigen Lokführer und einen weiteren 51-jährigen Bahnmitarbeiter handeln, schreibt die Zeitung. Ihre Leichen wurden mehrere Hundert Meter vom Zug entfernt gefunden. Er war ein guter Freund, sagt ein Verantwortlicher des Unternehmens über den Lokführer. Er sei immer fröhlich und gut gelaunt gewesen.

Mindestens 28 Personen seien verletzt worden. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht. Eine Person, vermutlich ebenfalls ein Beschäftigter der Bahn, soll schwer verletzt sein. Da es sich beim Unglückszug um die erste Verbindung am Morgen von Mailand Richtung Rom handelte, befanden sich noch nicht so viele Passagiere an Bord. «Es hätte ein Blutbad werden können», sagt der Präfekt der Provinz Lodi, Marcello Cardona, zur Nachrichtenagentur Ansa.

Arbeiten an der Bahnstrecke in der Nacht zuvor

Die Lokomotive sei in ein Gebäude gekracht, nachdem sie entgleist gewesen sei, schreiben italienische Medien. Zuvor war sie noch gegen einen Waggon auf einem parallel verlaufenden Gleis geprallt. Die anderen Wagen seien noch einige Meter weitergerutscht. Offenbar hatten in der Nacht auf der Bahnstrecke Arbeiten stattgefunden. Das berichtet auch La Repubblica. Ob die Arbeiten für das Unglück verantwortlich sind, ist jedoch nicht klar. Laut Cardona würden solche Unterhaltsarbeiten regelmäßig durchgeführt. Es wurde eine Untersuchung eröffnet.

Wegen des Unglücks ist die Strecke Mailand–Bologna derzeit blockiert. Die Züge werden umgeleitet, es muss mit einer Verspätung von 60 Minuten gerechnet werden.

(L'essentiel/vro/sda)

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