Lesbos, Griechenland

30. September 2019 07:18; Akt: 30.09.2019 07:18 Print

Zwei Tote bei Brand in Flüchtlingslager

Auf der griechischen Insel Lesbos kam es in zwei Flüchtlingslagern nach Bränden zu Unruhen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Bei zwei Bränden im Flüchtlingslager Moria und einem daneben gelegenen Zeltlager auf der griechischen Insel Lesbos sind am Sonntag eine Mutter und ihr Kind ums Leben gekommen. Im Anschluss kam es in dem überfüllten Auffanglager zu Unruhen. Die Brandursache war zunächst unklar.

Die beiden Feuer waren griechischen Medienberichten zufolge am Sonntag gegen 17 Uhr sowohl im Auffanglager Moria als auch im daneben gelegenen provisorischen Zeltlager Olive Grove ausgebrochen.

Sicherheitskräfte eingeflogen

Während das Feuer im Zeltlager schnell gelöscht werden konnte, entstand im sogenannten Hotspot, dem Registrierzentrum der Insel, erheblicher Schaden. Die Feuerwehrleute hätten sich angesichts der Feuersbrunst zunächst zurückziehen müssen, berichtete eine Nachrichten-Website der Insel Lesbos.

Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Lage unter Kontrolle zu behalten. Aus Athen wurden zudem mit Armeehelikoptern zusätzliche Sicherheitskräfte eingeflogen. Flüchtlinge gaben an, dass die Feuerwehr viel zu lange gebraucht habe, bis sie im Lager angekommen sei.

Chronisch überfüllt

Das Lager Moria auf Lesbos steht seit Jahren in der Kritik, da es chronisch überfüllt ist. Nach der Ankunft von 3000 neuen Flüchtlingen im August hatte sich die ohnehin schwierige hygienische Situation in dem inmitten von Olivenhainen gelegenen Zeltlager weiter verschlechtert. Derzeit leben rund 13.000 Menschen in dem Lager, das eigentlich nur für 3000 ausgelegt ist.

Auf den griechischen Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos sind derzeit rund 30.000 Flüchtlingen unter teils prekären Umständen untergebracht, weil der Zustrom von illegalen Migranten und aus der Türkei in den vergangenen Wochen zugenommen hat. Die Zahl der Flüchtlinge ist die höchste seit Inkrafttreten des EU-Türkei-Flüchtlingspaktes im März 2016.

(L'essentiel/chk/sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.