Auf der Erfolgswelle

28. Februar 2014 15:53; Akt: 28.02.2014 16:01 Print

Jared Leto – auf High Heels Richtung Oscar

Jared Leto war bisher vor allem eins: schräg. Jetzt hat er mit seiner Rolle als Transsexuelle in «Dallas Buyers Club» gute Chancen auf einen der begehrtesten Filmpreise der Welt.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema

Cool fand man Jared Leto (42) bislang nicht. Seine Band 30 Seconds to Mars ist so etwas wie Gotthard in Hollywood – populär, aber nicht sexy. Da macht es auch keinen Unterschied, dass er ziemlich überzeugend als übergewichtiger John-Lennon-Attentäter in «Chapter 27» spielte und sich in «Requiem for a Dream» verstörend als Heroinsüchtiger in Szene setzte. Mehr zu reden gaben immer seine kuriosen Emo-Frisuren, die Kajal-umrandeten Augen und Schlagzeilen wie jene, er habe an den Fashion Weeks junge Models um ihre Nummern angebettelt. Leto, der typische Try Hard, einer, der eigentlich was kann, aber immer mit den falschen Sachen auffällt.

Jetzt hat sich der Wind gedreht: Dank seiner berührenden Darstellung der an Aids erkrankten Transsexuellen Rayon im Drama «Dallas Buyers Club» ist der Amerikaner in die A-Liga aufgestiegen. Es würde niemanden wundern, wenn er dafür mit einem Oscar für die beste Nebenrolle belohnt würde. Den Golden Globe hat er im Januar 2014 schon geholt. Und mit seiner Dankesrede nebenbei einen Shitstorm wegen der Bemerkung ausgelöst, er habe sich für die Rolle «unglaublichen Frauen-Prozeduren unterziehen müssen – vom Brazilian Waxing bis zum Augenbrauen-Zupfen». Man warf ihm vor, billige Hetero-Witze zu reissen. Jared Leto sagt nur: «Ich hoffe, dass mein Preis Transsexuellen Mut macht, sich nicht mehr zu verstecken.»

(Martina Bortolani/ L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.