Projekte gestrichen

12. Januar 2018 07:00; Akt: 11.01.2018 21:06 Print

Youtube bestraft Skandal-​​Vlogger Logan Paul

Mehr als eine Woche lang hat sich Youtube nicht zum Fall Logan Paul geäußert. Nun reagiert das Videoportal: Es streicht den Amerikaner aus seiner Top-Liste.

Der Stein des Anstoßes: Das Video aus dem «Suizid-Wald» in Japan. (Video: Tamedia/Youtube)

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Internet-Star Logan Paul (22) bekommt die Konsequenzen seiner kontroversen Japan-Videos zu spüren. Youtube hat diverse Projekte des 22-jährigen Amerikaners auf Eis gelegt, wie der Videostreaming-Riese gegenüber Polygon.com bestätigte. Dazu gehört die Fortsetzung von Pauls – von Youtube veröffentlichtem – 2016er Spielfilm «The Thinning». Letztes Jahr kündigte der Hauptdarsteller das Sequel mit dem Zusatztitel «New World Order» an, vorerst werde daran aber nicht weitergearbeitet.

Außerdem werde der in Ungnade gefallene Vlogger nicht mehr in der Web-Sitcom «Foursome» zu sehen sein. Logan Pauls Portemonnaie besonders hart treffen wird die Entscheidung von Youtube respektive dessen Mutterkonzern Google, ihn aus dem Google-Preferred-Programm zu werfen. Dort sind die bei der Zielgruppe der 18- bis 34-jährigen Amerikaner beliebtesten Youtube-Kanäle aufgelistet – wer dabei ist, bei dem wird speziell viel Werbung gebucht.

Youtube gelobt Besserung

Um Silvester herum lud Paul einige Vlogs seines Japan-Besuchs auf seinen rund 15 Millionen Abonnenten starken Youtube-Kanal hoch. Schnell sorgte vor allem ein Clip für Empörung, in dem die Protagonisten den als Suizid-Wald bekannten Aokigahara besuchten, dort einen erhängten Mann filmten und sich teilweise über ihre Entdeckung lustig machten.

Das Video verschwand daraufhin schnell von seinem Channel, weitere von Respektlosigkeit durchzogene Clips des Japan-Trips blieben aber online – und sind auch heute noch anschaubar (unten ist ein Zusammenschnitt daraus zu sehen). Logan Pauls Entschuldigung nahmen ihm viele – darunter auch Vlogger-Kollegen – nicht ab.

Mehr Material von der Japanreise des skandalträchtigen Youtubers. (Video: Tamedia/Youtube/Twitter/WeThe Unicorns)

Am Mittwoch entschuldigte sich Youtube bei der Community und der Öffentlichkeit dafür, mehr als eine Woche lang nichts zum Thema gesagt zu haben, verurteilte das Suizid-Wald-Video und kündigte Änderungen seiner Nutzungsbedingungen an, «damit ein solches Video nie mehr in den Umlauf kommt».

(L'essentiel/shy)

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