Zweiter Account

10. September 2018 11:59; Akt: 10.09.2018 12:00 Print

Plante Küblböck einen Neuanfang als Frau?

Seit Sonntagmorgen wird Daniel Küblböck vermisst. Er soll von einem Kreuzfahrtschiff gesprungen sein. Nicht nur sein Verschwinden, auch ein Insta-Account wirft Fragen auf.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema

Daniel Küblböck war als Feriengast auf einem Kreuzfahrtschiff, das von Hamburg nach New York unterwegs ist. Laut Bild.de fiel der Sänger an Deck auf, da er die meiste Zeit in Frauenkleidern herumlief. Auch beim Check-in soll er Frauenkleidung getragen haben.

Aus seiner Vorliebe für weibliche Kleidung machte Küblböck keinen Hehl – im Gegenteil. Wie sich jetzt herausstellte, führte der Sänger einen zweiten Instagram-Account unter dem Namen Rosa Luxemburg. Seit dem 2. September, dem Tag des Beginns seiner Reise in die Staaten, veröffentlichte er Schnappschüsse von den Zwischenstopps und teilte Selfies vom Kreuzfahrtschiff, die ihn in seiner Kabine geschminkt, mit Schmuck und in Frauenkleidern vor dem Spiegel zeigen.

«Unschwer als Abschiedsbrief erkennbar»

In der Profilbeschreibung steht: «Künstlerin, Schauspielerin, transsexuell». Zudem versieht er jedes Foto mit den Hashtags #Transsexuelle und #Transformation. Über 2900 Abonnenten zählt der Kanal, sie feiern Küblböck für seinen Mut – und bangen um ihren Star.

Ein User geht sogar davon aus, dass Daniels Zweit-Account als eine Art Abschiedsbrief diene. Er kommentierte unter dem ersten Foto des Profils, auf dem Wasser und ein mit Wolken bedeckter Himmel zu sehen ist: «Ich finde es sehr traurig, was ich gerade erfahren habe. Dieser Account ist unschwer als Abschiedsbrief erkennbar.»

Daran mögen andere Fans aber nicht glauben. «Dieser Account zeigt einen Neuanfang, und es ist echt das Letzte, dass du diesen als Abschiedsbrief darstellst. Es ist schlimm genug, dass Daniel so verzweifelt war und sein Weg der Transformation so endete. Die Hoffnung stirbt zuletzt und ich möchte glauben, dass man ihn lebend findet», antwortet eine Followerin auf den vorherigen Kommentar.

Suche unterbrochen, Überlebenschancen schwinden

Bis jetzt fehlt von Kübelböck weiterhin jede Spur. Der Kapitän des Kreuzfahrtschiffs teilte laut Bild.de am Sonntag gegen 20.30 Uhr (Ortszeit) mit: «Ich bedaure sehr, dass ich Sie an dieser Stelle informieren muss, dass wir die Suchoperation als solche mit dem gemeinsamen Beschluss der Küstenwache von Kanada abgebrochen beziehungsweise beendet haben.»

Ein Boot der Küstenwache setzte die Suche in der Nacht jedoch fort. Am Morgen soll das Suchteam wieder Unterstützung aus der Luft erhalten.

10,5 Grad Wassertemperatur

Die Überlebenschancen des 33-Jährigen schwinden mit jeder Stunde. Die Wassertemperaturen liegen bei 10,5 Grad. «Selbst trainierte Menschen haben bei Wassertemperaturen unter zehn Grad oftmals kaum eine halbe Stunde, um gerettet zu werden», wie Christian Stipeldey (40), ein Sprecher der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger gegenüber Bild.de erklärt.

Am Sonntag, kurz nach 5 Uhr, soll der DSDS-Star Daniel Küblböck rund 200 Kilometer nördlich der neufundländischen Stadt St. John's vor der Küste Kanadas von Bord des Kreuzfahrtschiff AIDAluna gesprungen sein. Das teilte Aida Cruises mit. Sofort wurde der Kurs geändert und die Suchaktion mit Hilfe der kanadischen Küstenwache eingeleitet.

Die letzten Aufnahmen von Daniel Küblböck an Bord der AIDAluna, siehst du oben in der Bildstrecke.

(L'essentiel/kao)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.